Kinder und Jugendliche

Wie Eltern mit ihren Kindern über die Schießerei in Kopenhagen reden können

Wie man mit Kindern über Schießerei in Kopenhagen spricht

Mit Kindern über die Schießerei in Kopenhagen sprechen

Pauline Severin
Pauline Severin
Kopenhagen
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Trauernde vor dem Einkaufszentrum Field's in Kopenhagen
Trauernde vor dem Einkaufszentrum in Kopenhagen nach der tödlichen Schießerei. Foto: Ólafur Steinar Rye Gestsson/Ritzau Scanpix

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Nach der tödlichen Schießerei am Sonntag in einem Kopenhagener Einkaufszentrum stehen Eltern vor der Frage: Was und wie viel erzähle ich meinem Kind? Wie soll ich mich verhalten?

Egal, ob das geliebte Haustier, die Oma oder der Opa verstirbt, besonders das Thema Tod ist für Kinder nicht leicht zu verstehen. Umso schwieriger wird es, wenn plötzlich in den Medien von schweren Gewalttaten, wie etwa einer Schießerei in einem Einkaufszentrum, gesprochen wird.

Für solche Fälle gibt es verschiedene Anlaufstellen, die sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern aufgesucht werden können. Dazu gehört in Dänemark unter anderem die Organisation Børns Vilkår. Diese veröffentlichte im Anschluss an die Geschehnisse am Sonntag folgende Tipps für den Umgang mit Gewalt und Terror gegenüber Kindern:

Sprich darüber, was passiert ist

Im Zeitalter von Social Media ist es unmöglich, dass Kinder nicht von den neuesten Nachrichten erfahren. Daher ist es wichtig, mit ihnen darüber zu reden, was passiert ist.

Ansonsten kann es passieren, dass sie Falschinformationen aufnehmen oder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und somit noch mehr Angst entsteht.

Sei ehrlich

Erzähle, was passiert ist. Lege dabei jedoch nicht nur den Fokus auf die Gewalt. Erzähle auch, dass sich Leute retten konnten, einander halfen und, dass sowohl die Polizei als auch Rettungskräfte immer einsatzbereit sind.

Beim Wiedergeben der Ereignisse ist darauf zu achten, nicht die eigene Angst oder Wut zu übertragen. Daher bleib am besten so neutral wie möglich.

Gehe auf die Angst deines Kindes ein

Kinder und Jugendliche können nach Gewalttaten, wie etwa im Einkaufszentrum in Kopenhagen, Angst haben, auch in solch eine Situation zu geraten.

In diesem Fall ist es wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass es sich um Ausnahmesituationen handelt und diese nicht oft vorkommen.

Hör zu

Besonders schwierig ist es, bei älteren Kindern und Jugendlichen sicherzustellen, dass diese keine verstörenden Video- oder Tonaufnahmen auf den sozialen Medien zu sehen bekommen.

Sprich mit deinem Kind darüber, was es gesehen hat, und was es bekümmert. Frag nach seinen Gefühlen und nimm diese ernst.

An wen wende ich mich für weitere Hilfestellungen?

Da Gewalt, Tod und Terror keine einfachen Themen sind, gibt es auch diverse Hotlines, die sowohl von Kindern selbst als auch von Eltern zurate gezogen werden können.

Darunter befindet sich zum Beispiel die Hotline des dänischen Roten Kreuzes unter der Telefonnummer 35 29 96 60. Diese bietet täglich zwischen 9 und 15 Uhr Unterstützung und Hilfe an. 

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