Umweltverschmutzung

Warum der Himmarker Strand erst 2023 gereinigt wird

Warum der Himmarker Strand erst 2023 gereinigt wird

Warum der Himmarker Strand erst 2023 gereinigt wird

Himmark
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Der Himmarker Strand - hier der Blick Richtung Norden. Hier herrscht auch 2022 ein Badeverbot. Foto: Sara Eskildsen

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Der mit Giftstoffen verschmutzte Strand von Himmark wird auch 2022 nicht von Altlasten befreit. Weshalb der Prozess länger dauert, erklärt der Vorsitzende des Umweltausschusses der Region Süddänemark.

Wie legt man einen Strandabschnitt trocken, um Altlasten aus dem Meeresboden zu graben? Diese Frage beschäftigt die Region Süddänemark weiterhin. Die ursprünglich für 2022 angesetzte Strandreinigung ist verschoben worden, die Umstände machen eine schnelle Reinigung unmöglich.

Wo ist das Problem? Der Vorsitzende des Umweltausschusses der Region Süddänemark, Jørn Lehmann Petersen (Soz.), erläutert die Situation.

Meeresboden ist zu weich

„Um das verschmutzte Erdreich im Meeresboden zu entfernen, müssen wir den Abschnitt trockenlegen. Eine Eindämmung muss gebaut werden, damit kein Wasser mehr den Uferbereich bedeckt. Für diesen Damm müssen Pfähle in den Boden geschlagen werden, die diese Eindämmung halten können. Nun wurde festgestellt, dass der Boden weitaus weicher ist, als zunächst angenommen. Das heißt: Dort, wo die Eindämmung stehen sollte, ist es nicht möglich. Wir müssen weiter ins Meer rein – und dafür müssen nun neue Berechnungen und Untersuchungen vorgenommen werden.“

Das Baden am Himmarker Strand ist seit Jahren verboten. Foto: Sara Eskildsen

Neben der Frage, wie das rein praktisch möglich ist, muss auch die Finanzierung geklärt werden. „Die Reinigung des Strandabschnittes wird teurer als angenommen. Wie viel teurer, können wir nicht sagen, das muss noch festgestellt werden.“

Man wolle lieber Vorsicht walten lassen, sagt der Regionsratspolitiker. „Denn wenn wir einen Damm bauen, der am Ende nicht hält, dann könnte ein Teil der Giftstoffe in den Kleinen Belt gelangen, wenn die Ausgrabungen bereits begonnen haben. Das muss auf jeden Fall verhindert werden“, sagt Lehmann Petersen.

Web-Kameras für den Strandabschnitt

„Daher musste die Reinigung verschoben werden. Wir hoffen, dass es im Frühjahr 2023 losgehen kann. Wir tun alles, damit es so schnell wie möglich, aber sicher durchgeführt werden kann.“

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger werden im Zuge der Reinigungsarbeiten Informationsveranstaltungen geplant. „Außerdem wollen wir Web-Kameras aufbauen, sodass alle die Arbeiten in Sachen Strandreinigung verfolgen können, wenn es losgeht“, sagt der Politiker.

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