Deutsche Minderheit

Verantwortung für die Minderheit: Simone Sippel Pedersen wird neue Schulrätin

Veröffentlicht Geändert
Simone Sippel Pedersen freut sich auf die neuen Perspektiven.

Nach rund 30 Jahren im Schuldienst freut sich Simone Sippel Pedersen auf ihre neue Rolle als Schulrätin. Warum sie sich nach 25 Jahren am DGN für diesen Schritt entschieden hat und wie der Wechsel geplant ist, hat sie dem „Nordschleswiger“ erzählt.

„Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich es geschafft habe, den DSSV von mir zu überzeugen“, sagt Simone Sippel Pedersen am Morgen, nachdem sie erfahren hat, dass sie diejenige ist, die sich im Bewerbungsverfahren um das Amt der Schulrätin durchgesetzt hat.

Damit löst sie Catarina Bartling ab, die den Posten von Anke Tästensen am 1. Oktober 2024 provisorisch übernommen hatte.

Verantwortung übernehmen

Seit 30 Jahren ist die Lehrerin für Mathematik und Chemie im Schuldienst tätig – 25 Jahre davon am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN), seit fünf Jahren offiziell als stellvertretende Schulleiterin.

Ihre fachliche Qualifikation war jedoch nicht der einzige Antrieb für die Bewerbung: „Ich habe Lust auf neue Herausforderungen und finde es wichtig, in der Minderheit Verantwortung zu übernehmen“, betont sie.

Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich es geschafft habe, den DSSV von mir zu überzeugen.

Simone Sippel Pedersen

Nun blickt Sippel Pedersen mit Spannung auf ihre neuen Aufgaben: „Ich freue mich darauf, alle Schulen näher kennenzulernen, auf die Zusammenarbeit mit neuen Kolleginnen und Kollegen und insgesamt auf das, was auf mich zukommt.“ Ein zentrales Anliegen ist der 56-Jährigen dabei, den Zusammenhalt innerhalb der Minderheitenschulen weiter zu stärken und die Schulen bei Entwicklungsprozessen zu begleiten.

Neues Schuljahr – neue Aufgaben

Die Aufgaben der Schulrätin sind vielseitig. Sie ist für die Koordination aller deutschen Schulen verantwortlich, kümmert sich um die Entwicklungen und ist Bindeglied nach Kiel und Kopenhagen.

Trotz der Vorfreude fällt ihr der Abschied nicht leicht: „Es fühlt sich komisch an, nach so vielen Jahren den Schuldienst hinter mir zu lassen, auch weil ich gerne Lehrerin bin“, hält Sippel Pedersen fest. Daher blicke sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den 1. August 2025, an dem sie voraussichtlich ihre Tätigkeit als Schulrätin aufnehmen wird.

„Es wird ein fließender Übergang sein. Eine dreimonatige Einarbeitungsphase wird es für mich nicht geben, weil mir wichtig war, dass ich das Schuljahr zu Ende bringen kann.“ An ihrer Nachfolge am DGN werde gearbeitet, so Sippel Pedersen.