Klostermarkt

Königlich amüsanter Startschuss

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Lügumkloster
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Königin Margrethe II. in ihrem „Gravensteiner Jackett“, alias Ole Caspersen, schlägt Jens Møller I. von Tohede und Umgebung zum Ritter. Foto: Elise Rahbek

Die Bürger hatten beim launigen Auftakt des Klostermarktes ihren Spaß. Tierarzt Ole Caspersen lief zur Höchstform auf.

Die Freunde des Humors kamen auch beim diesjährigen Auftakt des Klostermarkts im Festzelt in Lügumkloster am Donnerstagabend voll auf ihre Kosten. Alleinunterhalter Tierarzt Ole Caspersen lieferte reichlich Material für die Lachmuskeln, und zauberte zudem ein Kostüm hervor, das dem Ganzen die Krone aufsetzte. Mit einer von seiner Frau Inger mit roten Blumen präparierten gelben Regenjacke schlüpfte er in das Gravensteiner Jackett von Königin Margrethe. Dabei hatte er eine ganz bestimmte Mission ins Auge gefasst. Damit der mit dem Dannebrog-Orden ausgezeichnete Stadtratspolitiker Jens Møller (V) bei seinem royalen Termin seiner Heimat keine Schande macht, nahm Caspersen ihn für die Zeremonie ins Trainingslager, während sich das Publikum auf den Bänken vor Lachen bog. „Eigentlich finde ich, dass der Elefantorden besser zu dir passt“, so Caspersen mit Blick auf Møller. Königin Margrethe nahm auch gleich Maß von Møller, da es an ihrer Seite einen freien Platz gab so, die „Majestät“ in Anspielung auf die jüngsten Vorfälle mit dem Prinzgemahl.

Spritzig vorgelegt hatte schon mal der aus Vendsyssel stammende und in Brovst wohnende frühere sozialdemokratische Steuerminister Ole Stavad. Er wusste u. a. mit allerhand lustigen Episoden mit dem nicht mit Wohnpflicht behafteten Rednerpult im Folketing als Dreh- und Angelpunkt gekonnt zu unterhalten. „Ich war mir nicht darüber im Klaren, dass es so viel Humor im Folketing gibt“, bedankte sich Moderator Bent Beim, der seine Feuertaufe hatte, bei Stavad. „Du hast das Zeug, das ein Toastmaster benötigt, du wirst sicher gut“, bescheinigte ihm mit Kjeld Christensen. der Vorsitzende des Gedenkfonds, der das lustige Unterfangen veranstaltet.

„Nein, ich wusste nicht, auf was ich mich einließ. Ich bin Lehrer und daher noch nie zu dieser Veranstaltung gewesen, die bislang vormittags stattfand. Ich sagte Ja, um dann zehn Minuten später Nein zu sagen. Da war es aber zu spät“, sagt Beim dem Nordschleswiger mit einem Lachen. Abgeschreckt hat ihn sein Einstand nicht. „Es macht Spaß. Ich habe einiges über Lügumklosters Geschichte geschrieben. Hier sollte es aber auch lustig sein, was ja nicht gerade mein Spezialgebiet ist“, so Beim, der jedoch auch dieses Neuland meisterte. „Wenn es gut läuft, wollen sie mich für die nächsten 20 Jahre buchen“, sagt der 59-jährige verschmitzt. Laut Plan soll das neue Vorstandsmitglied der Stiftung in zwei bis drei Jahren mit dem Schreiben eines Buchs über den Klostermarkt aktiv werden.

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