Deutsche Minderheit

Auch Erwin Andresen setzt auf Lösungen für den Erhalt der Einrichtungen in Rapstedt

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Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei wurde von der Empfehlung, kleine deutsche Einrichtungen, darunter Rapstedt, zu schließen, überrascht.

Der SP-Politiker würde ein Aus von Schule und Kindergarten in Rapstedt und auch Lunden bedauern und ist wie sein Stadtratskollege Kurt Asmussen bereit, sich aktiv für das Fortbestehen einzusetzen.

Die vom Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) ins Spiel gebrachte Schließung der deutschen Einrichtungen in Rapstedt und Lunden hat auch beim Abenrader Stadtratspolitiker Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei Sorgenfalten ausgelöst.

„Die SP hat sich politisch immer für die Entwicklung des ländlichen Raumes eingesetzt, nicht nur wenn es sich um unsere eigenen Institutionen und Vereine gehandelt hat. Ich freue mich über den Kampfgeist in Rapstedt, sich für den Erhalt der Institutionen einzusetzen und mit einer tragfähigen Lösung zu arbeiten. Die positive Unterstützung des Bürgervereins hat in diesem Zusammenhang auch eine wesentliche Bedeutung“, so die Aussage des Politikers aus Uk (Uge).

Über den Prozess verwundert

„Ich war sehr überrascht, als ich die Meldung hörte, und habe mich über den Prozess gewundert. Man kommt mit einer Empfehlung, ohne dass man, meines Wissens, die direkt Betroffenen und – hier denke ich vor allem an die Eltern der Schule und des Kindergartens – vorher einbezogen hat.“

Andresen sieht das Motto der SP Apenrade „kurze Beine, kurze Wege“ durch die aktuelle Entwicklung außer Acht gelassen: „Unsere Politik hat ihren Ursprung in der Struktur der Minderheit. Im ländlichen Raum haben wir weniger Kinder in unseren Institutionen, weshalb diese auch teurer zu betreiben sind. Diese Mehrkosten werden aus meiner Sicht auch vom Staat anerkannt, vor allem in der Förderung unserer Schulen. Unsere kleinen Kinder sollen nicht lange Strecken fahren, um betreut zu werden oder zur Schule zu gehen. Dieses Prinzip ist auch in der Schulstruktur der Kommune Apenrade eingearbeitet.“

Die SP hat sich politisch immer für die Entwicklung des ländlichen Raumes eingesetzt, nicht nur wenn es sich um unsere eigenen Institutionen und Vereine gehandelt hat.

Erwin Andresen

Unterstützung anbieten

Was gedenke er in der Angelegenheit zu tun, so auch die Frage an Erwin Andresen. 

„Ich unterstütze gerne die Arbeit, die im Moment vor Ort geleistet wird, und es wäre an der Zeit, dass sich der DSSV, der BDN und die SP zusammensetzen, um gemeinsam zu beraten, welche alternativen Modelle es in den Kommunen Apenrade und auch in Sonderburg geben könnte, um unsere Standorte zu bewahren.“

„In Apenrade haben wir von der SP schon viel für unsere Schulen erreicht – Zuschüsse für den Dänischunterricht von Zuzüglerkindern und jetzt auch Zuschüsse für die Nutzung der Sportstätten für alle Schulen in der Kommune. Die Kommune darf den laufenden Betrieb unserer Schulen nicht unterstützen. Dies kann meines Erachtens auch nicht im Interesse der Minderheit sein. Dort, wo weitere Unterstützung der Kommune für den Erhalt unserer Institutionen aber möglich ist, werden wir uns politisch einsetzen“, sagt Andresen und schlägt damit in die selbe Kerbe wie sein Stadtratskollege Kurt Asmussen aus Pepersmark (Pebersmark), der die Rückendeckung für Rapstedt ähnlich formuliert.