Gesundheit

Gesundheitscluster sollen bessere Behandlung möglich machen

Gesundheitscluster sollen bessere Behandlung möglich machen

Gesundheitscluster sollen bessere Behandlung möglich machen

Ritzau/kj
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Mit den neuen Gesundheitsbereichen soll eine krankenhaus- und kommunenübergreifende Behandlung für die Patienten leichter gemacht werden. Foto: Adobe Stock

Neue Strukturen sollen dafür sorgen, dass sich in ganz Dänemark Krankenhäuser, Hausärzte und Kommunen abstimmen, wenn Patientinnen und Patienten behandelt werden.

In Dänemark sollen 21 neue Gesundheitscluster entstehen, die rund um die Akutkrankenhäuser des Landes angesiedelt werden.

Darauf haben sich die Regierung, der Regionsverband Danske Regioner und der Verband der dänischen Kommunen, Kommunernes Landsforening, geeinigt, schreibt das Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung.

Mensch im Mittelpunkt

„Zu viele Patientinnen und Patienten fühlen sich heimatlos im System zwischen Krankenhaus, Kommune und Hausarztpraxen. Die Idee ist, dass die Patienten sich nicht damit auseinandersetzen müssen, wer für ihre Behandlung verantwortlich ist. Der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen. Die Zusammenarbeit muss viel, viel besser sein als heute“, sagt Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) über das Problem, das die Cluster lösen sollen.

Was sind Cluster?

Cluster ist ein Begriff, der die Zusammenführung von Aktivitäten im gleichen Bereich beschreibt, um die Vorteile zu nutzen.

Die neuen Cluster sind Teil einer neuen Struktur des Gesundheitssystems, die für mehr Behandlungskohärenz sorgen soll, vor allem außerhalb der Großstädte. Gleichzeitig sollen sie dafür sorgen, dass der Patient nicht zwischen den Stühlen steht.

Vorteile nutzen

„Mit der heutigen Vereinbarung machen wir einen großen und wichtigen Schritt, um sicherzustellen, dass die vielen Patientinnen und Patienten, die wir gemeinsam über Krankenhäuser, Kommunen und Hausarztpraxen hinweg betreuen, in Zukunft eine bessere und kohärente Behandlung erhalten“, schreibt Stephanie Lose (Venstre), Vorsitzende bei Danske Regioner, in der Presseerklärung.

Wir müssen die Bemühungen für ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten oder psychischen Problemen wirklich krankenhaus- und kommunenübergreifend gestalten und die Qualität der lokalen Gesundheitsversorgung stärken.

Magnus Heunicke, Gesundheitsminister

Die Idee der Schaffung von Gesundheitsclustern, die einen neuen Rahmen für das Gesundheitssystem bilden sollen, wurde von der vorherigen Regierung unter Lars Løkke Rasmussen vorgeschlagen.

Laut Pressemitteilung werden die neuen Cluster eine fachliche und eine politische Komponente haben, in die sowohl Regionen, Kommunen als auch Hauspraxen eingebunden sind.

Jede Gesundheitsgemeinschaft soll um ein Akutkrankenhaus entstehen. Foto: Ritzau Grafik

Die neuen Cluster werden für die Bevölkerung in ihrem Gebiet zuständig sein und dafür sorgen, dass Behandlungsprozesse Krankenhäuser, Kommunen und Regionen einbeziehen können. Sie werden auch die Verantwortung für die Psychiatrien haben.

Behandlungen problemlos krankenhaus- und kommunenübergreifend

„Jetzt geht es ernsthaft um die Herausforderung, die Behandlung bestmöglich auf den Patienten abzustimmen. Dies ist seit zu vielen Jahren die Achillesferse des Gesundheitswesens. Wir müssen die Bemühungen für ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten oder psychischen Problemen wirklich krankenhaus- und kommunenübergreifend gestalten und die Qualität der lokalen Gesundheitsversorgung stärken“, schreibt Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) über die Vereinbarung.

Die Vereinbarung zur Schaffung von Gesundheitsclustern ist Teil der anstehenden großen Verhandlungen über ein neues Gesundheitsabkommen im Parlament, die im Herbst beginnen sollen.

Mit den Gesundheitsclustern werden auch die Weichen für die Zukunft gestellt, in der die Zahl der älteren Menschen deutlich zunehmen wird. Dies wird neue Anforderungen an Prävention und Behandlung außerhalb des Krankenhauses stellen.

Mehr lesen