Handball

Neues dickes Millionenminus bei Sønderjyske Herrehåndbold

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Sportlich sind die Handballer von Sønderjyske HH derzeit auf Endrundenkurs, wirtschaftlich läuft es noch nicht rund.

Sønderjyske HH kommt nicht aus den roten Zahlen heraus. Direktor Kim Poulsen bezeichnet das große Defizit als nicht zufriedenstellend, sieht aber den Klub auf einem guten Weg und will für die nächste Saison sogar das Spielerbudget um eine Million Kronen anheben.

Sønderjyske Herrehåndbold A/S hat zum dritten Mal in Folge ein deftiges Millionendefizit erwirtschaftet. Nach zweimal sechs Millionen Kronen in den Vorjahren ist im abgelaufenen Haushaltsjahr ein Minus von 3,5 Millionen Kronen herausgesprungen. 

„Das Ergebnis ist isoliert gesehen nicht zufriedenstellend, aber wir befinden uns auf einem guten Weg und erwarten, dass wir im laufenden Haushaltsjahr ungefähr bei einer Null landen werden. Ich sehe eine helle Zukunft für Sønderjyske Herrehåndbold“, sagt Direktor Kim Poulsen zum „Nordschleswiger“.

Schuldenberg wächst

Ein Ergebnis in dieser Höhe war erwartet worden, doch bei einem Umsatz von rund 16 Millionen Kronen ist ein Defizit in dieser Größenordnung bedenklich. Die Schulden sind weiter gestiegen, das negative Eigenkapital beträgt mehr als 13 Millionen Kronen.

„Wir haben ein hohes, negatives Eigenkapital, das reduziert werden muss, und haben vom Eigentümerkreis einen Schuldenerlass in Höhe von 845.000 Kronen bekommen. Wir wären im vergangenen Haushaltsjahr gerne bei einer Null gelandet, müssen aber erkennen, dass ein solcher ‚Turnaround‘ seine Zeit braucht. Die leichte Lösung wäre gewesen, das Spielerbudget drastisch zu senken, aber das wäre eine sehr kurzfristige Lösung und in unseren Augen auch die falsche Lösung gewesen“, meint Kim Poulsen.

Man habe bewusst das Spielerbudget nicht gesenkt, um konkurrenzfähig zu bleiben und auch um ein attraktives Produkt anbieten zu können. Sønderjyske HH geht sogar in die andere Richtung. Die Sponsoreneinnahmen sind markant gestiegen, und die Zahlen sehen so vielversprechend aus, dass man das Spielerbudget für die kommende Saison um eine Million Kronen anheben will, auf geschätzte elf Millionen Kronen.

Kim Poulsen

„Wir müssen die Entwicklung in der Liga im Blick haben, ohne unverantwortlich zu handeln. Unser Klub wird immer gesünder. Auch mit der Anhebung des Spielerbudgets erwarten wir ganz klar, dass wir einen Betriebshaushalt im Gleichgewicht haben werden“, so der Direktor von Sønderjyske HH.

Größere Transparenz und Kontrolle

„Wir haben die Verwaltungsausgaben signifikant reduziert und sind auf einer klaren Wachstumsreise mit gestiegenen Sponsoreneinnahmen. Wir sind von 100 Partnern auf 200 gestiegen und haben bei jedem Spiel eine volle VIP-Lounge“, sagt Kim Poulsen.

Sønderjyske Herrehåndbold hatte sich im Sommer 2024 von Sønderjysk Elitesport getrennt.

„Es war mit Sicherheit die richtige Entscheidung, bei Sønderjysk Elitesport auszusteigen. Die Transparenz ist viel größer, und wir haben jetzt viel mehr Kontrolle darüber, was wir an Geld einnehmen und ausgeben. Wir müssen aber erkennen, dass ein ‚Turnaround‘ seine Zeit benötigt“, meint der Direktor von Sønderjyske HH.