Wiedereröffnung

Seniorensport nach wie vor auf Stand-by

Seniorensport nach wie vor auf Stand-by

Seniorensport nach wie vor auf Stand-by

Tingleff/Tinglev
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Die Seniorensportgruppe – hier bei einem Erste-Hilfe-Kurs in der deutschen Sporthalle Tingleff – hat sich wegen Corona schon länger nicht treffen können. Foto: Privat (Archiv)

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In Tingleff warten Gymnastik- und Schwimmgruppen immer noch darauf, dass man sich nach der Corona-Zwangspause wieder treffen und sich gemeinsam bewegen kann.

Die deutsche Sporthalle Tingleff ist seit Jahren regelrecht eine Pilgerstätte, wenn die wöchentliche Seniorengymnastik des SV Tingleff stattfindet.

Etwa 30 bewegungsfreudige Sportler der Altersklasse Ü60 aus Tingleff und Umgebung gehören der Gruppe mittlerweile an.

Die Trainings- und Übungseinheit ist für viele ein beliebter und daher fester Bestandteil des Freizeitkalanders.

Das gemeinsame Sporttreiben und nicht zuletzt das gesellige Miteinander sind seit Jahren das Markenzeichen der sportlichen Treffen.

Die haben wegen der Corona-Krise schon seit Monaten ausfallen müssen, und trotz fortschreitender Impfungen und der angekündigten Lockerungen werden die Seniorensportler wohl auch weiterhin auf ihr Beisammensein verzichten müssen.

Das ist die Einschätzung von Peter Blume, Ansprechpartner und Koordinator der Gymnastikgruppe.

Saisonhalbjahr abgeschrieben

„Ich glaube nicht daran, dass wir vor den Sommerferien noch einmal gemeinsam in der Halle starten können. Deshalb habe ich die Hallensaison für beendet erklärt“, so Blume zum aktuellen Stand.

Ab dem 21. April soll die Altersgruppe unter 18 Jahren in gewissem Maße wieder Hallensport betreiben können.

Später, ab dem 6. Mai, soll laut Lockerungsfahrplan auch für Erwachsene Sport in der Halle möglich werden. Dann aber mit Corona-Pass und unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsvorkehrungen.

Ab dem 21. Mai soll die Öffnung des Sport- und Freizeitbereichs dann noch umfangreicher werden, allerdings immer noch mit Corona-Pass und unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen nicht in die falsche Richtung gehen.

Es gibt noch zu viele Unklarheiten, und es ist bis zu den Sommerferien dann auch nicht mehr lange hin, weshalb die Seniorensportgruppe das Saisonhalbjahr wohl abschreiben muss.

Nicht nur Bewegung ist wichtiger Bestandteil der Seniorensportgruppe. Auch die Geselligkeit spielt eine wichtige Rolle, wie auf dem Bild beim Faschingsturnen in der Tingleffer Sporthalle. Foto: Privat (Archiv)

Wie in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft hat auch die Senioren-Turngruppe eine Online-Alternative in Erwägung gezogen.

Jugendverbandssportlehrer Peter Feies bietet schon seit Monaten ein Home-Training an, an dem die Senioren für sich zu Hause teilnehmen können.

Das Interesse an diesem Alternativangebot war und ist allerdings nicht besonders groß.

Peter Blume: „Von den rund 30 Teilnehmern haben nur 8 oder 9 an einem Online-Programm teilgenommen. Peter Feies hatte die Übungseinheit am Mittwoch aufgeteilt, sodass wir mittwochs und freitags je eine halbe Stunde geübt haben. Dieses Programm geht noch weiter.“

Online-Training kein vollständiger Ersatz

Das Turnen und Üben am Laptop oder vor dem Computerbildschirm sei für die meisten gewöhnungsbedürftig und könne die physischen Treffen in der Sporthalle nicht ersetzen.

Gymnastik-Einheiten im Freien kamen aus praktischen Gründen und vor allem auch aus Witterungsgründen nicht infrage.

„Am Turnen draußen war nur eine kleine Gruppe interessiert. Die Temperaturen und das Wetter allgemein sind leider zu unberechenbar“, so Blume.

Auch Wassergymnasten in der Zwangspause

Gedulden müssen sich wegen der Corona-Krise seit Monaten auch die Teilnehmer des Seniorenschwimmens im Lehrschwimmbecken der deutschen Sporthalle.

Die kleine Gruppe um Übungsleiter Frode Schmidt hat sich in Regie des SV Tingleff ebenfalls schon lange nicht mehr getroffen und wird vermutlich auch noch länger eine Zwangspause einlegen müssen, da die Ausgangslage so unklar ist.

Auch Aktivitäten im Lehrschwimmbecken der Tingleffer Sporthalle haben coronabedingt über einen längeren Zeitraum nicht stattfinden können. Foto: DN (Archiv)

Obwohl er selbst auch schon 80 sei, würde er sich unter Umständen wieder als Übungsleiter zur Verfügung stellen, wenn die Corona-Krise überstanden ist. Wann das der Fall ist, stehe aber noch in den Sternen, so der ehemalige Lehrer aus Tingleff.

Die Sicherheit gehe nun einmal vor.

Christoph Andresen, Vorsitzender des SV Tingleff, würde der Senioren-Schwimmgruppe zu gern einen baldigen Neubeginn in der umgebauten und sanierten Schwimmhalle wünschen.

Es sollte aber gern eine angemessen große Gruppe werden, damit der Teilnahmebeitrag für die Nutzung der Schwimmhalle für den Einzelnen nicht zu groß wird, gibt der Vorsitzende zu bedenken.

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