Eishockey

1,5 Millionen Kronen fehlen – SønderjyskE bittet um helfende Hand

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Nach dem Titelgewinn im Vorjahr sind die Eishockeyspieler von SønderjyskE in der noch laufenden Saison im Viertelfinale gescheitert.

Die Verantwortlichen von SønderjyskE Ishockey sprechen mittlerweile offen über eine Zukunft auf eigenen Beinen, sind aber mit dem finanziellen Fundament noch nicht am Ziel. Es werden weitere Investoren gesucht.

Ungewissheit über die Zukunft von SønderjyskE Ishockey hat es seit Januar gegeben, seit dem schlechtesten Ergebnis der Vereinsgeschichte. Das Haushaltsjahr 2023/24 wurde mit einem Minus von 2,575 Millionen Kronen nach Steuern abgeschlossen, das Eigenkapital war mehr als futsch.

Die Existenz sei nicht bedroht, wurde mehrmals versichert und noch einmal wiederholt, als die Verantwortlichen von SønderjyskE Ishockey am späten Donnerstagnachmittag vor einem größeren Kreis von Sponsoren über den Stand der Dinge beim dänischen Eishockeymeister von 2024 informierten.

Lösung ist nicht weit weg

„Wir reden hier etwas provokativ über die Rettung des Eishockeysports im Landesteil. Wir hatten zuletzt finanzielle Herausforderungen und stehen kurz davor, eine Lösung gefunden zu haben, aber wir sind noch nicht am Ziel. Ich würde jedoch so weit gehen, dass ich verspreche, dass nach den Sommerferien hier weiter Eishockey gespielt wird“, sagte Vorstandsvorsitzender Kjeld Breum Søberg.

Direktor Klaus Rasmussen hatte im Januar von Zusagen einer lokalen Investorengruppe und einer Kapitalzufuhr gesprochen, doch das Eigenkapital ist noch nicht wieder hergestellt worden.

„Das Eigenkapital muss für die Erfüllung der Lizenzforderungen positiv sein. Das müssen wir in den Griff bekommen, hier ist es fünf vor zwölf. Wir sprechen über hohe Summen, auch höher als wir erwartet hatten. Es fehlen um die 1,5 Millionen Kronen. Das können wir schaffen, aber wir bitten dabei auch um eine helfende Hand“, so der Vorstandsvorsitzende.

Historischer Tag nach 21 gemeinsamen Jahren

Vier Investoren haben sich bereits gemeldet. Dies sind Kjeld Breum Søberg von VVS Søberg und Jesper Chrestensen vom Bauunternehmen Otto Chrestensen sowie zwei namentlich nicht genannte Investoren, von denen nur die Unterschrift fehlt.

„Wir hätten gerne zwei Investoren mehr an Bord, aber im Grunde sind wir bereit, eine Absprache mit Sønderjysk Elitesport zu erzielen, dass SønderjyskE Ishockey in neue Hände übergeht“, so Kjeld Breum Søberg.

„Es ist schon ein historischer Tag. Nach einer SønderjyskE-Zeit mit 21 gemeinsamen Jahren, mit vier Mannschaften, stehen wir jetzt in einer neuen Situation. Wir können mit Stolz zurückblicken. Wir haben ohne zeitgemäße Spielstätten, ohne Geld und ohne Ergebnisse begonnen, jetzt stehen wir mit vier Liga-Teams in Nordschleswig und mit fantastischen Arenen da. Wenn einige sich ärgern sollten, dass wir jetzt ein neues Gesicht bekommen, kann ich nur sagen, dass die Reise nicht vergeblich gewesen ist“, ergänzt Direktor Klaus Rasmussen.

Spielerverträge abgeschlossen

SønderjyskE Ishockey wird nun den nächsten Schritt machen, braucht aber noch Geld. Eine Kapitalzufuhr soll „Ishockeyens Venner“ herbeiführen. Unter der Leitung von Ex-Bürgermeister H.P. Geil hat man sich ein Ziel von 1,5 Millionen Kronen gesteckt.

Um die Lizenz für die kommende Saison zu bekommen, muss das Eigenkapital zum 1. Mai positiv sein. Die Aussichten stehen aber offenbar so gut, dass SønderjyskE schon vor einiger Zeit grünes Licht vom Verband bekommen hat, Spielerverträge abzuschließen.

Torwart Thomas Lillie, Verteidiger Victor Schmidt Nielsen und der italienische Nationalstürmer mit kanadischen Wurzeln, Angelo Miceli, sind am Donnerstag als Neuzugänge vorgestellt worden.

Verträge für die kommende Saison haben auch Joseph Jonsson, Gustav Nielsen, Oskar Drugge, Nikolaj Krag-Christensen, Jacob Schmidt-Svejstrup, Oscar Schulze, Rasmus Lyø, Mathias Borring Hansen, Mathias Kløve Mogensen, Oliver Nielsen, Elias Borup und Peter B. Truelsen.