Fussball

Großer Mut und starke Mentalität bei Sønderjyske

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Alexander Lyng und Sønderjyske befinden sich derzeit im Höhenflug.

Die Sønderjyske-Kicker sind derzeit nur schwer zu schlagen, meint Kapitän Tobias Sommer. Trainer Thomas Nørgaard hat viel Qualität in seiner Mannschaft gesehen, aber auch bemerkt, dass die Gegner immer häufiger davon sprechen, dass sie gegen Sønderjyske einen schlechten Tag haben.

Bei Sønderjyske werden die Siege noch mehr gefeiert als bei den meisten anderen Superliga-Klubs. Die Lautstärke war aber sogar noch einen Tick höher als sonst, als die Sønderjyske-Fußballer am Sonntagabend beim bisherigen Tabellenführer einen 1:2-Pausenrückstand in einen 3:2-Sieg umwandelten und AGF die erste Niederlage seit Juli zufügten.

AGF hatte über weite Strecken der ersten Halbzeit klar dominiert, nach dem Seitenwechsel war das Bild ein ganz anderes. 

Nicht mit einem Punkt zufrieden

„Wir waren gut. Punkt!“, so die Antwort von Tobias Sommer auf die Frage des „Nordschleswigers“, ob AGF jetzt schlecht oder Sønderjyske gut war. Der Sønderjyske-Kapitän wollte keine Rede davon hören, dass Sønderjyske nur gewonnen hätte, weil AGF abgebaut hätte.

„Wir sind derzeit nur schwer zu schlagen und es sagt einiges darüber aus, wie weit wir als Mannschaft gekommen sind, dass wir uns nach dem 2:2 beim Tabellenführer nicht mit einem Punkt zufrieden geben, sondern alle drei Punkte jagen, wenn das Spiel auf des Messers Schneide steht. Wir haben ein gutes Gefühl auf dem Platz, und es freut mich, dass wir den Mut haben“, so Tobias Sommer.

Nicht nur der Kapitän, sondern auch der Trainer freut sich über den guten Lauf von Sønderjyske, mit drei Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten fünf Superliga-Spielen, obwohl es in der ersten Halbzeit nach der ersten Niederlage seit Ende September aussah.

Sønderjyske-Kapitän Tobias Sommer freut sich mit Mads Agger über den Sieg in Aarhus.

„Ich habe gerade im Onside-Studio gehört, dass wir in der ersten Halbzeit nur Statisten waren. Da bin ich anderer Meinung. Wir haben gut begonnen, aber nachgelassen und sind dafür bestraft worden. Wir haben zur zweiten Halbzeit an einigen Stellschrauben gedreht und sind in diesen Punkten nicht herausgefordert worden. Das zeugt von der Qualität der Spieler, aber auch davon, was wir im Stab den Spielern mitgeben“, sagt Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Gegner mit schlechtem Tag gegen Sønderjyske

Nach dem Schlusspfiff wurde vielerorts mehr über den Leistungsabfall von AGF als über die Leistungssteigerung von Sønderjyske gesprochen.

„Für uns ist es ein wenig sekundär, ob der Gegner gut oder schlecht gespielt hat. Ich habe bemerkt, dass es häufiger der Fall ist, dass der Gegner einen schlechten Tag gehabt haben soll, wenn es gegen uns ging. Das nehmen wir gerne mit, solange wir unsere Leistung gebracht und Punkte gesammelt haben“, so der Sønderjyske-Trainer.

Der gute Lauf hat Sønderjyske erst einmal Tabellenplatz fünf eingebracht, doch es kann schnell wieder in die andere Richtung gehen.

Betretene Mienen beim entthronten Tabellenführer.

„Wir haben jetzt einen guten Abstand nach unten geschaffen und gehören zu einer Gruppe von vielen Mannschaften, in der alle die Arme ausstrecken und von der Top 6 träumen dürfen – und in dieser Gruppe bringen wir aktuell die besten Leistungen“, meint Thomas Nørgaard.

Seltener Sieg gegen Top-6-Team

Sønderjyske tat sich in jüngster Vergangenheit gegen die Top-6-Teams schwer.

„Die drei Punkte tun immer gut, bedeuten uns aber auch viel, wenn es gegen die Nummer eins oder andere Top-6-Teams ist. Wir haben in dieser Saison jetzt schon Nordsjælland, Brøndby und AGF geschlagen“, so Marcus Bundgaard zum „Nordschleswiger“, noch bevor der FC Nordsjælland mit der Niederlage gegen Brøndby aus den Top 6 rutschte.

Der Torwart freute sich darüber, wie sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage gestemmt hatte.

Marcus Bundgaard hielt bei der letzten Flanke den Ball und Magnus Jensen seinen Torwart fest.

„Es wäre einfach gewesen, bei einem Rückstand beim Tabellenführer das Handtuch in den Ring zu werfen, aber das spricht für die extreme spielerische und mentale Stärke, dass wir das noch drehen konnten. Wir sind eine wahnsinnig starke Gruppe, die zusammenhält“, meint Marcus Bundgaard, der bei beiden Gegentreffern eine bessere Figur hätte abgeben können, aber kurz vor dem Seitenwechsel mit einem spektakulären Reflex die Vorentscheidung verhinderte.

„Ich hatte das Gefühl, dass ich den Jungs noch etwas schuldete“, so der Torwart.