Faustball WM

„In die Schranken gewiesen worden“

„In die Schranken gewiesen worden“

„In die Schranken gewiesen worden“

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Winterthur
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Die beiden Mannschaften bei der begrüßen sich Foto: jt

Die Italiener machten in der Spielrunde um die oberen Plätze bei der Faustball-WM kurzen Prozess mit den dänischen Spielern.

Klar unterlegen war am Mittwochnachmittag die dänische Faustballmannschaft, die nach dem Erreichen des großen Zieles, als Gruppenzweiter in die Platzierungsrunde zu starten, gegen Italien spielen musste. Dass es ab dem Zeitpunkt nur noch schwer werden würde, hatte das Trainergespann um Roland Schubert und Sören Nissen mehrmals unterstrichen. Schlechte Mannschaften seien im Spiel um die oberen Ränge schlichtweg nicht vorhanden. Die Faustballer aus Nordschleswig sollten es gegen Italien zu spüren bekommen.

Von Anfang an setzten die italienischen Schlagmänner die dänische Abwehr unter Druck. Mit harten und gut platzierten Bällen gingen die stark aufspielenden Italiener im ersten Satz schnell in Führung. Die dänischen Spieler hatten lediglich das Nachsehen und fanden kein Mittel gegen einen gut spielenden Gegner, der aber auch kleinere Fehler machte. Der erste Satz ging demnach klar mit 11:4 verloren.

Florian Wittmann spielt Hans Martin Asmussen den Ball zu Foto: jt

Im zweiten Satz setzten die Italiener ihr starkes Spiel fort. Die dänische Mannschaft hatte keine Chance gegen das Abwehr-Bollwerk auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes. Beim Stand von 5:0 nahmen die dänischen Trainer eine Auszeit. Erst beim Spielstand von 6:1 bekam die dänische Mannschaft einen Punkt durch einen Fehler der Italiener. Zwei weitere sollten folgen, ehe eine Reihe von dänischen Fehlern für einen Endstand im zweiten Satz von 11:3 sorgte.

Am Anfang des dritten Satzes wechselten die Trainer die beiden Abwehrspieler Jasper Andresen und Carsten Thomsen aus und ersetzten sie mit Moritz Bendixen und Uffe Iwersen. Die Italiener machten indes ihre Arbeit der beiden vorherigen Sätze konsequent weiter und lagen schnell durch gute Bälle mit 3:0 vorne.

Doch zwei italienische Fehler und einen guten Spielzug der Dänen sorgten für den 3:3-Ausgleich. Wo kurz ein wenig Hoffnung auf einen kleineren Satzerfolg gegen die Italiener aufkam, nahmen diese noch mal Fahrt auf und vergrößerten den Abstand zur dänischen Mannschaft auf 6:3. Die Spieler aus Nordschleswig verkürzten zum Spielstand von 7:5, mussten sich aber letzten Endes mit 11:6 geschlagen geben.

Foto: jt

Sören Nissen, Co-Trainer der Mannschaft, monierte nach Spielende, dass sich die Mannschaft ihm zufolge unter Wert verkauft hatte. „Wir konnten keinen Druck aufbauen. Unser Aufbauspiel hat dazu nicht geklappt“, so Nissen. Zudem sei die italienische Abwehr zu gut gewesen. „Wir hätten schon noch den einen oder anderen Punkt machen können“, ärgerte er sich.

Auch Zuspieler Thore Naujeck war mit der Leistung am Mittwoch nicht zufrieden. „Wir sind in die Schranken gewiesen worden“, so Naujeck. „Mit der Niederlage an sich bin ich nicht enttäuscht. Wir haben aber zu steif gespielt und einen zu hohen Respekt für den Gegner gehabt“, betont er. Jeder in der Mannschaft habe seiner Meinung nach zwei bis drei unnötige Fehler gemacht.

Am Donnerstag spielt die dänische Mannschaft dann gegen den Gewinner der Partie Österreich gegen Chile. Auch dieses Match wird im offiziellen Livestream des Faustballverbandes IFA gezeigt.

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