Eishockey

Krise hält an: Sønderjyske zeigt nicht die geforderte Reaktion

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Gustav Nielsen und Sønderjyske kassierten gegen Rungsted eine weitere Niederlage.

Mehr Einsatzwillen und Leidenschaft hatte sich Sønderjyske-Direktor Mogens Kastbjerg auch bei der 2:4-Niederlage gewünscht. Er hatte auf eine andere Reaktion der Mannschaft gehofft.

Ein Statement von der eigenen Mannschaft hatte Sønderjyske Ishockey auf der vereinseigenen Webseite gefordert.

Nach der sportlichen Talfahrt der vergangenen Wochen hatte man in einem ungewöhnlichen Vorbericht für das Auswärtsspiel gegen Rungsted Mannschaft und auch Trainer Casper Stockfisch unter Druck gesetzt. 

Am Ende war es zu wenig

Alle Spieler müssen an einem Strang ziehen. Charakter, Attitüde, Wille und Mut seien gefragt.  „Eine Chance zu zeigen, dass wir zurückschlagen und unser Niveau steigern können, wenn es darauf ankommt. Es geht darum, ein Statement zu setzen, dass wir bereit sind, dass wir zusammenhalten und dass wir den Willen haben, die Punkte zu holen“, hieß es weiter.

Der Versuch, ein Statement zu setzen, war zu erkennen, doch die erhoffte Antwort der Mannschaft blieb aus. Fehlende Qualität in einigen Momenten und fehlendes Selbstvertrauen in entscheidenden Situationen führten nach einem 0:4-Rückstand zu einer 2:4-Niederlage gegen den bisherigen Tabellenvorletzten Rungsted Seier Capital.

„Nein, das Statement, das wir uns erhofft hatten, haben wir nicht ganz bekommen. Wir müssen ehrlich sein und sagen, dass der Einsatzwille und die Leidenschaft nicht in dem Maße gezeigt werden, die wir uns wünschen. Und wir arbeiten intensiv daran, dass wir zu dem Niveau zurückfinden, das wir zu Saisonbeginn zeigten“, sagt Sønderjyske-Direktor und Miteigentümer Mogens Kastbjerg zum „Nordschleswiger“.

Es gibt keine Ausreden mehr

Der dänische Meister hat innerhalb von wenigen Tagen klar gegen den Tabellenletzten und Vorletzten verloren und somit in 11 der vergangenen 14 Spiele Niederlagen einstecken müssen. Nach der Lösung für die sportliche Talfahrt gefragt, lautet die Antwort:

„Wir müssen hart arbeiten. Es gibt keine Ausreden mehr. Wir müssen Attitüde und harte Arbeit zeigen. Mit dem Selbstverständnis, das wir als Klub haben, wollen wir mehr“, so Mogens Kastbjerg.

Über weite Strecken war es eine ausgeglichene Partie, doch in den entscheidenden Situationen war Rungsted abgeklärter. Matt Kopperud traf in der sechsten Minute bei einer Zwei-gegen-eins-Situation den Innenpfosten, 30 Sekunden später lag der Puck nach einer vergleichbaren Situation im eigenen Netz.

Die Gastgeber kamen zu leicht zu ihren Toren, während Sønderjyske viele dicke Chancen vergab und erst traf, als es fast schon zu spät war. Die Gäste schöpften mit zwei  schnellen Toren im Schlussdrittel noch Hoffnung, stellten sich aber mit einer Vier-Minuten-Strafe für Matt Kopperud in den letzten Minuten selbst ein Bein.

 

Rungsted - Sønderjyske (1:0,2:0,1:2) 4:2

1:0 Fillips Buncis (6:10), 2:0 Filip Karlsson (21:23), 3:0 Anton Als (29:56), 4:0 Nicklas Heinerö (42:30), 4:1 Jacob Schmidt-Svejstrup (43:34/Ass.: Oskar Drugge, Nikolaj Krag-Christensen), 4:2 Joseph Jonsson (45:06).

Zeitstrafen: Rungsted 3x2 – Sønderjyske 3x2 Minuten. Schiedsrichter: Jens Christian Gregersen/Rasmus Toppel. Zuschauer: 867.