Familie

Waldkindergarten Feldstedt: Erstes Herbstfest seit Fusion mit Wilsbek

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Für ihre Aufführung beim Herbstfest haben sich die Kinder Hexenbesen bebastelt.

Rund 18 Kinder und ihre Familien feierten vergangene Woche ihr Herbstfest im Waldkindergarten in Feldstedt. Das erste seit der Zusammenlegung mit dem mittlerweile geschlossenen Kindergarten in Wilsbek. Wie die neuen Kinder – auch aus Deutschland – angekommen sind und was diese Woche mit den bunten Erntedank-Gaben passiert.

In der Luft liegt der Rauch vom Lagerfeuer, als die Kinder zu fröhlicher Musik auf selbst gemachten Hexenbesen eine Aufführung für ihre Familien darbieten: Es ist Herbstfest im weitläufigen Waldkindergarten in Feldstedt (Felsted). 

Die Stimmung ist entspannt. Einige Kinder sitzen am schwelenden Feuer oder an kleinen Tischchen, essen Waffeln oder Kürbissuppe. Andere toben auf der Schaukel oder klettern. Ihre Eltern stehen in Grüppchen zusammen und schnacken.

In diesem Jahr gibt es einige Neuzugänge. Zu ihnen zählt auch der vierjährige Lio. Er ist mit seinen beiden Geschwistern und seinen Eltern aus dem Schwarzwald nach Apenrade gezogen. 

Die dänische Lebensfreude und, dass Familie eine höhere Priorität hat, das hat uns hergezogen.

Matthias

„Uns hat die dänische Lebensfreude hergezogen und dass Familie hier eine höhere Priorität hat“, sagt Lios Vater Matthias. Er und seine Familie seien herzlich aufgenommen worden, erzählt der weiter. „Es ist das Gesamtkonzept, das uns überzeugt hat“, sagt Matthias. 

Außer Lio sind diesen Sommer noch fünf weitere Kinder nach Feldstedt gekommen: weil der Kindergarten in Wilsbek (Vilsbæk) geschlossen wurde, wie Leiterin Nina Wickerath sagt. Daher beschäftigt sie hier auch die aktuelle Diskussion darüber, dass deutsche Schulen und Kindergärten in Rapstedt (Ravsted) und Lunden geschlossen werden sollen.

Der vierjährige Lio ist gut im Waldkindergarten in Feldstedt angekommen.

„Es bewegt uns, wir sprechen darüber, haben aber trotzdem einen normalen Alltag und wollen optimistisch bleiben“, sagt Nina Wickerath.

Eine der Neuzugänge aus Wilsbek ist die drei Jahre alte Lilly. Es habe eine Weile gedauert, aber nun sei sie recht gerne hier, erzählt ihre Mutter Sarah. Neben den fünf Kindern ist auch eine Erzieherin aus Wilsbek nach Feldstedt gewechselt. 

Die dreijährige Lilly, hier mit ihren Eltern Sarah und Karsten sowie Oma Hannah, ist aus Wilsbek in den Kindergarten nach Feldstedt gekommen.

Für die 18 Kinder wird das Herbstfest jetzt ein Stück weit fortgesetzt: Aus den bunten Erntedank-Gaben, die sie Woche bekommen haben, wollen sie in dieser Woche kochen. Außerdem steht Apfelsaftpressen auf dem Programm. 

Und auch für das nächste Jahr gibt es schon Pläne, wie Leiterin Nina Wickerath erzählt: Sie wollen den Spielplatz umgestalten und den Wald schöner machen. 

Tenna (4, links im Bild) und Lilly (3) sind gespannt, was mit diesen bunten Gaben passieren soll.

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Beim Herbstfest gab es, neben den üblichen Getränken, auch eine duftende Kürbissuppe.
Für das Kindergartenfest hatte Tennas (Mitte) Tante Janni ein Outfit in herbstlichen Farben gewählt. Links im Bild: Lilly.