Energieversorgung

Die Düppeler Mühle macht das Licht aus und der Advent wird dunkler

Die Düppeler Mühle macht das Licht aus und der Advent wird dunkler

Die Düppeler Mühle macht das Licht aus

Düppel/Dybbøl
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Die Mühle auf Düppel wird ab sofort nicht mehr beleuchtet. Foto: Sara Eskildsen

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Die Energiekrise hat ein Nationalsymbol erreicht: Die Düppeler Mühle reagiert auf die Situation mit einer drastischen Maßnahme.

Vorbei die Zeiten, in denen die Düppeler Mühle in den dunklen Abendstunden beleuchtet wurde. Der Vorstand des Vereins DSI Dybbøl Mølle hat beschlossen, die Beleuchtung der Mühle mit sofortiger Wirkung zu unterlassen.

Beschluss ist keine Sparmaßnahme

„Der Beschluss ist vor dem Hintergrund der Energiekrise getroffen worden, in der die Düppeler Mühle natürlich solidarisch dazu beitragen will, den Stromverbrauch zu reduzieren“, teilt Jens Peter Rasmussen als Vorsitzender des Vorstandes mit.

Die Düppeler Mühle steht in den Düppeler Schanzen, wo einst der Krieg zwischen Preußen-Österreich und Dänemark tobte. Foto: Kim Haugaard/Ritzau Scanpix

Die Düppeler Mühle war bislang von Sonnenuntergang bis 23.30 Uhr beleuchtet. Es gehe nicht darum, bei den Ausgaben für Strom zu sparen.

„Wir sparen dabei nichts, da der Strom gesponsort ist. Aber der Sponsor und die Gesellschaft sparen einen Betrag, den wir nicht benennen können“, so der Vorsitzende.

Der Vorstand stehe geschlossen hinter der Entscheidung, so Rasmussen.

Änderungen bei der Weihnachtsbeleuchtung in Sonderburg

Auch der Handelsverein „Vores Sønderborg“ reagiert auf die Energiekrise. Seit Montag steht fest, dass die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr nur während der Öffnungszeiten der Geschäfte angeschaltet sein wird.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird in diesem Jahr nur während der Öffnungszeiten der Geschäfte angeschaltet sein. Foto: Karin Riggelsen

Zudem werden die Lichtinstallationen in der Sonderburger Innenstadt ­– allesamt mit LED beleuchtet – nur im Dezember und nicht wie 2021, auch im Januar leuchten.

„Es geht in erster Linie um das Wort Gemeinschaftssinn“

„Wir reduzieren die Zeit, in der die Lichter an sind, und lassen sie nicht im Januar leuchten, das ist mehr als eine Halbierung und wir zeigen Gemeinschaftssinn“, sagt Stadtmanager Axel Nielsen.

„Es geht in erster Linie um das Wort Gemeinschaftssinn und um das Signal, das wir als Handelsvereine aussenden.“ Die Entscheidung ist gemeinsam mit den Handelsvereinen in Norburg (Nordborg) und Gravenstein (Gråsten) getroffen worden.

Auch beim Event „Lang Shopping Fredag“ gibt es Änderungen in Sonderburg: Die Öffnungszeiten der Geschäfte reduzieren sich von 22 auf 20 Uhr.

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