Handball-EM

Gidsel: Dänische Technik und Schnelligkeit gegen deutsche Kraft

Veröffentlicht Geändert
Mathias Gidsel ließ sich durch die spanische Härte nicht bremsen und erwartet auch gegen Deutschland ein körperbetontes Spiel.

Deutsch-dänisches Tauziehen um einen Halbfinal-Platz bei der Handball-Europameisterschaft in Dänemark: DHB-Star Juri Knorr spricht von der besten Handball-Mannschaft aller Zeiten.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft geht als Tabellenführer in das Hauptrundenspiel am Montag ab 20.30 Uhr gegen den Titelfavoriten Dänemark, hat aber seit sieben Begegnungen nicht mehr gegen den vierfachen Weltmeister gewonnen.

„Das ist die aktuell beste Mannschaft der Welt, wahrscheinlich aller Zeiten. Es muss vieles zusammenkommen, aber wir wollen die Chance nutzen“, meint DHB-Spielmacher Juri Knorr.

Viel Qualität bei den Deutschen

„Ich hoffe, die Deutschen sitzen in Silkeborg und denken, dass es in Boxen schwer werden könnte“, sagt Nikolaj Jacobsen, der jedoch nicht glaubt, dass die deutschen Pleiten im Olympia-Endspiel von Paris (26:39) und bei der WM im Vorjahr (30:40) die große Rolle spielen wird: „Darüber denkt man nicht mehr nach, wenn das Spiel erst läuft.“

Simon Pytlick will trotz der beiden klaren Siege Deutschland nicht auf die leichte Schulter nehmen.

„Ich freue mich wirklich auf das Spiel. Das wird wirklich schwer, denn Deutschland ist eine der besten Mannschaften der Welt. Und ich muss auch sagen, dass die Deutschen viele Qualitätsspieler besitzen und wirklich gut in diesem Turnier performt haben“, so der Noch-Flensburger. 

Andreas Wolff im deutschen Tor war zuletzt nicht zu bezwingen.

Extrem körperbetont

„Seine Leistung ist eigentlich nichts Neues. Wir wissen, dass Wolff einer der besten Torhüter der Welt ist. Das kenne ich aus der Bundesliga. Es wird immer wieder passieren, dass man gegen ihn einen Ball verwirft. Aber dann muss man weitermachen und es wieder versuchen“, lässt sich Simon Pytlick nicht einschüchtern.

Einschüchtern lassen will auch Mathias Gidsel nicht, auch nicht von der deutschen Härte.

„Die Siege in jüngster Vergangenheit bestätigen uns, dass unsere Spielweise gegen Deutschland funktioniert hat“, sagt Mathias Gidsel: „Wir müssen auf unsere Technik und Schnelligkeit bauen und dürfen nicht ständig in die Zweikämpfe gehen. Die Deutschen spielen extrem körperbetont, und das ist nicht gerade unsere Stärke.“