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Zuschuss reicht nicht – Frauenhaus kann nicht allen helfen

Zuschuss reicht nicht – Frauenhaus kann nicht allen helfen

Zuschuss reicht nicht – Frauenhaus kann nicht allen helfen

Sonderburg/Sønderborg
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Das Frauenhaus am Agervang liegt auf dem Gelände des Sonderburger Krankenhauses. Foto: Sara Eskildsen

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Der Sozial-, Senioren- und Behindertenausschuss hat einen Betriebszuschuss von 3 Millionen Kronen im Jahr gutgeheißen. Leiterin: „Wir müssen so weitermachen wie bisher.“

Das Sonderburger Frauenhaus „Sønderborg Kvinde- og Krisecenter“ hilft jedes Jahr von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern. Für diese Hilfe besteht ein großer Bedarf: Jährlich wird die Stelle von 200 bis 260 Frauen angerufen und aufgesucht. Das erklärt die Leiterin Maybritt Kay Hinrichsen auf Anfrage.

2021 wohnten 31 Frauen und 38 Kinder im Frauenhaus. Ein durchschnittlicher Aufenthalt betrug 42 Tage. Im Jahr zuvor lagen die Zahlen bei Frauen und Kindern bei 32 und 43. 2022 wurde 29 Frauen und 30 Kindern geholfen.

Nach einer neuen zweijährigen Absprache zwischen Frauenhaus und Kommune werden dem Aufenthaltsort am Agervang 5 in Sonderburg jährlich 3 Millionen Kronen überwiesen. Diese Absprache wurde soeben von der Politik gutgeheißen.

Höchstens fünf Frauen und Kinder

Die Leiterin Maybritt Kay Hinrichsen freut sich über den Zuschuss, hatte sich aber mehr gewünscht: „Wären wir 100-prozentig voll belegt, dann würde das Geld nicht reichen.“

Das Frauenhaus kann maximal fünf Frauen und Kindern einen sicheren Unterschlupf gewährleisten. Im Vergleich zu anderen Frauenhäusern in Dänemark muss das Frauenhaus in Sonderburg mit weniger Geld auskommen. „Wir müssen also weitermachen wie bisher“, so Hinrichsen.

Maybritt Kay Hinrichsen leitet das Frauenhaus am Agervang. Foto: Sara Eskildsen

Das Frauenhaus beherbergt viele Kinder. Gerade für diese Mädchen und Jungen, die nach oft schlimmen Erlebnissen ohne den einen Elternteil auskommen müssen, würde das Frauenhaus gern ein besonderes Angebot zusammenstellen.

Erste Hilfe für die Frauen

In der neuen Absprache zwischen Institution und Kommune werden unter anderem Fachlichkeit und Entwicklung genannt. Aber das Frauenhaus bietet viel mehr als einen individuellen Einsatz der Mitarbeiter für die in Not geratenen Frauen. Freiwillige Mitarbeiterinnen können den um Hilfe bittenden Frauen nicht zuletzt auch mit guten Ratschlägen helfen, was nicht in der Betriebsabsprache erwähnt wird.

„So landen viele ja erst gar nicht im Frauenhaus“, meint Maybritt Kay Hinrichsen. Freiwillige Helferinnen übernehmen jedes Jahr 1.000 Schichten Dienst.

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Das Frauenhaus hilft auch den Frauen, die nach einem Aufenthalt im Krisencenter eine neue feste Bleibe finden sollen. Auch diese wichtige Hilfestellung wird nicht in der Betriebsabsprache genannt – und nicht bezuschusst.

Frauenhaus ein wichtiges Angebot

Die Betriebsabsprache zwischen Frauenhaus und Kommune wird jedes zweite Jahr neu verhandelt. Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Stefan Lydal (Dänische Volkspartei), spricht in einer Pressemitteilung von einem einzigartigen Angebot des Frauenhauses.

„Es soll das Zentrum weiterentwickeln. Unter anderem mit dem neuesten Wissen, Methoden und Maßgaben in der gewaltfachlichen Hilfe und Beratung“, so der zweite Vorsitzende, Preben Storm (Soz.)

Das Sonderburger Frauenhaus ist eine eigenständige Einrichtung und erhält einen kommunalen Betriebszuschuss. Foto: Sara Eskildsen
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Jens Kragh Iversen
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