Minderheit

Jahrestagung: Der Sozialdienst ist ein wichtiges Angebot

Jahrestagung: Der Sozialdienst ist ein wichtiges Angebot

Jahrestagung: Der Sozialdienst ist ein wichtiges Angebot

Sonderburg/Sønderborg
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Der Saal des Mariaheims war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Der Sozialdienst Sonderburg hat bei der Generalversammlung Bilanz gezogen. Der Bericht der Vorsitzenden Hannelore Holm zeigte, wie gefragt die Arbeit des Sozialdienstes vor Ort ist.

Es war eine ausgelassene und gutgelaunte Runde, die am Sonnabend zur Generalversammlung des Sozialdienst Sonderburg gekommen war. Rund 30 Personen nahmen an der Sitzung im Mariaheim teil. Es duftete verführerisch nach frischgebrautem Kaffee und die Kuchen standen in der Küche bereit.

Vor dem gemütlichen Teil musste aber erst noch die Tagesordnung abgehakt werden. Hier hatte die Vorsitzende Hannelore Holm viel Positives zu berichten.

Natürlich nur ein dringender Wunsch von uns, und wir wissen, das Geld fehlte. Aber nun ist es ja von Kopenhagen bewilligt, und das beflügelt.

Hannelore Holm, Sozialdienst-Vorsitzende

Eine gute Nachricht, die auch den Sonderburger Sozialdienst betrifft, war zuvor aus Kopenhagen eingegangen: So wird der gestrichene Sozialdienst-Zuschuss nun ein fester Bestandteil des dänischen Haushaltes sein. In den kommenden drei Jahren erhält der Sozialdienst dadurch 400.000 Kronen jährlich, anschließend 300.000 Kronen.

Sonderburg würde gern mehr als 32 Stunden in der Woche für die so wichtige Familienberatung haben. „Natürlich nur ein dringender Wunsch von uns, und wir wissen, das Geld fehlte. Aber nun ist es ja von Kopenhagen bewilligt, und das beflügelt“, so Hannelore Holm.

Gutbesuchte Veranstaltungen

Im Jahr 2019 gab es neben dem regelmäßigen Programm spannende Reiseberichte, einen sehr gut besuchten Montagsclub im Café Kisling, den genauso reich frequentierten Besuch des Rechtsanwalts Thorbjørn Philippsen und das Lottospiel. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit dem Fördekreis und die Adventsfeier, die zum ersten Mal mit dem Frauenbund durchgeführt wurde.

Die Seniorenweihnachtsfeier in der Deutschen Schule Sonderburg wurde der absolute Renner: 40 Senioren, Eltern und Großeltern genossen das schöne Rahmenprogramm der Schüler.

Auch 2020 gibt es eine Seniorenweihnachtsfeier

„In diesem Jahr wird auch wieder eine Seniorenweihnachtsfeier stattfinden“, versprach die Vorsitzende, die auch diverse andere Aktivitäten des Sozialdiensts ansprach. Bei einem anstehenden Treffen mit dem Jugendverband soll beraten werden, wie der Sozialdienst Sonderburg neue – gern auch etwas jüngere – Mitglieder anziehen kann.

Unser Angebot ist eine sehr große Hilfe. Jeder, der Mitglied im Sozialdienst ist, ist nie ganz alleine.

Sabine Frerichs, Familienberaterin

Angesprochen wurde auch eine geplante gemeinsame Veranstaltung aller deutschen Vereine in Sonderburg. Am 26 September ist in der Humlehøjhalle die Veranstaltung „100 Jahre deutsche Minderheit“ geplant. „Daran arbeiten wir°, so Hanneloren Holm.

Die neue Familienberaterin

Die Nachfolgerin von Bodil Matzewska, Sabine Frerichs, hat am 1. August ihre Stellung als Sonderburger Familienberaterin angetreten. Den Wechsel hat die ausgebildete Krankenschwester nicht bereut.

„Das Angebot ist einmalig, und so etwas habe ich oft vermisst“, meinte sie. Sie hat sofort gespürt, dass sie genau dort helfen kann, wo die Menschen sich oft sehr alleine fühlen. Ob ein Treffen mit einem Visitator, einer Konsulentin oder ein erster Ausflug in das Tageszentrum. „Unser Angebot ist eine sehr große Hilfe. Jeder, der Mitglied im Sozialdienst ist, ist nie ganz alleine. Ich freu mich auf die Aufgaben“, so Sabine Frerichs.

Die Kasse stimmt

Jörn Petersen vertrat die Kassiererin Ulla Langeloh. Der Sozialdienst Sonderburg hat 2019 einen kleinen Unterschuss erwirtschaftet. „Das ist aber kein Problem“, so Jörn Petersen, der einen gesunden Kassenbestand vorzeigen konnte. Auf die Frage, warum die Kontingenteinnahmen gestiegen sind, wurde die Einführung der neuen Zahlform per Online-Banking angegeben. Das hatte Einigen anfangs Schwierigkeiten bereitet.

Die Bezirksvertreterin Dorothee Knabe sprach ebenfalls über das vergangene Jahr und freute sich über die neue Planungssicherheit.

Angesprochen wurden unter anderem Besuchsfreundetreffen und ein möglicher Nachfolger für Gösta Toft, den Vorsitzenden des Sozialdienst Nordschleswig. Er hat diverse Jahre ganz viele Aufgaben übernommen. „Die Arbeitsverteilung muss neu überdacht werden“, so der Abteilungsleiter des Sozialdienst Nordschleswig, Hans Grundt.

Sozialdienst-Mitglieder profitieren

Die Teilnehmerin Bärbel Brinck ergriff das Wort. „Das Haus Quickborn ist ganz fantastisch. Die Kommune tut nichts, der Sozialdienst tut viel für mich“, so die dankbaren Worte der Sonderburgerin.

Es waren bei der Generalversammlung des Sozialdienst Sonderburg keine Anträge gestellt worden.

Bei dem Punkt Wahlen gab es eine Wiederwahl auf ganzer Linie. Hannelore Holm, Doris Ravn, Carit Schmidt, Dorothee Knabe und Elisabeth Samsøe wurden mit einem Applaus bestätigt. Doris Ravn kündtigt aber an, dass sie in zwei Jahren keine Wiederwahl mehr annehmen wird.

Unter Punkt Verschiedenes gab es nur einen Punkt, auf den die Teilnehmer ein Stunde lang gewartet hatten: Kaffee!

Endlich war es so weit: der Kaffee und die tollen Kuchen wurden gebracht. Foto: Ilse Marie Jacobsen
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