Vorsichtsmaßnahme

37 Neuansteckungen: Mobile Teststation im Stenbjergparken

37 Neuansteckungen: Mobile Teststation im Stenbjergparken

37 Neuansteckungen: Mobile Teststation im Stenbjergparken

Sonderburg/Sønderborg
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Eine mobile Teststation ist am Dienstag in der Multihalle am Sonderburger Stenbjergpark errichtet worden. Foto: Sara Wasmund

Nachdem sich das Coronavirus in der Kommune Sonderburg schneller verbreitet hat, als zuvor, haben Region und Kommune am Dienstag mit einer mobilen Teststation auf die Situation reagiert.

Am Wohnviertel Stenbjergparken hat die Region Süddänemark am Dienstag ein mobiles Testcenter errichtet. Der Andrang war groß, rund 50 Personen ließen sich pro Stunde auf eine mögliche Corona-Infektion testen.

Die Kommune Sonderburg hatte sich in den vergangenen Tagen zum Risikogebiet entwickelt, nachdem sich das Virus auf einer kurdischen Großhochzeit in Aarhus rasant verbreitet hatte. Die Behörde „Styrelsen for Patientsikkerhed” sieht einen konkreten Zusammenhang zwischen der Hochzeit in Aarhus und dem Anstieg in Sonderburg, nachdem Gäste der Feier an den Alsensund zurückgekehrt sind.

37 Menschen haben sich in der Kommune Sonderburg in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt, seit Ausbruch der Pandemie sind in der Kommune 102 Bürger positiv auf das Virus getestet worden.

Einladung per SMS

Im Stenbjergparken sind viele Bürger mit kurdischen Wurzeln beheimatet, der Standpunkt für die mobile Teststation war daher bewusst gewählt. Bürger der Wohngegend hatten per SMS eine Einladung zum Test erhalten, doch auch Anwohner aus entfernteren Gebieten konnten sich testen lassen. Voraussetzung für eine Untersuchung im Multihaus für alle war: Man durfte keine Symptome aufweisen.

„Das Ziel ist es, all die Personen zu testen, die der betroffenen Gruppe angehören oder aus der Gegend kommen, in der sich das Virus verbreitet hat und die noch nicht getestet wurden", so Gesundheitschef Michael Skriver Hansen. „Der Plan ist, dass die mobile Testeinheit dazu beitragen kann, die Wartezeit abzukürzen.“

Rund 50 Personen pro Stunde getestet

Joan Kaalby half dabei, die Bürger am Multihaus durch den Test zu schleusen. „Die Nachfrage ist recht groß, bislang kamen pro Stunde rund 50 Personen, um sich testen zu lassen“, so die Mitarbeiterin der kommunalen Gesundheitsverwaltung. „Es kommen auch Bürger, die keine Einladung erhalten haben und auch die werden getestet“, so die Hygieneexpertin.

Der kurdische und arabische Verein vor Ort sowie der Wohnverein SAB halben dabei, die betroffenen Gruppen zu informieren.

Joan Kaalby half den Bürgern am Dienstag durch die Test-Prozedur. Foto: Sara Wasmund
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