Tourismus

Verbot: Schluss mit dem Autocamper-Paradies an der Sundgade

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Das eine Wohnmobil neben dem anderen: Seit der Begrenzung vor dem Schloss wurde die Sundgade noch beliebter.

Die kostenlose Übernachtungsmöglichkeit für Wohnmobil-Fans mit Blick zum Sonderburger Schloss ist vorbei. Jetzt müssen sich die Urlauberinnen und Urlauber aus Dänemark oder dem Ausland am Verdens Ende oder unter der Alsensundbrücke niederlassen – oder einen Platz in den dafür vorgesehenen Parkmöglichkeiten buchen.

Seit Jahren haben sich Einwohnerinnen und Einwohner über die vielen Wohnmobilistinnen und -mobilisten vor dem Sonderburger Schloss, und der Sundgade aufgeregt. Immer mehr mobile Gäste haben sich so auf den öffentlichen Parkplätzen bei einer erstklassigen Aussicht direkt hinaus auf das Wasser eine kostenlose Übernachtung mitten in unmittelbar zentraler Lage in ihrem Wohnmobil gesichert. Damit ist nun Schluss. Fünf Schilder weisen darauf hin, dass die Wohnmobile dort höchstens vier Stunden stehen dürfen.

Sonderburg und Umgebung verfügen über diverse Parkmöglichkeiten, gerade für diese großen Fahrzeuge der Urlaubsgäste. Es ist nur ein Aber dabei: Wer einen Platz mietet, muss dafür zahlen.

Erst am Schloss, dann in der Sundgade

Auch in der Sundgade gilt nun die Parkbegrenzung von höchstens vier Stunden.

Erst wurde im April das Parkareal am Schlosskai vor dem Sonderburger Schloss mit einer Parkbegrenzung auf maximal vier Stunden beschildert. Im August wurde vom Ausschuss für Technik, Umwelt und Wohnen ein dementsprechendes Verbot für die Sundgade beschlossen.

Nun ist auch das Parkgelände vom Restaurant Sundhalle bis zum Kunstwerk an der Sundgade kein Dauerplatz für Sonderburg-Fans mehr. Für die Ausschussvorsitzende Kirsten Bachmann war der Beschluss notwendig: „Mich haben mehrere Bewohnende angerufen, weil die Wohnmobilisten unter anderem Abfall und Essensreste hinterlassen haben.“  

Die Wohnmobilpark-Besitzer Soren Ejsenhardt und Mette Møller versuchen seit August, ihren Park auf dem früheren Del-Pin-Grundstück zu verkaufen. Nicht, weil das zwei Jahre alte Unternehmen unrentabel ist, sondern aus Altersgründen. Soren Ejsenhardt ist 70, Mette Møller 65 Jahre alt. Für Ejsenhardt ist die Begrenzung an der Sundgade eine positive Entwicklung. 

Ich muss aber auch hervorheben, dass eine Parkbegrenzung von vier Stunden für die Wohnmobile auch für Verdens Ende und unter der Alsensundbrücke gelten müsste.

Soren Ejsenhardt

„Ich muss aber auch hervorheben, dass eine Parkbegrenzung von vier Stunden für die Wohnmobile auch bei Verdens Ende und unter der Alsensundbrücke eingeführt werden müsste“, so Ejsenhardt. Sonst nützt das jüngste Verbot an der Sundgade, seiner Ansicht nach, nur wenig.

Das ist für die Politikerin Kirsten Bachmann keine Lösung. Diese beiden Parkmöglichkeiten außerhalb der Stadtmitte bleiben ohne Zeitbegrenzung – auch für Wohnmobile.

Hier dürfen Wohnmobilisten parken:

Sønderborg Autocamper Park (60 Plätze) – onlinebooking.camp/kbhautocamperpark?lang

Sønderborg Lystbådehavn (30 Plätze) – www.soenderborg-lystbbadehavn.dk/er-du-autocamper 

Augustenhof Strandcamping – www. www.augustenhof-camping.dk/priser/

Autocamperplads Broager in Broacker – broagerstrandcamping.dk/autocamperplads.aspx

Ein Blick von der Langbrogade zum Schloss am frühen Montagmorgen: kein einziges Wohnmobil steht mehr auf dem Platz