Knivsbergfest 2018

4.000 Gäste: „Kaputt, aber glücklich“

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Knivsberg /Knivsbjerg  
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Foto: Karin Riggelsen

Der Knivsberg stößt durch den zunehmenden Erfolg des Festes und die hohen Besucherzahlen langsam an seine Grenzen. Diverse Bereiche der Infrastruktur auf dem Berg haben schwer gelitten.

„Wir hatten mindestens 4.000 Besucher auf dem Berg. Da ist es echt nicht mehr übertrieben, wenn man von einem Volksfest spricht.“ Der Leiter von der Bildungsstätte Knivsberg, René Schneider, hatte am Sonntag zwar mit einer Tonne Müll und diversen kaputten Maschinen zu kämpfen. War jedoch glücklich und zufrieden mit dem „enormen Erfolg, den wir dieses Jahr alle zusammen auf die Beine stellen und erleben konnten“.

„Das Knivsbergfest 2018 war die mit Abstand geilste Veranstaltung, die ich je geplant und mit geplant habe.“ Das große Sommerfest der deutschen Minderheit sei am Sonnabend auf einem neuen Höhepunkt angekommen. „Wir waren von der Menge der Besucher, aber auch von den vielen begeisterten Rückmeldungen überwältigt“, so Schneider. Das Knivsbergfest sei alles in allem „mega super und reibungslos“ verlaufen, auch wenn es an einigen Stellen an der Detailplanung und – das größte Problem – Parkplätzen mangelte. „Das Parkproblem ist massiv. Wir müssen Land hinzu pachten oder kaufen, um das zu beheben. Zudem haben wir bislang nur einen Shuttlebus. Wir werden uns jetzt mit allen Verantwortlichen hinsetzen und versuchen, Lösungen zu finden.“

Infrastruktur Enorm gelitten

Zudem hat die Infrastruktur auf dem Berg enorm gelitten. Das gilt für den Wasserrohrbruch im Abwassersystem der Baracken, aber auch für diverse kaputte Maschinen. „Wenn man im Vorfeld über Tage neun Stunden Rasen mäht, gehen die Teile halt auch mal kaputt“, so Schneider. Das gesamte Gelände Knivsberg sei zum Fest mittlerweile „bis auf einen Streichelzoo und Ponyreiten“ voll ausgenutzt. „Das sind sechs bis sieben Hektar, die wir für das Fest auf Vordermann bringen müssen. Einer unsere Männer hat Sonnabend nichts anderes gemacht, als Müll zu sammeln und zu fahren.“ Man werde sich auch wegen prinzipieller Fragen, beispielsweise, ob der Knivsberg an seine Grenzen stößt, mit den Verantwortlichen und der Knivsberggesellschaft zusammensetzen.

Es war das dritte Fest in dieser gemeinsamen Regie von Bildungsstätte und Jugendverband. „Was mein Team und was Lasse (Tästensen, DJN-Vereinskonsulent, d. Red.) und sein Team geleistet haben, ist großartig. Da können wir auf unsere Mitarbeiter einfach nur stolz sein. Das war eine Riesenaufgabe – und ein geniales Volksfest“, so Schneider, der gestern mit dem Knivsberg eines gemeinsam hatte: Kaputt, aber glücklich.

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