Schule und Corona

Unterricht im Partyzelt

Unterricht im Partyzelt

Unterricht im Partyzelt

Tingleff/Tinglev
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Die Partyzelte bieten Unterschlupf vor Wind und Regen. Foto: Karin Riggelsen

Die Deutsche Schule Tingleff schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Schüler sind an der frischen Luft und doch vor Wind und Regen geschützt.

Die Deutsche Schule Tingleff hat ein akutes Platzproblem kreativ gelöst. An der Schule sind zwei Partyzelte aufgestellt worden – als zusätzliche Unterrichtsräume.

„Laut Empfehlung des Unterrichtsministeriums soll so viel Unterricht wie möglich im Freien stattfinden. Aber kurz nachdem wir den Schulbetrieb für die unteren Klassen aufgenommen hatten, setzte ungemütliches Wetter mit Wind und Regen ein“, erinnert sich Schulleiterin Johanne Knutz.

Die Idee kam aus der Elternschaft

Damals hatte sich eine Mutter an sie gewandt. „Sie schlug vor, dass wir doch Partyzelte aufstellen können. Sie lieferte uns auch gleich die Adresse eines neuen Zeltverleihs mit“, erzählt Knutz.

Ehemaliger Schüler hilft seiner „alten" Schule

Es zeigte sich, dass der Besitzer der relativ neu gegründeten Firma ein guter „alter“ Bekannter der Schule ist. „Kedde Erichsen ist ehemaliger Schüler unserer Schule und hat sich erst kürzlich in Behrendorf selbstständig gemacht. Er hat uns zwei große Partyzelte zur Verfügung gestellt – und zwar kostenlos. Dafür sind wir natürlich sehr dankbar“, unterstreicht die Schulleiterin.

Bänke und Tische ausgeliehen

Tische und Bänke hat die Schule bei der benachbarten Nachschule ausleihen können, sodass in den Zelten auch bei Wind und Wetter Unterricht an der frischen Luft stattfinden kann.

Die nächsten „Herausforderungen"

Mit den Partyzelten hat die Deutsche Schule Tingleff ihr bestehendes Platzproblem in den Griff bekommen. Demnächst aber sollen auch die älteren Schüler wieder an die Schulen zurückkehren.

Schulleiterin Knutz und ihre Kollegen warten gespannt auf die Richtlinien, die noch zwischen dem Unterrichtsministerium und dem Landesverband der dänischen Kommunen (Kommunernes Landsforening, KL) ausgehandelt werden müssen.

„Hoffentlich wissen wir schon am Donnerstag dieser Woche Genaueres“, sagt die Tingleffer Schulleiterin. Das Platzproblem an ihrer Schule wird aber sicherlich nicht geringer, wenn noch mehr Schüler in die Schule kommen.

Griffbereite Telefonnummer

„Wenn wir Bedarf für weitere Zelte haben, weiß ich ja jetzt, an wen ich mich wenden kann“, fügt Johanne Knutz augenzwinkernd hinzu. Die Telefonnummer von „Service Sønderjylland“, so der Name des Dienstleistungsunternehmens von Kedde Erichsen in Behrendorf/Bjerndrup hat sie schon griffbereit.

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