Fussball

Grandioser Sieg: Sønderjyske stürzt AGF von der Tabellenspitze

Veröffentlicht Geändert
Sønderjyske-Jubel nach dem Siegtreffer durch Mohamed Cherif.

Was für ein Statement der Sønderjyske-Fußballer, die erst von AGF an die Wand gespielt wurden, aber die mentale Stärke und die Qualität hatten, aus einem 1:2-Pausenrückstand einen 3:2-Sieg beim Tabellenführer zu machen.

Nach einem Heimspiel gegen Sønderjyske – diesen kleinen Klub aus dem Grenzland, der in Dänemark nur selten Beachtung findet – musste AGF die Tabellenführung abgeben. Da wird AGF wohl wieder schlecht gespielt haben...

Doch an diesem Sonntagabend in Aarhus reichte auch das Topniveau des bisherigen Tabellenführers nicht, um Sønderjyske ins Wanken zu bringen. Die Hellblauen wurden in den letzten 20 bis 25 Minuten der ersten Halbzeit von einer gut aufgelegten AGF-Mannschaft an die Wand gespielt, blieben aber im Spiel und drehten die Angelegenheit in der zweiten Halbzeit.

Sønderjyske drängte AGF nach hinten und machte am Ende verdient aus einem 1:2-Pausenrückstand einen 3:2-Sieg. Die erste Niederlage für AGF seit Juli!

Was für eine Mentalität und was für eine Stärke von Sønderjyske, AGF in der zweiten Halbzeit so schlecht aussehen zu lassen. Wer hier nur einen Leistungsabfall des Tabellenführers gesehen haben will, der hat keine Ahnung von Fußball.

Emotionen beim Schlusspfiff.

AGF war bis jetzt die Mannschaft der Stunde im dänischen Fußball, hatte sich mit einem beeindruckenden Lauf an die Tabellenspitze der Superliga katapultiert und war vor einer Woche auch für mindestens 70 Minuten die bessere Mannschaft im Topspiel gegen den FC Midtjylland.

Komisch, dass der seit Juli ungeschlagene AGF nur gegen Sønderjyske schlecht aussieht, und das auch im dritten Aufeinandertreffen innerhalb von vier Monaten.

Sowohl im Hinspiel als auch im Pokal-Achtelfinale war Sønderjyske länger die bessere Mannschaft gewesen als umgekehrt, und das war unterm Strich auch im Rückspiel der Fall.

Matthew Hoppe hatte mit seinem Abstaubertor in der 19. Minute Sønderjyske in Führung gebracht, zu dem Zeitpunkt gar nicht einmal so unverdient. In der ersten Hälfte der ersten Halbzeit wäre sogar ein zweiter Treffer drin gewesen, wenn Kristall Mani Ingason nicht leichtfertig eine Zwei-gegen-eins-Situation und Alexander Lyng nicht gleich zweimal durch eine schlechte Ballannahme eine Großchance vergeben hätten.

Matthew Hoppe und Kristall Mani Ingason gehörten zu den Torschützen.

Danach spielte aber nur noch AGF, zumindest bis zur Halbzeitpause. Die Aarhusianer waren drückend überlegen und hätten beim Seitenwechsel höher führen können, ja müssen.

Sønderjyske blieb im Spiel und konnte nach einigen Justierungen von Taktikfuchs Thomas Nørgaard immer mehr die Oberhand gewinnen. Und nach dem Ausgleich reichte den Gästen der eine Punkt nicht. 

Die Hellblauen spielten weiter nach vorne und auf Sieg. Sønderjyske wurde für den Mut belohnt und stürzte nach einem sehenswerten Angriff über Daniel Gretarsson, Olti Hyseni und Mohamed Cherif nicht nur AGF von der Tabellenspitze, sondern setzte den eigenen Lauf weiter fort und stärkte die Kandidatur für die Meisterschafts-Endrunde.

Patrick Mortensen und AGF konnten Sønderjyske nicht aufhalten.

Sønderjyske hat in der Superliga zuletzt drei Siege und zwei Unentschieden geholt und steht keineswegs unverdient auf Tabellenplatz fünf. Und das nicht nur, weil die Gegner immer gegen Sønderjyske unter ihrem Niveau bleiben.

 

AGF - Sønderjyske (2:1) 2:3

0:1 Matthew Hoppe (19.), 1:1 Patrick Mortensen (27.), 2:1 Kristian Arnstad (44.), 2:2 Kristall Mani Ingason (59.), 2:3 Mohamed Cherif (80.)

AGF: Jesper Hansen – Emil Beijmo, Henrik Dalsgaard, Eric Kahl – Rasmus Carstensen (68. Frederik Emmery), Nicolai Poulsen (77.: Markus Solbakken), Kevin Yakob (77.: Stefen Tchamche), Gift Links (90.: Sebastian Jørgensen) – Kristian Arnstad, Patrick Mortensen, Tobias Bech (90.: Tomas Krisjansson).

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Simon Wæver (62.: Tobias Klysner), Maxime Soulas, Magnus Jensen, Daniel Gretarsson – Tobias Sommer, Andreas Oggesen, Kristall Mani Ingason (75.: Ebube Duru) – Mads Agger (75.: Olti Hyseni), Matthew Hoppe (75.: Mohamed Cherif), Alexander Lyng (84.: Lirim Qamili).

Gelbe Karten: Kristian Arnstad – Matthew Hoppe.

Schiedsrichter: Aydin Uslu. VAR-Schiedsrichter: Sandi Putros.

Zuschauer: 7.683.