Fussball

"Die Enttäuschung überwiegt ganz klar"

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Lyngby
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Troels Kløve in einem der vielen Zweikämpfe im Duell gegen Lyngby Foto: Scanpix/Anders Kjærbye

Punktgewinn oder Punktverlust? So lautete nach der ereignisreichen Schlussphase und dem 1:1-Unentschieden zwischen Lyngby Boldklub und SønderjyskE die Frage.

"Die Enttäuschung überwiegt ganz klar im Moment. In der Umkleidekabine war es lange still, aber auch Frust wurde rausgelassen", erklärte Troels Kløve die Gefühlslage bei den SønderjyskE-Fußballern.

"Wir haben den Sieg liegen gelassen. Wenn man so spät in Führung geht, darf man das nicht mehr aus der Hand geben. Ich hatte beim Gegentreffer selbst die Möglichkeit, den Ball abzuwehren, und am anderen Ende hatten wir unsere Möglichkeiten, nicht nur die von Casper Olesen", ärgert sich der Mittelfeldspieler, der aber mit Zufriedenheit feststellen konnte, dass die Einstellung und der Einsatz stimmten.

Kløve hatte in der Endrunde der Vorsaison die Tendenz erkannt, dass SønderjyskE sich vor spärlichen Kulissen gegen weniger attraktive Gegner schwer tat, die letzten Prozente herauszukitzeln.

"Wir haben im Vergleich zu den vergangen zwei oder drei schwachen Auftritten in Lyngby sicherlich einen Schritt nach vorne gemacht. Das war nicht das gleiche Niveau wie gegen AGF, aber weniger tut es auch. Wir haben uns an unsere Absprachen gehalten und einen Einsatz geliefert, den man von uns verlangen kann. Es war ein ausgeglichenes Spiel, das locker zu unseren Gunsten hätte kippen können", meint Kløve, der sich mit dem Saisonstart zufrieden zeigt: "Wir haben acht Punkte aus fünf Spielen geholt. Das sind so weit ich schnell ausrechnen kann 1,6 Punkte im Schnitt. Wir liegen im Soll, aber es gibt noch Luft nach oben."

Auch sein Trainer ist mit dem Start in die neue Spielzeit zufrieden.

"Ich habe viele Leute über schwankende Leistungen von unserer Seite reden hören. Ich finde viel mehr, dass wir stabil sind. Wir haben von den ersten fünf Spielen nur eines verloren, haben neun Tore erzielt und 1,6 Punkte im Schnitt geholt. Viele Leute beschäftigen sich immer noch mit der Leistung gegen Helsingør. Das tun wir nicht. Wir haben sie abgehakt, mit den Dingen gearbeitet und sind weiter im Text", so Claus Nørgaard: "Natürlich stehen wir mit einem leeren Gefühl da und sind ein wenig enttäuscht, wenn wir zehn Minuten vor Schluss in Führung gehen und in der Nachspielzeit frei vorm Tor scheitern. Das war ein von der Taktik geprägtes Spiel, wo wir nur sehr wenige Torchancen hergegeben haben und Lyngby auch gut verteidigt hat. Solche Spiele haben wir in der Vergangenheit oft verloren, und wenn das letzte Quäntchen Glück fehlt, muss man sich auch mal mit einem Punkt begnügen."

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