Deutsche Minderheit

100 Jahre Musikvereinigung: Gutes bewahren und offen sein für Neues

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Dirigentin Susanne Heigold übte mit den Gästen des Empfangs einen Kanon ein.

Anlässlich des runden Geburtstages der Musikvereinigung begrüßt die Vorsitzende Karin Petersen die Gäste mit einem einfachen Wunsch: dass das Soziale und die Freude am Singen auch in Zukunft Herzstück der Musikvereinigung Nordschleswig bleiben.

Kurz vor 16 Uhr am Dienstagnachmittag ist der Parkplatz auf dem Knivsberg bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Menschen zieht es in den Theatersaal, vorn am Eingang wartet Karin Petersen, Vorsitzende der Musikvereinigung Nordschleswig, um ihre Gäste zu begrüßen. Der Anlass: Empfang der Musikvereinigung anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens. 

Was sie sich wünscht für die Zukunft? „Dass es so bleibt, wie es ist. Für uns ist das Soziale und die Freude am Singen wichtig”, antwortet Karin Petersen. In ihrer Rede sagt sie aber auch, dass ab und an ein frischer Wind guttue.

Marion Petersen, die als Vorsitzende des Kulturausschusses des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) ein Grußwort spricht, fasst ihren Wunsch an die Zukunft der Musikvereinigung so zusammen: „Dass er weiterhin ein großer Chor bleibt, der so vielfältig bleibt, wie er jetzt ist. Ein Chor, dem sich Menschen von nördlich und südlich der Grenze, aus Minderheit und Mehrheit, begegnen und jung und alt miteinander singen.“ Für sie ist die Musikvereinigung „das Flaggschiff der Minderheit“, das vor der Herausforderung stehe, sich immer wieder neu zu erfinden, beispielsweise mit neuen Konzertformaten. 

Karin Petersen, Vorsitzende der Musikvereinigung Nordschleswig

„Weitere hundert Jahre“ wünscht Uwe Jessen. Der BDN-Generalsekretär führt durch den Abend. Er hofft zudem, dass auch in Zukunft die Musikvereinigung flächendeckend ihr Angebot anbieten und neue Mitglieder gewinnen kann – eine Herausforderung, vor der jeder Verein stehe, so Jessen. 

Nina Jebsen, Leiterin des Archivs der Deutschen Minderheit, nimmt die Gäste des Empfangs mit auf eine Zeitreise zu den Ursprüngen der Gesangsbewegung und zu den Ursprüngen der Musikvereinigung und deren wechselvoller Geschichte bis in die heutige Zeit.

Auch Pia und Götz Hohmann aus Tingleff (Tinglev) sind der Einladung zum Empfang gefolgt. Sie will im Januar 2026 einsteigen, ihr Mann ist schon länger dabei. Der Zusammenhalt, die schönen Erlebnisse sind für Götz Hohmann eine große Freude. „Es soll gerne so bleiben, wie es ist“, sagt er. „Man arbeitet so auf die Konzerte hin, da ist es schön zu sehen, dass diese so gut beim Publikum ankommen“, fügt er noch hinzu.

Die Fotografien aus der Geschichte der Musikvereinigung lassen Erinnerungen aufleben und sorgen für Gespräche.

Die Vorsitzende Karin Petersen schließt ihre Rede mit den Worten: „Die Musikvereinigung ist etwas Besonderes, auf das wir aufpassen müssen.“

Korrektur am Freitag, 10. Oktober: Zitat stammt von Götz Hohmann, nicht wie zunächst angegeben von Pia Hohmann. 

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