Eishockey

Final-Four-Teilnahme rückt für Sønderjyske in weite Ferne

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Nicolas Werbik verkürzte auf 2:3, doch am Ende reichte es nicht.

Der Kampf um den ersten Titel der Saison wird mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Sønderjyske stattfinden. Grund ist eine eklatante Heimschwäche in der laufenden Saison.

2024 wurden die Eishockeyspieler von Sønderjyske dänischer Pokalsieger, 2025 wurde ihnen der Finaleinzug durch eine böse Fehlentscheidung der Schiedsrichter geklaut, doch 2026 werden die Hellblauen aller Voraussicht nach beim Final-Four-Turnier fehlen. Und zwar selbstverschuldet.

Eine eklatante Heimschwäche hat die Final-Four-Teilnahme in weite Ferne rücken lassen. Nach dem Heimsieg in der Saisonpremiere gegen Frederikshavn hat Sønderjyske fünf Heimspiele in Folge verloren: 2:4 gegen Odense, 2:3 gegen Herlev, 1:4 gegen Herning, 1:3 gegen Esbjerg und am Freitagabend vor 2.773 Zuschauerinnen und Zuschauern in Woyens mit 2:5 gegen die Aalborg Pirates.

Intensität fehlte

„Ich habe keine Erklärung dafür, aber das ist einfach schlecht. Das ist meine ehrliche Antwort. Unsere Arena muss unsere Festung sein, die anderen Mannschaften müssen wissen, dass es weh tut, wenn sie hierher kommen, aber diese DNA haben wir nicht mit rüber in die neue Saison genommen“, sagt Sønderjyske-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Die Hellblauen regten sich über zahlreiche Fehlentscheidungen der schwachen Schiedsrichter auf, einige davon führten zu Gegentoren, doch sie müssen sich in erster Linie an die eigene Nase fassen. Das war zu wenig, was Sønderjyske aufs Eis legte.

„Wir haben uns nach einem schlechten Start ohne Intensität ins Spiel gekämpft, aber nach dem zweiten Gegentor die Puste verloren. Das große Thema ist aber die fehlende Intensität. Es hat an Körpereinsatz gefehlt, und so hat sich Aalborg zu leicht hinten rausspielen können“, ärgert sich der Trainer. 

Keine Ausrutscher mehr erlaubt

Die vier Final-Four-Teilnehmer werden nach dem 16. Spieltag am 2. November ermittelt. Sønderjyske darf sich aus den nächsten vier Spielen kaum noch Punktverluste erlauben und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Herning (11 Spiele/30 Punkte) führt die Tabelle vor Herlev (11 Spiele/29 Punkte), Esbjerg (11 Spiele/17 Punkte), Aalborg (12 Spiele/16 Punkte), Odense (10 Spiele/15 Punkte), Sønderjyske (12 Spiele/14 Punkte), Rungsted (12 Spiele/12 Punkte), Frederikshavn (11 Spiele/11 Punkte) und Rødovre (12 Spiele/9 Punkte) an.

„Wir werden alles tun, um beim Final Four dabei zu sein, aber wir müssen mit dieser Mannschaft Geduld haben. Wir haben viele junge Spieler, die in größere Rollen wachsen müssen“, so Casper Stockfisch.

Sønderjyske spielt noch gegen Frederikshavn (A), Rødovre (H), Herning (A) und Rungsted (H).

 

Sønderjyske - Aalborg Pirates (1:1,1:2,0:2) 2:5

0:1 Anthony Salinitri (0:48), 1:1 Rasmus Lyø (13:33/Ass.: Angelo Miceli, Christian Thunbo), 1:2 Eric Engstrand (26:12), 1:3 Eric Engstrand (36:54/5 gegen 4), 2:3 Nicolas Werbik (38:05/Ass.: Angelo Miceli/5 gegen 4), 2:4 Kobe Walker (45:23/5 gegen 4), 2:5 Julian Jakobsen (59:16/4 gegen 5).

Zeitstrafen: Sønderjyske 4x2 – Aalborg 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Andreas Weise Krøyer/René Jensen. Zuschauer: 2.776.