Projektwoche

Schüler entwickeln Wohnideen der Zukunft

Schüler entwickeln Wohnideen der Zukunft

Schüler entwickeln Wohnideen der Zukunft

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Die Schülerinnen der 6. Klasse hatten jede Menge Spaß bei ihren Versuchen. Foto: Annika Zepke

Wie würde ein Haus im Weltall aussehen? Welche Materialien lassen sich auch bei steigendem Meeresspiegel gut verwenden? Und wie baut man eigentlich nachhaltige Häuser, wenn Platzmangel herrscht? Mit all diesen Fragen beschäftigen sich derzeit die Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Hadersleben im Rahmen der Naturwissenschaftswoche.

„Städte – Wohnen und Leben in der Zukunft“ lautet das Thema der diesjährigen Naturwissenschaftswoche an der Deutschen Schule Hadersleben. Von Montag bis Freitag widmen sich alle Klassen auf unterschiedliche Weise diesem Thema.

„Das ist viel besser als normaler Unterricht“, findet die 12-jährige Celina Böhm. „Das macht Spaß“, pflichtet Melena Christensen ihrer Klassenkameradin bei. Die beiden gehen in die 6. Klasse, die sich in dieser Woche mit verschiedenen Baumaterialien und deren Saug- und Tragfähigkeit beschäftigt.

„Der Weg ist das Ziel“

„Der Weg ist das Ziel bei diesem Projekt“, erklärt Schulleiterin Heike Henn-Winkels. „Die Kinder sollen verschiedene Materialien ausprobieren, also wie Ingenieure arbeiten.“

Der stellvertretende Schulleiter Piet Schwarzenberger hilft den Schülern beim Versuchsaufbau. Foto: Annika Zepke

Mithilfe von Lebensmittelfarbe und Wasser untersuchen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse zum Beispiel, wie viel Wasser die verschiedenen Materialien aufsaugen.

„So können wir feststellen, welche Materialien sich auch in Zukunft für den Hausbau eignen“, erklärt Pil Holdt. „Die Materialien, die das Wasser besonders stark aufsaugen, eignen sich nicht so gut, denn das Haus soll ja auch bei starkem Regen oder steigendem Meeresspiegel trocken bleiben.“

Kinder früh für Naturwissenschaften begeistern

Doch nicht nur die höheren Klassen befassen sich in der Naturwissenschaftswoche mit dem Thema Nachhaltigkeit, auch die Kleinsten widmen sich großen Zukunftsfragen. Wie würde es aussehen, wenn wir ins Weltall ziehen müssen?, lautet eine der Fragen, mit denen sich die 0. bis 3. Klasse beschäftigen.

Die Schülerinnen und Schüler der 0. bis 3. Klasse haben ihre Wohnungsideen der Zukunft bereits skizziert. Hoch im Kurs stehen mobile Häuser. Foto: Annika Zepke

Erste Skizzen von dem, was die Kinder sich überlegt haben, hat Klassenlehrerin Nele Krenz bereits gesammelt. Insbesondere mobile Häuser stehen bei den Kleinen hoch im Kurs, wie die Entwürfe der Kinder zeigen.

Schulleiterin Heike Henn-Winkels ist die Naturwissenschaftswoche ein persönliches Anliegen. Sie möchte die Schüler bereits ab der 0. Klasse für die Naturwissenschaften und nachhaltiges Denken begeistern.

Schüler entwerfen Tiny Houses

Die „Nawi-Woche“ soll daher für alle Klassen ein besonderes Erlebnis werden. „Bisher läuft es richtig gut“, freut sich Henn-Winkels. Für die Klassen 7 und 8 hat die Schulleiterin in diesem Jahr sogar noch ein Ass im Ärmel: Sie entwerfen im Auftrag der Firma CAWO A/S sogenannte Tiny Houses.

Julie Iwersen gestaltet ihr Tiny House mithilfe einer App. Foto: Annika Zepke

Die Schülerinnen und Schüler dürfen bei den Entwürfen der kleinen Häuser ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Einzige Bedingung: Die Wohnfläche darf nicht größer als 37 Quadratmeter sein. Ansonsten gilt das Prinzip: So nachhaltig wie möglich, so teuer wie nötig.

Herausforderung: Nachhaltigkeit

Mithilfe verschiedener Apps probieren die Schüler zunächst verschiedene Grundrisse und Gestaltungsmöglichkeiten aus. „Mir gefällt, dass wir alles selbst auswählen und designen können“, berichtet die Achtklässlerin Julie Iwersen. Nur der Nachhaltigkeitsaspekt setze ihren Ideen die ein oder andere Grenze. „Aber ich finde es wichtig, dass wir uns damit beschäftigen.“

In den kommenden Tagen werden die Schüler Modelle zu ihren Zeichnungen anfertigen. Das finale Produkt soll dann bei der Abschlussveranstaltung am Freitag präsentiert werden.

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