Haushaltsseminar

Nordschleswigscher „G9-Gipfel“

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Im Haus Nordschleswig gilt: Rauchen ist innerhalb des Hauses verboten. Foto: Archivbild: DN

Neun Verbände und zwei Organisationen der deutschen Minderheit diskutieren Haushaltsänderungen. Beim Treffen kann jeder Verband darlegen, wie es um die finanzielle Situation bestellt ist, welche Herausforderungen es gibt und welche Wünsche vorliegen.

Die finanziellen Mittel sollen solidarisch unter den Verbänden des deutschen Minderheit verteilt werden. Das ist die Hoffnung der meisten Vorstandsvorsitzenden der neun deutschen Verbände in Nordschleswig, die sich mit weiteren Vertretern an diesem Wochenende im schleswig-holsteinischen Leck zum Haushaltsseminar treffen.

Einig sind sich die Vorsitzenden auch in der Aussage, dass es sich bei der Seminarinitiative des Bundes Deutscher Nordschleswiger um eine gute Idee handelt. So sagt Asmus Peter Asmussen, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig: „In eine Klausur zu gehen ist ein gutes Verfahren, denn in diesem Rahmen gibt es genügend Zeit und Muße, um die Dinge gemeinsam zu besprechen.“

Eingeladen dazu hat der Bund Deutscher Nordschleswiger, um „einen Finanzkonsens zu finden, zu dem alle Verbände Ja sagen können“, wie BDN-Generalsekretär Uwe Jessen sagt. „Es handelt sich nicht um ein Sparseminar“, macht er jedoch deutlich. „Allerdings müssen wir uns an die Wirklichkeit anpassen und auch den Vergleich mit den Kommunen wagen, die vor ähnlichen finanziellen Herausforderungen stehen“, erklärt er. Für ihn bedeute das, die Gelder in der Minderheit dort zu verteilen, wo sie am besten aufgehoben seien, und dabei sollen alle beteiligten Verbände mitbestimmen. Deshalb sei zum Haushaltsseminar aufgerufen worden, so Uwe Jessen.

Stärken und Schwächen der Verbände herausfinden

Der BDN-Hauptvorsitzende, Hinrich Jürgensen, erhofft sich, an diesem Wochenende die Stärken und Schwächen der Verbände herauszufinden. Außerdem sagt er: „Wir müssen uns dabei die Frage stellen, ob wir die finanziellen Mittel genau so verteilen wollen, wie es bisher der Fall ist“, meint er und fährt fort, „ich denke, dass wir zu dem Schluss kommen, wo wir als Solidargemeinschaft die Mittel richtig einsetzen werden. Ich gehe mit viel Optimismus in das Wochenende.“

Beim Treffen kann jeder Verband darlegen, wie es um die finanzielle Situation bestellt ist, welche Herausforderungen es gibt und welche Wünsche vorliegen. So erhofft sich Gösta Toft, Vorsitzender des Sozialdienstes für Nordschleswig, einen Überblick über die Gesamtsituation der Verbände zu bekommen, „um zu schauen, welche Verbände sehr mit der finanziellen Situation zu kämpfen haben und das Geld dann solidarisch zu verteilen.“

Mit einem endgültigen Ergebnis rechnet er aber nicht. „Wir können jedoch einen wichtigen Schritt machen“, meint der Sozialdienstvorsitzende.

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