Denkmalschutz

Der Freundeskreis des Højkros will das Handtuch werfen

Veröffentlicht Geändert
Der historische Højkro ist vermutlich nicht mehr zu retten (Archivfoto).

Der Vorstand schlägt die Auflösung des Vereins vor. Der Kauf der maroden Gaststätte hätte die Mitglieder finanziell überfordert, lautet die Begründung.

Nach vierjährigem Kampf zur Rettung des heruntergekommenen Højkros in Seiersleff will der Vorstand von Højkros Venner aufgeben. Der Vorstand meint, dass der Verein nicht in der Lage sei, das historische Anwesen der Campingplatzbesitzerin Therese Thøgersen, Röm (Rømø), zu kaufen, zu restaurieren und neu zu eröffnen. Daher wird der Vorstand auf der Generalversammlung des Vereins am 16. Februar – ab 19 Uhr im Versammlungshaus von Emmerleff (Emmerlev) – die Auflösung des Vereins vorschlagen. Im März soll die Auflösung dann bei einer außerordentlichen Generalversammlung endgültig besiegelt werden.

Im vergangenen Jahr hatte die Besitzerin dem Verein ihre Immobilie zum Preis von 450.000 Kronen angeboten. Diesen Preis hielt der Verein für angemessen. Bis zur Beschaffung der Summe wurde dem Verein eine Frist bis zum 1. September eingeräumt. 

Besitzerin stellte Bedingung

Doch an den Verkauf war eine Bedingung geknüpft: Thøgersen verlangte, dass der Verein bis zum 1. September alle Kosten übernehmen und das volle Risiko für das baufällige Haus tragen sollte. 

„Diese Verantwortung wollten wir nicht übernehmen. Es muss akut etwas unternommen werden, damit der Krug nicht noch weiter verfällt“, meint der Vorstand. 

Die Schloss- und Kulturbehörde hatte Therese Thøgersen einen Plan vorgelegt, wie das leer stehende Anwesen zumindest notdürftig repariert werden könnte. Der Rettungsplan würde 4,7 Millionen Kronen kosten. 

„Das ist ihre Sache“, erklärt der Vorsitzende Mads Rykind-Eriksen. „Um das Haus überhaupt bewohnbar zu machen, würden weitere Ausgaben in Höhe von 4 Millionen Kronen anfallen, haben Experten errechnet.“

Der Krug ist mittlerweile in einem so schlechten Stand, dass wir das nötige Geld nicht hätten auftun können, um den Krug zu kaufen und zu restaurieren.

Mads Rykind-Eriksen

In den Satzungen des Vereins steht, dass der Freundeskreis die Gaststätte übernehmen würde. Das Ziel könne der Verein nicht erfüllen. „Der Krug ist mittlerweile in einem so schlechten Stand, dass wir das nötige Geld nicht hätten auftun können, um den Krug zu kaufen und zu restaurieren. Stiftungen haben kein Interesse gezeigt, uns zu unterstützen. Daher, so die Einschätzung des Vorstandes, können wir Ziel und Zweck unseres Vereins nicht mehr erfüllen“, so Rykind-Eriksen.

Nach Akteneinsicht weiß der Verein, dass Therese Thøgersen am 5. November ein Schreiben von der Staatsbehörde erhalten hatte. Darin wurde sie dazu angehalten, das Haus bis zum 27. November zumindest notdürftig zu sichern. Eine Schwachstelle war unter anderem das undichte Dach des Gebäudes, das auch innen vollkommen verwahrlost ist.

Zuschuss und Darlehen angeboten

Für die provisorische Sicherung hatte die staatliche Behörde der Hausbesitzerin ein Angebot gemacht. Ihr wurde ein Zuschuss in Höhe von 1.645.000 Kronen angeboten, was 35 Prozent der Kosten beträgt. 40 Prozent oder umgerechnet 1.880.000 Millionen Kronen wurden ihr als Darlehen in Aussicht gestellt, sodass sie aus eigener Tasche 1.175.000 Kronen (das entspricht 25 Prozent der Ausgaben) hätte bezahlen müssen.