Sturmfolgen

Wind und Wellen beschädigen Strandpromenade in Sonderburg erneut

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Aufgerissene Pflastersteine und verschobene Kantsteine – die Strandpromenade in Sonderburg zeigt die Spuren des Sturms.

Rund 100 Meter der beliebten Küstenanlage in Sonderburg wurden am Freitag stark in Mitleidenschaft gezogen. Schon in den vergangenen Jahren hatte das Wetter immer wieder Schäden verursacht. Die Kommune plant umfangreiche Reparaturen und Schutzmaßnahmen, um zukünftige Zerstörungen zu verhindern.

Ein etwa 100 Meter langer Abschnitt der Strandpromenade in Sonderburg (Sønderborg) wurde am Freitag durch starke Winde und hohe Wellen beschädigt, teilt die Kommune mit. Besonders betroffen ist die Belagsfläche: Das Wasser riss zahlreiche Pflastersteine  aus dem Verbund heraus und lockerte zudem einige der sogenannten Granithammer – womit die  großen Kantsteine zur Sicherung gegen Wellenschlag gemeint sind. 

Wiederkehrende Wetterprobleme

Die Promenade, die 2017 eingeweiht wurde, ist nicht zum ersten Mal Opfer von Sturm und Wellengang geworden. Bereits 2018 wurden knapp 200 Meter zerstört, auch in den Jahren 2023, Oktober 2024 und Januar 2025 traten Schäden auf. 

„Leider konnten wir in den Haushaltsverhandlungen des vergangenen Jahres nicht die Mittel bereitstellen, die notwendig wären, um die Strandpromenade dauerhaft zu sichern. Damit haben wir auch die Risiken für Schäden akzeptiert, bis eine dauerhafte Lösung umgesetzt wird“, sagt Kirsten Bachmann, Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, ländliche Gebiete und Infrastruktur laut einer Pressemitteilung der Kommune.

„Ich bin weiterhin der Ansicht, dass der Ausschuss im vergangenen Jahr eine gute Lösung vorgeschlagen hat, die das schöne Stadtbild am Hafen bewahrt und gleichzeitig die Promenade widerstandsfähiger gegenüber extremem Wetter macht. Bis wir eine dauerhafte Lösung haben, sichern wir die Promenade vorläufig mit Gummiplatten“, fügt Bachmann hinzu.

Die Kommune Sonderburg hat am Sonnabend mit den Aufräumarbeiten begonnen. In der kommenden Woche starten Planung und Umsetzung der Reparaturen. 

Schutzmaßnahmen vorgesehen

Bereits im Juni 2025 hatte das Technik-, Bau- und Wohnungswesen der Kommune ein Schutzkonzept genehmigt: Die Pflasterfugen sollen erneuert und die Granithammer-Steine durch höhere Quader ersetzt werden, die zudem leicht zur Wasserseite hin geneigt werden, damit aufprallende Wellen zurück ins Meer abgeleitet werden. Die Elemente werden zusätzlich mit Stahl in der Stützmauer verankert. 

Sowohl die Verstärkung des Belags als auch der Austausch der Granithammer-Steine erfolgen auf dem besonders exponierten 240-Meter-Abschnitt nahe des Winterbadeklubs. Die Kosten für die Arbeiten werden auf zwei bis drei Millionen Kronen geschätzt.