Feuerwehreinsatz

Ursache für Hofbrand in Seth ungeklärt

Ursache für Hofbrand in Seth ungeklärt

Ursache für Hofbrand in Seth ungeklärt

Seth/Sæd
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Hofbrand in Seth: Am Dienstag stand für die Feuerwehr Nachlöschen auf dem Programm. Foto: Elise Rahbek

Am Montag brannte ein alter Hof in Seth. Noch auf dem Weg zum Feuer forderte der Einsatzleiter zusätzliche Tankwagen an. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Ursache für den Brand eines alten Hofs am Sprøjtehusvej in Seth am Montagabend steht noch nicht fest. Bei dem Feuer wurden die Wirtschaftsgebäude in Schutt und Asche gelegt, während das Wohnhaus vor den Flammen gerettet wurde. „Es liegt unmittelbar keine Brandursache vor. Daher werden wir uns die Sache genauer ansehen und die Ermittlungen aufnehmen“, erläutert der Pressesprecher der Polizei, Jens Peter Rudbeck.

Der Alarm ging um 20.11 Uhr los, und die Feuerwehren waren bis 2.30 Uhr im Einsatz. Dienstagmorgen musste die Feuerwehr aus Tondern wieder zum Nachlöschen ausrücken. Dies kam für den Einsatzleiter Kenneth Achner von Brand og Redning Sønderjylland in Tondern und seine Mannen nicht überraschend. Sie waren den ganzen Vormittag vor Ort. Und auch später schauten sie regelmäßig vorbei.

Stahlplatten wirken als Regenschirme

„Es gibt an verschiedenen Stellen potenzielle Brandnester. Die Stahlplatten in den eingestürzten Gebäudeteilen wirken als Regenschirme und somit kommt der Wasserstrahl nicht unbedingt dahin, wo wir es anstreben. Wir behalten es aber im Auge“, so Achner.

Er hatte Montagabend schon auf dem Weg von Tondern nach Seth gesehen, dass es sich um einen sehr großen Brand handelte. „Das war sehr deutlich, und ich habe unterwegs zusätzliche Tankwagen angefordert“, so Achner. Im Normalfall rücken die Wehren aus Tondern, Osterhoist und Süderlügum zu einem Einsatz in diesem geografischen Bereich aus. Aus Bülderup-Bau gab es Schützenhilfe mit einem Tankwagen. Gleiches galt für die Kollegen aus Bredebro, während Lügumkloster mit einem Tankwagen und Schläuchen anrückte. Am späteren Abend stieß Tingleff mit einer langen Leiter dazu, die beim Nachlöschen eingesetzt wurde. Die Bereitschaftsbehörde aus Hadersleben war mit Licht und Luft für den Löscheinsatz vertreten.

Exemplarische Zusammenarbeit mit Süderlügum

„Unser primärer Einsatz lief darauf hinaus, ein Ausbreiten des Feuers zu begrenzen. Tondern konzentrierte sich auf das Wohnhaus des Hofs, und Osterhoist schützte das benachbarte Reetdachhaus vor Funkenflug. Erst beim Eintreffen der Feuerwehr aus Süderlügum ging es mit dem direkten Löschen los“, so Achner. „Die Zusammenarbeit mit Süderlügum ist super und läuft exemplarisch“, so der Einsatzleiter. Die benachbarte deutsche Wehr wird in einem Gürtel, der sich bis etwa fünf Kilometer nördlich der Grenze zieht, alarmiert. „Das trifft dort zu, wo sie die Chance haben, als Erstes am Einsatzort zu sein“, so Achner.

Wasser aus der Grünau

Insgesamt waren um die 70 Feuerwehrleute aktiv. Der Löscheinsatz erforderte eine große Menge an Wasser. „Das sind über 100.000 Liter gewesen. Ich denke mir, es geht eher an die 200.000 Liter ran“, so Achner, bevor er seinen Bericht verfasst und damit die genauen Berechnungen angestellt hatte. Das Fassungsvermögen der Tankwagen reichte nicht aus. Die Brandhähne wurde angezapft, und es wurde auch Wasser aus der Grünau geholt. „Der Weg dorthin war gut, und die Au lag dicht bei“, so Achner. Er erläutert, dass die Feuerwehr per Gesetz überall Wasser holen darf, wo es erreichbar ist, ohne fragen zu müssen – und sei es im Swimmingpool des Nachbarn. Der 1857 errichtete Hof wurde nach den Angaben der Polizei nicht fest bewohnt. Er brannte wie auch zwei weitere Höfe in Seth 1857. Alle drei wurden im selben Jahr wieder aufgebaut.

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