Musikvereinigung Nordschleswig

Chor meisterte Kraftanstrengung

Chor meisterte Kraftanstrengung

Chor meisterte Kraftanstrengung

Apenrade/Aabenraa
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Der große Chor der Musikvereinigung Nordschleswig bei der Aufführung von Mendelssohns „Elias" in der Apenrader Sønderjyllandshalle. Foto: Karin Riggelsen

Mendelssohns „Elias" war ein Glanzstück für den Chor der Musikvereinigung Nordschleswig. Weitere Auftritte Sonnabend in der Tørning Mølle und Sonntag in der Kirche zu Lügumkloster.

Mendelssohns „Elias" war eine wahre Kraftanstrengung. Das merkte man Chor, Solisten und Orchester an, als der letzte Beifall am Donnerstagabend in der Apenrader Sønderjyllandshalle abgeklungen war. Über zwei Stunden dauerte das Werk mit langen Chor-Passagen, bei denen der Chor der Musikvereinigung Nordschleswig sich richtig entfalten und glänzen konnte. Am Ende viel und wohlverdienten Beifall erntete.

„Das war sehr anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht", kam es spontan gleich von mehreren Sängern.

Der Chor der Musikvereinigung Nordschleswig und das Orchester bei der Aufführung von Mendelssohns Elias. Foto: Karin Riggelsen



Chorleiterin Susanne Heigold war genau so erschöpft. Nicht überraschend, denn immerhin ist sie in der 30. Woche schwanger und hat die letzten Wochen nicht nur fleißig mit den Chormitgliedern geübt, sondern nebenbei auch noch ein Orchester zusammensetzen müssen. Die Musiker aus Deutschland und Dänemark sind sozusagen handverlesen eigens für die Elias-Konzerte und hatten zuvor nie zusammengespielt – auch das, eine Meisterleistung der energischen und engagierten Chorleiterin, die nach der Premiere erschöpft, aber mehr als zufrieden war: „Der Chor war heute Abend sehr, sehr gut", lobte sie ihre Sänger.

Der Chor der Musikvereinigung Nordschleswig bei der Aufführung von Mendelssohns Elias unter der Leitung von Chorleiterin Susanne Heigold (hier beim Einsingen fotografiert) Foto: Karin Riggelsen

Neben Chor und Orchester überzeugten auch die vier Solisten: Nikolaus Fluck (Bariton) als Elias, sowie die stimmgewaltige Anna Maria Wierød (Sopran), Cornelia Sonnleithner (Alt) und Matthias Spielvogel (Tenor).

Sonderbeifall gab es auch für die Solisten der Musikvereinigung Durita Engedal (2. Sopran) und Susanne Jagusch (1. Alt) machten gemeinsam mit Wierød und Sonnleithner ein fantastisches Quartett aus. Schließlich hatten auch Sabine Holm, Syster Cornelis und Jeppe Schlüter Jepsen ihren gelungenen Sonderauftritt als Knaben.

Der Chor der Musikvereinigung Nordschleswig bei der Aufführung von Mendelssohns Elias. Foto: Karin Riggelsen

Weitere Aufführungen

„Elias" ist auch in der Länge ein Werk, das nicht nur Klassik-Liebhaber anspricht, sondern auch Oratoriums-Laien überzeugt. Daher sollte man sich die weiteren Vorstellungen der Musikvereinigung nicht entgehen lassen: Sonnabend wird das Stück in der Tørning Mølle aufgeführt (16 Uhr) und Sonntag in der Kirche zu Lügumkloster (16 Uhr).

Übrigens ist das Chor-Werk für 2020 auch schon gefunden. Im Oktober wird in Sonderburg, Gramm, Husum und Kiel nämlich gemeinsam mit dem Landesjugendorchester Schleswig-Holstein und dem Kinderchor des Bundes Deutscher Nordschleswiger Carl Orffs „Carmina Burana" aufgeführt.

Der Chor der Musikvereinigung Nordschleswig bei der Aufführung von Mendelssohns Elias. Foto: Karin Riggelsen

Nach den drei Elias-Konzerten der Musikvereinigung Nordschleswig bringen wir eine Rezension von Jens Uwe Jessen, Apenrade.

Der Chor der Musikvereinigung Nordschleswig bei der Aufführung von Mendelssohns Elias. Foto: Karin Riggelsen
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