Mobilität

Stärkung des Radverkehrs: Allianz soll weitere zwei Jahre bestehen

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Rennrad
Sichere Fahrradinfrastruktur gibt es im ländlichen Raum Nordschleswigs lange nicht überall.

Eine Initiative der Region Süddänemark, den Fahrradverkehr im Landesteil zu stärken, ist nach zwei Jahren ausgelaufen. Doch es gibt den Wunsch, die interkommunale Zusammenarbeit weiterzuführen. Denn die Arbeitsgemeinschaft „Fahrradallianz Süd“ hat noch einige Vorhaben auf der Liste.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Menschen in Dänemark immer seltener aufs Fahrrad gesetzt, sondern dem Auto den Vorzug gegeben. Die Region Süddänemark wollte daher mehr Menschen aufs Rad bringen und hatte im Juni 2021 eine Initiative für mehr Radverkehr ins Leben gerufen. Diese war zunächst auf zwei Jahre angesetzt und läuft nun aus. Nun gibt es den Wunsch, die Arbeitsgemeinschaft „Fahrradallianz Süd“ (Cykelalliance Syd) für die kommenden zwei Jahre bis 2026 zu verlängern.

Der Ausschuss für regionale Entwicklung der Region Süddänemark hat zugestimmt, die gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen der „Fahrradallianz Süd“ fortzusetzen und empfiehlt dem Regionsrat daher, die Partnerschaftserklärung für die Jahre 2025 und 2026 zu verlängern und die Allianz für das Jahr 2025 mit 100.000 Kronen zusätzlich für die Arbeit zu unterstützen.

Stärkung des Radverkehrs

Die Fortsetzung der Arbeit der Allianz sei ein breiter Wunsch, heißt es in dem Resümee des Ausschusses. Sowohl die Verwaltung in der Region als auch die Kommunen seien nach einer Auswertung der Meinung, dass die Zusammenarbeit im Bereich des Radverkehrs gestärkt wurde und dass die Allianz einen Mehrwert für die Radverkehrsförderung in Südjütland darstellt. Es wird erwartet, dass alle 12 Kommunen, also auch die vier Kommunen Nordschleswigs, die Verlängerung der Partnerschaftserklärung vor Ende Januar 2025 unterzeichnen werden.

Korridorkarte mit Radwegenetz

Zum Hintergrund

Am 21. Juni 2021 hatte der Regionsrat 1,6 Millionen Kronen für die Initiative „Flere syddanskere på cyklen“ bereitgestellt. Mit dem Geld wurde die interkommunale Radfahrendenkooperation „Cykelalliance Syd“ gegründet, und die Region Süddänemark und die Kommunen Südjütlands und Nordschleswigs haben eine Partnerschaftserklärung für die Zusammenarbeit für den Zeitraum 2022 bis 2024 unterzeichnet. Die Teilnehmenden der „Cykelalliance Syd“ sind Fahrradplanerinnen und -planer aus den Kommunen in Südjütland und Nordschleswig sowie ein Radverkehrsexperte aus dem Mobilitätsteam der Region.

Die Allianz hat zum Ziel, den Radverkehr in der Region zu fördern, sodass Menschen mehr Kurz- und Mittelstrecken mit dem Fahrrad oder E-Bike zurücklegen. Dies soll sowohl dem Klimaschutz als auch der öffentlichen Gesundheit, der Wirtschaft und dem städtischen Lebensumfeld zugutekommen. Neben der „Cykelalliance Syd“ in Südjütland gibt es auch die Allianz „Cykelforum Fyn“ auf Fünen, wo die Region mit Kommunen und subregionalen Einheiten bei der Radverkehrsförderung zusammenarbeitet.

Ziele der Allianz sind der Ausbau und die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur, die Einrichtung von Radverkehrsanlagen zur Unterstützung der Radverkehrsförderung und die Beeinflussung des Verhaltens, um die Bürgerinnen und Bürger der Region dazu zu bewegen, öfter aufs Rad zu steigen.

Bei halbjährlichen Netzwerktreffen kommen Regionen und Kommunen zusammen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und über gemeinsame Projekte zu diskutieren. Die Parteien in der „Fahrradallianz Süd“ haben gemeinsame Analysen sowie Wissens- und Datenbasen erstellt und im Frühjahr 2024 eine gemeinsame Radverkehrskampagne durchgeführt.

Als Nächstes will das Bündnis eine gemeinsame Korridorkarte mit einer Vision für ein zusammenhängendes Netz von Radverkehrsinfrastruktur in ganz Südjütland initiieren.

Darin soll eine Klassifizierung der Wegetypen bzw. der Radinfrastruktur vorgenommen werden und der Bestand, anstehende Radwegeprojekte sowie der Unterhaltungszustand und die Nutzung einfließen.

Erfahrungsaustausch und bessere Koordination

Als Stärken der Zusammenarbeit wurden verbesserte Bedingungen für professionelles Sparring und Erfahrungsaustausch angeführt. Außerdem sei so der Rahmen für Integration und Koordination von Maßnahmen über Kommunengrenzen hinweg gegeben. Der Ausschuss erwähnt auch einen Zuwachs an Fachwissen und die Möglichkeit, mehr Ressourcen zu mobilisieren.

Zwar wurde keine Klimabewertung vorgenommen, der Ausschuss für regionale Entwicklung weist aber darauf hin, dass die Partnerschaft einen wichtigen Beitrag zur Förderung eines umweltfreundlicheren Verkehrs leiste und somit zur Verringerung der CO2-Emissionen beitrage.