Deutsche Minderheit

Sozialdienst: „Nicht alle Mitglieder sind digital erreichbar“

Sozialdienst: „Nicht alle Mitglieder sind digital erreichbar“

Sozialdienst: „Nicht alle Mitglieder digital erreichbar“

Tondern/Tønder
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Blick in die Generalversammlung Foto: Monika Thomsen

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Der Verein in Tondern macht sich Gedanken, wie er die Mitglieder ohne E-Mail-Adresse besser ansprechen kann. Auf der Generalversammlung gab es einen Vorschlag. Der Vorstand erwägt, das Aktivitätsangebot etwas zu drosseln.

895 Mitglieder besuchten die vielen verschiedenen Veranstaltungen, die der Sozialdienst Tondern 2022 angeboten hatte. Das ging auf der Generalversammlung aus dem Bericht der Vorsitzenden Irene Feddersen hervor.

Hatte Corona Anfang des Jahres noch einigen – später nachgeholten – Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung gemacht, so hätten sich alle gefreut, nach einer Pause von zwei Jahren wieder beim gemeinsamen Osterfrühstück mit dem Kindergarten beisammen sein zu können.

Irene Feddersen ließ auf dem von 43 Stimmberechtigten besuchten Treffen in der Aula der Ludwig-Andresen-Schule einen bunten Strauß an Veranstaltungen Revue passieren. In einigen Fällen würde es jedoch mit der Information hapern.

Information im Blickpunkt

„Wie informieren wir unsere Mitglieder, die keine E-Mail-Adresse haben?“, fragte Irene Feddersen und erhoffte sich Input aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Etwa ein Drittel der 309 Mitglieder sei nicht über Mail erreichbar. Die nicht digitalen Mitglieder aus verschiedenen Altersklassen bekommen das Veranstaltungsheft aus dem Kreis des Vorstandes in den Briefkasten geliefert. Dies ließe sich aber nicht mit jeder Einladung bewerkstelligen.

„Schicken wir sie mit der Post, dauert es vier Wochen“, so die Vorsitzende. Der Verein würde auch in der Online-Ausgabe des „Nordschleswigers“ informieren, aber mit seinen bisherigen Maßnahmen nicht alle Mitglieder erreichen.

Maren Rowald Petersen schlug vor, auf dem Programmheft deutlich darauf hinzuweisen, dass keine weiteren Einladungen verschickt würden, und das Heft daher aufbewahrt werden sollte.

Kuchentafel war ein Hit

Zu den neuen Aktivitäten gehörte, dass der Vorstand die nordschleswigsche Kuchentafel reichhaltig bestückte, als Festivalgäste beim Vorprogramm 4+ des Tønder Festivals erstmals bei der Minderheit zu Gast waren.

„Hut ab, ein Teilnehmer hat geschafft, alle 20 Kuchen zu schmecken“, sagte Irene Feddersen mit einem Lachen.

Für das Kuchenbüfett hatte der Vorstand fleißig gebacken. Foto: Monika Thomsen

Der Verein schlüpfte das erste Mal beim Aalessen in die Rolle des Mitveranstalters. Für die gemeinsame Veranstaltung mit dem BDN Ortsverein Tondern (Bundes Deutscher Nordschleswiger) hatten sich 72 Leute angemeldet und weitere zehn standen auf der Warteliste.

Toll sei auch das Julefrokost im Schützenhaus gewesen, wo ein Zauberer für Unterhaltung sorgte. Zu den Kursen des Sozialdienstes zählen die Sitzgymnastik, das Tischtennis und die Ahnenforschung.

Weniger Veranstaltungen angestrebt

Irene Feddersen kündigte an, dass der Vorstand sich mit dem Veranstaltungs-Modus befassen wird. Der Sozialdienst bietet von August bis Mai jeweils im 14-täglichen Rhythmus eine Veranstaltung an.

„Wir werden darüber beraten, ob es vielleicht nur jede dritte Woche der Fall sein soll. Die Leute kommen zwar immer, für den Vorstand steckt wegen der vielen Veranstaltungen aber viel Arbeit darin“, so die Vorsitzende zum „Nordschleswiger“.

Großer Zuspruch für den Verein

Im Rahmen der Generalversammlung hieß die Vorsitzende die Mitglieder des aufgelösten Vereins aus Jeising, Seth und Abel willkommen, die sich dem Verein angeschlossen hatten.

Das Gros der 146 Mitglieder des früheren Vereins haben ihre Mitgliedschaft im Sozialdienst Tondern weitergeführt. Der Sozialdienst Jeising, Seth und Abel wurde 2022 aufgelöst, da sich keine neuen Vorstandskräfte finden ließen.

Familienberaterin Linda Søndergaard-Knudsen und die Vorsitzende Irene Feddersen Foto: Monika Thomsen

Familienberaterin hat sich schnell eingearbeitet

Neu in der Runde war außerdem Familienberaterin Linda Søndergaard-Knudsen, die im November 2022 die Nachfolge von Regin Hansen angetreten hatte. „Linda ist noch jung im Verein. Sie hat sich jedoch sehr schnell zurechtgefunden und sich auch dank ihrer tollen Kollegin Ilka Jankiewicz schnell eingearbeitet“, sagte die Vorsitzende.

Linda Søndergaard Knudsen stellte sich vor und berichtete, dass sie viele neue Erfahrungen gemacht und auch sehr viele Mitglieder kennengelernt habe. „Ich freue mich darauf, euch besser kennenzulernen“, so die Familienberaterin, die einen Eindruck von ihrer bisherigen Tätigkeit vermittelte.

Ausklang in gemütlicher Runde

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen den Abend bei einem schmackhaften Imbiss, Klönschnack und einer Bilderschau von den vielen Stationen des Berichtsjahres ausklingen.

Die nächste Sozialdienst-Veranstaltung lässt nicht lange auf sich warten, da das Suppenessen mit musikalischer Unterhaltung am Sonntag, 19. März, folgt.

 

Der Vorstand
• Vorsitzende und Kassiererin: Irene Feddersen
• Zweite Vorsitzende: Ilse Christensen (wiedergewählt)
• Protokollführerin: Michaela Nissen (wiedergewählt)
• Anne Cathrine Jürgensen
• Cathrine von Qualen
• Traute Tranekjer (wiedergewählt)
• Inken David (wiedergewählt)
Suppleantinnen:
• Dorothea Lindow (wiedergewählt)
• Maud Timmerby (wiedergewählt)
Revisorinnen
• Annemarie Nielsen (wiedergewählt)
• Maren Rowald Petersen (neugewählt anstelle von Elisabeth Lorenzen)

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