Kultur und Freizeit

Schwimmen und saunieren in Corona-Zeiten

Schwimmen und saunieren in Corona-Zeiten

Schwimmen und saunieren in Corona-Zeiten

Bau/Bov
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Das Schwimmen und auch das Turmspringen in kommunalen Schwimmhallen ist coronabedingt regelmentiert. Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

Die Schwimmhallen in der Kommune Apenrade (Aabenraa) haben in der Corona-Zeit mit der Vorgabe etlicher Verhaltens- und Sicherheitsregeln geöffnet. Die Besucherzahlen sind generell zurückgegangen. Die Sauna in Bau ist am Wochenende mitunter allerdings sehr voll.

Der Besuch der kommunalen Schwimmhallen ist trotz der Corona-Pandemie zurzeit möglich. Es gelten die üblichen Corona-Abstands- und Hygieneregeln und darüber hinaus weitere Vorgaben.

Wegen der Krise sind die Besucherzahlen zwangsläufig zurückgegangen. Auch die Schwimmhalle in Bau verzeichnet erheblich weniger Gäste.

An Wochenenden ist dort etwas mehr los als werktags.

Auch die Schwimmhalle in Bau verzeichnet wegen in der Corona-Krise weniger Gäste. Foto: Karin Riggelsen

Es gibt Gäste, die sich über den Betrieb in der Sauna am Wochenende wundern.

Obwohl auch dort mit Hinweisschildern darauf aufmerksam gemacht wird, dass sich aus Sicherheitsgründen nur eine begrenzte Personenzahl darin aufhalten sollte, sind manchmal verhältnismäßig viele drin.

Brummifahrer zu Gast

Die Schwimmhalle und die Sauna werden an Wochenenden gern von ausländischen, meist osteuropäischen Lastwagenfahrern genutzt.

Die Duschen sind manchmal ebenfalls überfüllt, so der Vorwurf eines Schwimmbadnutzers, der seine Bedenken an die Hallenleitung der Kommune Apenrade weitergeleitet hat.

Es stimme, dass an Wochenenden meist russische Fernfahrer gern in die Schwimmhalle kommen und die Sauna nutzen, so Knud-Gert Diedrichsen, Leiter der kommunalen Schwimmhallen.

„Sie halten sich dann manchmal in einer Gruppe in der Sauna auf. Man braucht dann ja nicht hineinzugehen, sondern wartet, bis die Sauna wieder frei wird“, so Diedrichsen.

„Wir weisen mittlerweile auch auf Russisch auf die Verhaltensregeln hin.“

Man setze darauf, dass die Schwimmhallengäste die Vorgaben zur Verhinderung einer Covid-19-Infektion von sich aus einhalten. Von einer überfüllten Halle könne auch an Wochenenden nicht die Rede sein.

Besucherzahl begrenzt

„Wir haben momentan 100 Gäste im Zeitraum 8 bis 15 Uhr. Vor der Corona-Krise waren es 300. Im großen Becken dürfen sich maximal 50, im Kinderbecken maximal 20 Personen aufhalten. Wir achten stets auf die aktuellen Besucherzahlen. Wir sind aber keine Polizeibeamten und können nicht überall sein“, sagt der Hallenchef.

Im großen Becken der Bauer Schwimmhalle dürfen sich coronabedingt maximal 50 Personen aufhalten. Foto: Karin Riggelsen

In der Sauna, die für 14 Personen ausgerichtet ist, dürfen sich wegen der Abstandskriterien höchstens sechs Gäste aufhalten. Wem das zu viel erscheint, der müsse auf den Saunagang verzichten, findet der Leiter der kommunalen Schwimmhallen.

„Die Saunabesucher sind angehalten, nicht zu sprechen und nicht mit dem Handtuch zu schwingen, um die Luft herumzuwirbeln“, erklärt Diedrichsen einige Verhaltensreglen, die man auch ausländischen Brummifahrern noch einmal ans Herz legen möchte.

Generell gutes Verhalten

Generell verhalten sich die Gäste in Bau und in den Schwimmhallen in Rothenkrug (Rødekro), Tingleff (Tinglev) und Apenrade vorbildlich, was die Einhaltung der Corona-Regeln betrifft, so Knud-Gert Diedrichsen.

Im großen Becken dürfen sich maximal 50, im Kinderbecken maximal 20 Personen aufhalten. Wir achten stets auf die aktuellen Besucherzahlen. Wir sind aber keine Polizeibeamten und können nicht überall sein.

Knud-Gert Diedrichsen

„Durch das Schwimmen im Chlorwasser minimiert sich die Ansteckungsgefahr ohnehin. Chlor ist ein Desinfektionsmittel.“

In der Sauna ist das etwas anders. „Wir haben daher die Sauna in der Tingleffer Schwimmhalle geschlossen. Sie ist einfach zu klein“, erwähnt Diedrichsen.

Am Eingang der Sauna in der Bauer Schwimmhalle wird auf Deutsch und Dänisch auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht. Foto: Karin Riggelsen

Die Altersstruktur der Schwimmhallengäste hat sich in der Corona-Zeit nicht markant verändert, wie er sagt.

Kaum Jugendliche

„Die kostenlosen Senioren-Schwimmeinheiten erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, auch wenn der eine oder andere wegen Corona lieber zu Hause bleibt. Eltern mit Babys und Kleinkindern gehören ebenfalls nach wie vor zu den treuen Besuchern, wie auch Kinder ohne Eltern. Lediglich die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren sind rar“, so Diedrichsen.

Auch er sehnt sich zurück zu einem Betrieb ohne Corona, denn die finanzielle Ausgangslage ist seit der Pandemie alles andere als rosig.

„Es ist eine Katastrophe“, so der Hallenleiter mit einem Seufzer.

Saunanutzung auf eigene Gefahr

Eine Sauna hat neuerdings auch das Lehrschwimmbecken der Deutschen Sporthalle Tingleff. Sowohl das neu renovierte Becken als auch die Sauna sind nutzbar, sagt Erwin Andresen, Vorsitzender des „Sport- und Kulturzentrums“, so der offizielle Name der Sporthalle.

Die Schwimmhalle samt Sauna ist allerdings kein öffentlicher Betrieb. „Wir haben keinen Bademeister mit Rettungsschwimmerschein. Das müssen Vereine und Institutionen, die Hallenzeiten mieten, selber stellen“, so Andresen.

Wer die Halle mietet, kann auch die Sauna nutzen. „Wir haben kein Saunaverbot ausgesprochen. Es müssen aber die gängigen Corona-Vorgaben eingehalten werden, und es liegt in der Verantwortung der Vereine und Einrichtungen, wenn sie die Sauna nutzen“, ergänzt der Vorsitzende, der ebenfalls der Zeit ohne Corona entgegenfiebert.

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