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Nachhaltige Entwicklung bei Kunstprojekt im Blick behalten

Nachhaltige Entwicklung bei Kunstprojekt im Blick behalten

Nachhaltige Entwicklung bei Kunstprojekt im Blick behalten

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Camilla Skøtt und Olivia Zoric (r.) stellen ihre Werke vor. Foto: Karin Friedrichsen

Die Bildkünstler Rick Towles und Inga Momsen begleiten ein Kunstprojekt am Jungfernstieg. Fünftklässler verwandeln graue Betonmauer in einen farbenfrohen Blickfang.

Kunst im öffentlichen Raum hat die graue Betonmauer am östlichen Ende des Fahrradweges am Jungfernstieg verschönert. Der erste Teil des Projekts wurde, wie berichtet, im August 2018 fertiggestellt. Dieser Tage beenden die beiden Künstler Rick Towles aus Apenrade und Inga Momsen, Flensburg, den zweiten Teil des Kunstprojekts in Kinderhöhe.

Die Bildkünstlerin Inga Momsen leitete einen Teil des Gestaltungsprojekts. Die 50-jährige Flensburgerin arbeitet grenzüberschreitend: „Ich wohne auf der deutschen Seite der Grenze, aber ich fühle mich wie eine Schleswigerin", sagt Inga Momsen. Foto: Karin Friedrichsen

Ehrgeizige Zielsetzungen

Es ist die Mauer entlang des HER-Domizils (Haderslev Erhvervsråd), die ein neues Aussehen bekommen hat. Unter dem Motto „Sieh mich“ schmückten Fünftklässler im August 2018 die Frontseite der Mauer entlang des Fahrradweges, der im November 2017 eingeweiht wurde. Während Masken und Fische bei dem einleitenden Kunstprojekt vordergründige Motive waren, haben sich Towles, Momsen, Fünftklässler aus sechs verschiedenen Kommunalschulen und ihre Lehrer, bei dem aktuellen Projekt, das ein Teil des Jungfernstieg-Projektes ist, mit den Zielsetzungen der Vereinten Nationen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auseinandergesetzt.

Lisbeth Huss Malmvig, (r.) Abteilungsleiterin der Schule in Fjelstrup mit den Schülerinnen Christina Trans, Andra Maria Minescu, Caroline Rasmussen, Frederikke Lauritzen, Sofie Lindahl Lorenzen, Camilla Skøtt, Olivia Zoric und Yasnina Dragoi (v. l.) Foto: Karin Friedrichsen

Erhaltungswürdiges in Luftblasen verpacken

Die Fünftklässler der Fælleskolen Favrdal Fjelstrup legten Freitag letzte Hand an die Ausschmückung. In Anbindung an die Klimaanpassung des Stadtteils in Hafennähe haben die Jugendlichen im Unterricht über die Zielsetzungen einer nachhaltigen Entwicklung gesprochen.

Sie hatten bei der Ausschmückung die Möglichkeit im übertragenen Sinn die Sachen zu beschützen, die ihnen ans Herz gewachsen sind, erklärte Inga Momsen. Deswegen haben ihre Schüler ihre erhaltungswürdigen Sachen symbolisch in eine Luftblase gestellt. Die Luftblasen schwimmen nun an der Betonwand, die sich teilweise in ein Meer verwandelte. „Ich habe einen Tintenfisch gemalt, die ein Stoppschild hält“, erzählt Camilla Skøtt. Die elfjährige Fjelstruperin sorgt sich wegen der globalen Erwärmung. Ihre Klassenkameradin Olivia Zoric hat einen ausgetrockneten Wald in ihre Luftblase gepackt.

Sofie Lindahl Lorenzen bei der Ausschmückung Foto: Karin Friedrichsen

Momsen brachte frischen Wind in den Unterricht

„Wir haben eine fantastische Zusammenarbeit mit Inga Momsen gehabt. Sie ist zu uns in die Schule gekommen. Mit ihr kam frischer Wind in den Unterricht“, lobte die Abteilungsleiterin des Schulstandortes in Fjelstrup, Lisbeth Huss Malmvig.

Ein Teil des Jungfernstieg-Projekts

Das aktuelle Kunstprojekt ist ein Teil des Jungfernstieg-Projekts, bei dem unter anderem die Klimasicherung des Stadtteils vordergründig ist. Mette Zippora Leth Schmidt ist Projektleiterin des Jungfernstieg-Projekts und Merete Essenbæk, Abteilungsleiterin bei „Museum Sønderjylland“, hat sich ehrenamtlich als Koordinatorin eingebracht.

Ein Teil der Ausschmückung, die von Rick Towles begleitet wurde. Foto: Karin Friedrichsen
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