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FC Midtjylland für SønderjyskE eine Nummer zu groß

FC Midtjylland für SønderjyskE eine Nummer zu groß

FC Midtjylland für SønderjyskE eine Nummer zu groß

Hadersleben/Haderslev
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Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Die SønderjyskE-Fußballer haderten mit zwei spielentscheidenden Schiedsrichter-Entscheidungen, waren aber nie wirklich in der Nähe eines Punktgewinnes bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Midtjylland.

Das war ein Trainerwechsel, der für SønderjyskE zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt hätte kommen können. Der FC Midtjylland hatte nach dem Rücktritt von Kenneth Andersen und dem Amtsantritt von Brian Priske eine gehörige Portion neue Energie bekommen und trat gegenüber den lauwarmen Vorstellungen zum Saisonauftakt wie ausgewechselt aus. Der dänische Vizemeister war schlichtweg eine Nummer zu groß für eine SønderjyskE-Mannschaft, die mit 2:0 deutlich in die Schranken gewiesen wurde und ohne Sebastian Mielitz im Tor auch höher verloren hätte.

Es war allerdings die falsche Mannschaft, die mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause gehen konnte. SønderjyskE hatte ein korrektes Tor erzielt, der FC Midtjylland nicht. Der nicht nur in den spielentscheidenden Situationen hoffnungslos überforderte Schiedsrichter Peter Kjærsgaard und dessen Assistenten hatten fälschlicherweise auf Abseits entschieden, als Patrick Banggaard den Ball nach einer Ecke über die Linie stocherte. Zum einen, weil der Ball von Tim Sparv kam, zum anderen weil er gar nicht in einer Abseitsstellung war. Und auf der anderen Seite hatte er ein klares Foulspiel an Eggert Jonsson übersehen, wonach Gustav Wikheim gleich mehrmals Alexander Bah vernaschte und das 0:1 durch Awer Mabil vorbereitete.

Schiedsrichter Peter Kjærsgaard lag mit seinen Entscheidungen selten richtig. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Korrekt war es nicht, verdient aber schon, dass der FCM zur Halbzeitpause führte. Sebastian Mielitz war es zu verdanken, dass die Gäste nicht schon früher in Führung gegangen waren. Seine Parade in der 13. Minute gegen Frank Onyeka war überragend. Auch Patrick Banggaard hatte einmal in höchster Not klären müssen. Der zuletzt in der Kritik stehende Neuzugang machte einen starken Eindruck, auch weil er diesmal auf der bevorzugten rechten Seite des Abwehrzentrums spielte und einen neuen Nebenmann an seiner Seite hatte.

Kees Luijckx war bei SønderjyskE auf dem Abstellgleis gelandet, schien bei den Hellblauen keine Zukunft mehr zu haben, stand aber völlig unerwartet zum ersten Mal in der laufenden Saison in der Startelf. Der Publikumsliebling wurde von den Fans mit rauschendem Beifall begrüßt und zahlte mit einer guten Leistung zurück.
Die Schwachpunkte lagen nicht im Abwehrzentrum, sondern eher auf den Außen-Positionen und im Mittelfeld, wo die Hellblauen dem Druck des Gegners nicht gewachsen waren.

Der FC Midtjylland ist in dieser Verfassung wieder ein ernstzunehmender Titelkandidat, auch weil er zwei herausragende Einzelkönner in seinen Reihen hat. Gustav Wikheim ließ die gesamte SønderjyskE-Abwehr beim 0:1 alt aussehen und auch der ansatzlose Distanzschuss von Evander war allererste Sahne.

Mit dem 0:2 in der 71. Minute nahm der FCM die Luft aus der Partie. SønderjyskE wurde nach dem nicht gegebenen Tor in der ersten Halbzeit kaum gefährlich. Ein Freistoß von Mads Albæk in der 88. Minute knapp am Pfosten vorbei war die einzige nennenswerte Chance.

SønderjyskE - FC Midtjylland (0:1) 0:2
0:1 Awer Mabil (41.), 0:2 Evander (71.)
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann, Patrick Banggaard, Kees Luijckx, Johan Absalonsen – Mads Albæk, Eggert Jonsson (57.: Victor Mpindi), Christian „Greko“ Jakobsen (77.: Marco Rojas) – Alexander Bah (63.: Peter Buch Christiansen), Mart Lieder, Rilwan Hassan.
FCM: Jesper Hansen – Joel Andersson, Erik Sviatchenko, Alexander Scholz, Nikolas Dyhr – Frank Onyeka (66.: Jens-Lys Cajuste), Tim Sparv – Awer Mabil (78.: Gustav Isaksen), Evander, Gustav Wikheim (69.: Mikael Anderson) – Sory Kaba.
Gelbe Karten: Alexander Bah, Kees Luijckx, Johan Absalonsen – Awer Mabil, Erik Sviatchenko.
Schiedsrichter: Peter Kjærsgaard.
Zuschauer: 5.073.

Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix
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