Mobilität

Fahrradallianz in Süddänemark kann weiter arbeiten

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Auto vs Fahrrad
Sichere Fahrradinfrastruktur gibt es in Nordschleswig lange nicht überall.

Eine Initiative der Region Süddänemark, den Fahrradverkehr im Landesteil zu stärken, war nach zwei Jahren ausgelaufen. Der Regionsrat hat nun beschlossen, die interkommunale Zusammenarbeit weiterzuführen. Die Arbeitsgemeinschaft „Fahrradallianz Süd“ bekommt dafür 100.000 Kronen.

Der Regionsrat hat auf seiner Sitzung am 27. Januar beschlossen, dass die Region Süddänemark das interkommunale Netzwerk „Fahrradallianz Süd“ (Cykelalliance Syd) weiter mit Leben füllen kann. Die Zusammenarbeit der Kommunen der Region hat zum Ziel, das Radfahren zu fördern und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass mehr Menschen aufs Rad steigen. Das Gremium bewilligte hierfür eine Finanzierung von 100.000 Kronen für das Jahr 2025. Das geht aus einer Pressemeldung hervor.

Fahrradkampagnen wie „Cykl Nu Bare“ (Fahr einfach Rad) aus dem Jahr 2024, die mit Humor und Augenzwinkern all die schlechten Ausreden für das Nicht-Radfahren aufs Korn genommen hatte, und andere gemeinsame Initiativen, die darauf abzielen, mehr Menschen auf das Fahrrad zu bringen, veranlassten den Regionalrat zu dieser Entscheidung.

Michael Nielsen (Konservative), Ausschussvorsitzender für regionale Entwicklung in der Region Süddänemark, sagt: „Menschen, die in Süddänemark auf das Rad steigen, tun nicht nur etwas Gutes für sich selbst, sondern auch für das Klima, die öffentliche Gesundheit und die Überlastung der Straßen.“ Leider zeigten Daten, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger im Landesteil ihre Fahrräder im Schuppen stehen lassen.

Großes Potenzial

„Wir fahren mehr mit dem Auto und weniger mit dem Rad. Deshalb gibt es für uns und die Kommunen in Südjütland allen Grund, gemeinsam daran zu arbeiten, dass mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen.“ Die Fahrradallianz Süd bedeute einen Mehrwert für die Radverkehrsförderung.

Laut Nielsen bestehe großes Potenzial. Fakten zeigen, dass fast 50 Prozent der Menschen in Süddänemark weniger als 10 Kilometer zur Arbeit pendeln und etwa 30 Prozent weniger als 5 Kilometer Wegstrecke zur Arbeit haben. Die Zahlen zeigen auch, dass 38 Prozent aller Autofahrten in der Region Süddänemark weniger als 5 Kilometer betragen.

Die nächste Initiative, an der die Fahrradallianz arbeitet, ist eine Karte mit einem zusammenhängenden Netz von Radwegen in den Kommunen Südjütlands. Die Karte wird die Grundlage für die künftige Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur bilden und eine koordinierte Arbeit in den Kommunen gewährleisten.

Die Fahrradallianz Süd wurde 2022 gegründet und besteht aus den zwölf Kommunen in Südjütland und der Region. Die Region Süddänemark ist der Koordinator der Zusammenarbeit.

Zum Hintergrund

Am 21. Juni 2021 hatte der Regionsrat 1,6 Millionen Kronen für die Initiative „Flere syddanskere på cyklen“ bereitgestellt. Mit dem Geld wurde die interkommunale Radfahrendenkooperation „Cykelalliance Syd“ gegründet, und die Region Süddänemark und die Kommunen Südjütlands und Nordschleswigs haben eine Partnerschaftserklärung für die Zusammenarbeit für den Zeitraum 2022 bis 2024 unterzeichnet. Die Teilnehmenden der „Cykelalliance Syd“ sind Fahrradplanerinnen und -planer aus den Kommunen in Südjütland und Nordschleswig sowie ein Radverkehrsexperte aus dem Mobilitätsteam der Region.

Die Allianz hat zum Ziel, den Radverkehr in der Region zu fördern, sodass Menschen mehr Kurz- und Mittelstrecken mit dem Fahrrad oder E-Bike zurücklegen. Dies soll sowohl dem Klimaschutz als auch der öffentlichen Gesundheit, der Wirtschaft und dem städtischen Lebensumfeld zugutekommen. Neben der „Cykelalliance Syd“ in Südjütland gibt es auch die Allianz „Cykelforum Fyn“ auf Fünen, wo die Region mit Kommunen und subregionalen Einheiten bei der Radverkehrsförderung zusammenarbeitet.