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Prinz Joachim tritt als Verteidigungsattaché zurück

Prinz Joachim tritt als Verteidigungsattaché zurück

Prinz Joachim tritt als Verteidigungsattaché zurück

ritzau/Marle Liebert/Brigitta Lassen(415239)
Paris
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Prinz Joachim mit seiner zweiten Frau Prinzessin Marie und seinen vier Kindern, die bis zum Jahreswechsel ihren Titel tragen dürfen. Von links: Prinz Felix, Prinzessin Marie, Prinz Joachim, Prinzessin Athena, Prinz Henrik und Prinz Nikolai. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

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Im dänischen Königshaus herrscht dicke Luft, nachdem Königin Margrethe mitgeteilt hat, dass die vier Kinder von Prinz Joachim nicht mehr den Titel als Prinzessin beziehungsweise Prinz tragen werden. Ihr Vater und ihre Mütter Marie sowie Joachims erste Ehefrau Alexandra haben Kritik geübt und ihren Unmut auch öffentlich kund getan.

Prinz Joachim wird seinen Posten als Verteidigungsattaché in der dänischen Botschaft in Paris aufgeben, wenn sein Vertrag im Sommer ausläuft. Danach werden er und Prinzessin Marie aus Frankreich umziehen.

Das teilte er in einem Exklusivinterview gegenüber „Billed-Bladet“ mit. „Es ist ein toller Job, aber im Sommer höre ich hier auf.“ Der 53-jährige Prinz trat das Amt des Verteidigungsattachés im September 2020 an. Der Vertrag hatte eine Laufzeit von drei Jahren mit der Möglichkeit der Verlängerung und läuft somit im Sommer 2023 aus.

Prinzessin Marie ist auch an der dänischen Botschaft in der französischen Hauptstadt tätig. Seit Oktober letzten Jahres ist sie Sonderkulturbeauftragte in der Kulturabteilung.

Es wird vermutet, dass ihre Entscheidung mit der Mitteilung von Königin Margrethe zusammenhängt, die Ende September erklärt hatte, dass Joachims vier Kinder aus erster und zweiter Ehe auf ihre Titel verzichten müssen. Sowohl Gräfin Alexandra, mit der der jüngste Sohn der Königin bis 2004 verheiratet war, als auch ihrer früherer Mann haben öffentlich heftige Kritik geübt.

Prinzessin Marie und Prinz Joachim haben zeitweise Schloss Schackenborg in Mögeltondern (Møgeltønder) bewohnt, bis sie vor acht Jahren entschieden, nach Seeland umzuziehen. Daraufhin wurde eine Stiftung gegründet, in der das Prinzenpaar mit den Firmen Lego, Danfoss und Ecco vertreten sind. Das Prinzenpaar ist Schirmherr der gemeinnützigen und gewerbsmäßig tätigen Stiftung.

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