Zusammenarbeit

„Ohne Interreg würde das Grenzland anders aussehen“

„Ohne Interreg würde das Grenzland anders aussehen“

„Ohne Interreg würde das Grenzland anders aussehen“

Nordschleswig
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Das Projekt Kurskultur hat zahlreiche Initiativen gefördert. Foto: privat

Solarzellen aus der Rotationspresse, intelligente Ladestationen für Elektroautos und Aufspüren von Nanopartikeln. Das sind einige der Projekte, die im Rahmen des Interregprogramms gefördert worden sind. Lenkungsauschussmitglied Carsten Leth Schmidt zieht Bilanz.

Die Nanotechnologie ist eine vielversprechende Technologie der Zukunft. Doch kann von den Kleinstpartikeln auch ein Gesundheitsrisiko ausgehen.

Gefährliche von ungefährlichen Partikeln zu unterscheiden, ist das Ziel des Projektes Checknano.

Bei dem Projekt arbeiten die Süddänische Universität, die Hochschule Flensburg, die Universität Kiel sowie Firmen aus Lübeck und Sonderburg (Sønderborg) zusammen. Es ist somit typisch für die Art von Projekten, die von Interreg Deutschland-Dänemark unterstützt werden.

„Die Netzwerkbildung zwischen Unis und Firmen gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben“, sagt der Vorsitzende der Schleswigschen Partei, Carsten Leth Schmidt, der die deutsche Minderheit im Interreg-Lenkungsausschuss vertritt.

Wissensbarrieren

Die Programmperiode von Interreg 5a lief von 2014 bis 2020. Dabei hat sich herausgestellt, dass eine Zusammenarbeit über die Grenze hinweg keine Selbstverständlichkeit ist.

„Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich die Auffassungen diesseits und jenseits der Grenze sein können. Die gibt es zum Teil eine reguläre Wissensbarriere sogar zwischen Instituten oder Firmen, die sich mit denselben Gebieten befassen. Dass wir dazu beitragen konnten, diese Barrieren abzubauen, zähle ich zu unseren wichtigsten Erfolgen“, so Leth Schmidt.

Beim Projekt Rollflex werden Solarzellen entwickelt, die mit einem Rotationsdrucker hergestellt werden können. Die Ladeständer von Carpediem wissen, wann Strom aus Sonne und Wind in der Leitung ist.

Insgesamt hat Interreg in den sechs Jahren gut 70 Projekte gefördert.

„Ich bin überzeugt, dass das Grenzland ohne Interreg anders aussehen würde“, meint Leth Schmidt.

„Viele Begnungen“

Als mindestens ebenso wichtig, wie die Zusammenarbeit im innovativen Bereich, empfindet er den zwischenmenschlichen und kulturellen Austausch. Mit dem Projekt Kurskultur wurden bereits zahlreiche Initiativen unterstützt.

„Der kulturelle Austausch ist meiner Ansicht nach ein Dauerthema. Durch Kurskultur konnten wir viele kleine Projekte schnell und unbürokratisch fördern. Das hat sehr viele Begegnungen ermöglicht“, meint der SP-Vorsitzende.

Das Interregprogramm 6a für die Periode 2021 bis 2026 wird Mittel in derselben Höhe wie das Vorgängerprogramm erhalten. Das dänische Erwerbsministerium muss jedoch eine Verordnung erarbeiten, bevor die Mittel freigegeben werden.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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