Sonderburg

Svend Auken-Preis geht an Project Zero

Svend Auken-Preis geht an Project Zero

Svend Auken-Preis geht an Project Zero

Aalborg
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Peter Rathje
Peter Rathje Foto: Project Zero

Die Sozialdemokraten streiten sich in Aalborg am Wochenende nicht nur über die politische Linie – sie verteilen auch Schulterklopfer. Ein besonders großer geht in die Kommune Sonderburg: Das Project Zero, also das Ziel, Sonderburg CO2-neutral zu machen, bekommt den Svend-Auken-Preis 2017.

Seit 2009 verteilen die Sozialdemokraten jedes Jahr einen Svend-Auken-Preis für ökologischen Einsatz an Personen oder Projekte in ganz Dänemark. Dieses Jahr wandert der Preis nach Sonderburg. Das dortige Project Zero habe grüne Arbeitsplätze geschaffen und den CO2-Ausstoß in der Kommune Sonderburg gesenkt, heißt es in der Begründung.

Das Project Zero ist eine öffentlich-private Zusammenarbeit, die 2007 von den Stiftungen der Unternehmen Danfoss und Nordea, von Syd Energi und Dong Energy sowie der Kommune Sonderburg ins Leben gerufen wurde. Seither hat Sonderburg den CO2-Ausstoß um 35 Prozent reduziert und hunderte Arbeitsplätze im grünen Sektor geschaffen.

Der klima- und umweltpolitische Sprecher der sozialdemokratischen Folketingsfraktion, Jens Joel, nutzte die Preisvergabe in Aalborg am Sonnabend für Regierungskritik: „Während unsere Regierung leider mehr darum bemüht war, überall von Klimazielen bis zur Energieforschung den Gürtel enger zu schnallen, gibt es glücklicherweise viele Kommunen und Unternehmen im Lande, die an der grünen Umstellung festhalten.“ Das Project Zero weise vielen anderen den Weg, sagte er. Schließlich sei die grüne Wirtschaft Dänemarks Zukunft.

Project Zero-Direktor Peter Rathje sagte, der Preis unterstreiche, dass Städte durch lokale Zusammenarbeit vorangehen und die grüne Umstellung schaffen könnten. „Svend Auken war überzeugt davon, dass es sich lohnen würde, in Technologien zu investieren, die nachhaltige Energie statt ‚schwarzer Energie‘ schafft“, so Rathje. Heute exportiere Dänemark zunehmend intelligente Energielösungen in die ganze Welt und die grüne Umstellung schaffe grüne Jobs und Wachstum, auch in Sonderburg. „Svend Aukens Visionen sollten also jeden Bürgermeister, Politiker und Minister inspirieren, im Namen und Erbe des Klimas – und Svend Aukens – zu handeln“, so Rathje.

Das Project Zero hatte 2010 bereits den europäischen Energiepreis bekommen und war 2012 auf der Liste von Bill Clintons progressiven grünen Stadtprojekten.

Svend Auken war von 1987 bis 1992 Vorsitzender der Sozialdemokraten. Von 1993 bis 2001 war er Umweltminister Dänemarks.

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