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Sønderjyske macht großen Schritt in Richtung Klassenerhalt

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Andreas Oggesen jubelt über den Führungstreffer in Lyngby.

Der Superliga-Aufsteiger darf sich über die mentale Reife beim 2:0-Sieg im Kellerkrimi gegen Lyngby freuen und überwintert mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Die Abstiegsfrage wurde in Lyngby nicht entschieden, dennoch war der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage riesengroß. Mit einer Niederlage wären die Sønderjyske-Fußballer auf einem Abstiegsplatz überwintert, nach dem 2:0-Erfolg gegen Lyngby beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze sechs Punkte. In mentaler Hinsicht ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.

„Das war ein wichtiger Sieg im Kampf gegen den Abstieg. Jetzt können wir mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung schön Weihnachten feiern und in den Urlaub gehen. In mentaler Hinsicht bedeutet das sehr viel“, sagt Sønderjyske-Verteidiger Maxime Soulas zum „Nordschleswiger“.

Sechs Punkte Vorsprung ist bei Saisonhälfte ein viel zu geringes Polster, um von einer Vorentscheidung im Abstiegskampf zu sprechen.

Maxime Soulas machte gegen Lyngby ein überragendes Spiel.

„Es ist vielmehr das gute Gefühl, das wir mitnehmen. Wir haben uns selbst bewiesen, dass wir unsere Leistung bringen können, wenn es darauf ankommt. Lyngby hat viel mehr Superliga-Spiele und Erfahrung aus dem Abstiegskampf in seiner Mannschaft, aber wir sahen stärker aus und vor allem abgeklärter“, so Sønderjyske-Sportchef Casper Daather zum „Nordschleswiger“.

In einem kampfbetonten Spiel war auf beiden Seiten die Angst vorm Verlieren lange Zeit größer war als die Lust und der Wille, auf Sieg zu spielen, doch im Gegensatz zu den übermotiviert wirkenden Gastgebern, fanden die Sønderjyske-Kicker die Balance und spielten spätestens ab der zweiten Halbzeit den klar besseren Fußball.

„Wir haben die Stärken von Lyngby nach einer Viertelstunde abmontieren können und waren danach die dominante Mannschaft“, sagt Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“ und sieht sein Team nach der ersten Saisonhälfte im Soll.

Lukas Björklund drückt den Ball zur 1:0-Führung über die Linie.

„Wir stehen nicht auf einem Abstiegsplatz. Das allein ist zufriedenstellend. Für uns geht es darum, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen, und wir haben es geschafft, uns einen Sechs-Punkte-Vorsprung herauszuspielen. Das macht es natürlich leichter, dieses Gespräch mit dir zu führen, als im umgekehrten Fall, wenn wir auf einem Abstiegsplatz in die Winterpause gehen würden“, meint Thomas Nørgaard.

Lukas Björklund brachte Sønderjyske Mitte der zweiten Halbzeit auf die Siegerstraße, Ivan Djantou machte mit seinem ersten Tor in der Nachspielzeit den Sack zu und ließ eine Sønderjyske-Mannschaft jubeln, die zum ersten Mal in dieser Superliga-Saison zu Null spielte.

Nur zwei Chancen ließ Sønderjyske gegen Lyngby zu. Einmal parierte Jakob Busk glänzend, einmal musste Ebube Duru auf der Torlinie klären.

„Ich freue mich sehr, dass wir zu Null gespielt haben. Das ist für einen Verteidiger sehr wichtig. Davon brauchen wir mehr“, sagt Maxime Soulas lachend, der neben Linksverteidiger Ebube Duru bester Mann auf dem Platz war. Der Franzose hat sein Formtief überwunden.

„Solche Phasen hat man mal, wo alles nicht läuft, aber ich bin sehr froh, wie der Trainer hier agiert hat. Er hat mich gestärkt und mir das Vertrauen ausgesprochen. Das hat mir sehr geholfen“, so Maxime Soulas.

Lyngby - Sønderjyske (0:0) 0:2

0:1 Lukas Björklund (68.), 0:2 Ivan Djantou (90.+5)

Lyngby: Jannick Storch – Willy Kumado, Magnus Jensen, Lucas Lissens, Leon Klassen – Marcel Rømer (73.: Enock Otoo), Casper Winther, Mathias Hebo Rasmussen (59.: Lauge Sandgrav) – Magnus Warming (59.: Michael Opoku), Malik Abubakari (46.: Frederik Gytkjær), Jonathan Amon (73.: Rezan Corlu).

Sønderjyske: Jakob Busk – Andreas Oggesen (89.: Tobias Klysner), Maxime Soulas, Daniel Gretarsson (89.: Marc Dal Hende), Ebube Duru – Sefer Emini, Rasmus Vinderslev, Tobias Sommer – Lirim Qamili, Lukas Björklund (73.: Olti Hyseni (89.: Ivan Nikolov)), Mads Agger (65.: Ivan Djantou).

Gelbe Karten: Malik Abubakari, Marcel Rømer – Maxime Soulas.

Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen. VAR-Schiedsrichter: Mikkel Redder.

Zuschauende: 3.378.