Tourismus

Von Seen und Sehenswürdigkeiten

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Ein großer Schirm zeigt über Google Maps die Region – der Besucher kann den Ausschnitt selbst verkleinern und vergrößern. Foto: swa

Helle Østergaard betreut im Touristenbüro Urlauber und Ausflügler und muss ab und an auch außergewöhnliche Nachfragen beantworten.

Wo kann ich in naturbelassenen Seen mit Schilfrand baden? Als Beraterin im Apenrader Tourismusbüro von Visit Aabenraa muss Helle Østergaard auch mal ungewöhnliche Anfragen beantworten können. „Ganz ehrlich, da musste ich auch erstmal googeln, bevor ich weiterhelfen konnte. Zumal die Dame nicht ein Naturfreibad meinte, sondern so richtige kleine, zugewachsene Seen. Aber ich konnte ihr schließlich ein paar Tipps geben“, lacht Helle Østergaard.

Zusammen mit ihrer Kollegin Sarah Jürgensen ist sie im Apenrader Touristenbüro für Urlauber und Tagesausflügler die persönliche Ansprechpartnerin. Arbeiten, wo andere im Urlaub hinkommen – für Helle Østergaard ist der Job jeden Tag so unterschiedlich wie die Besucher. „Man weiß nicht, ob jemand kommt und nach dem nächsten Postkasten fragt oder eine dreiwöchige Rundreise durch Dänemark plant“, sagt sie.

Die meisten Besucher im alten Apenrader Rathaus seien aber an folgendem interessiert: Radwanderwege, Museen, Lokalgeschichte, Stadtwanderungen und Angeln. „Die Führungen durch das historische Apenrade sind definitiv ein Renner. Viele nehmen Broschüren mit, beispielsweise über die Kløverpfade. Auch die Altstadt rund um Kirchplatz und St. Pottergade zieht die Leute an. Und man merkt ganz klar die Tendenz: Die Leute wollen Karten auf Papier, gerade was die Radwanderwege angeht.“ Von Montag bis Freitag ist das Büro bemannt. Trotz all der digitalen Selbstbedienungsmöglichkeiten und der ausliegenden Broschüren – die Leute, sagt Helle Østergaard, freuen sich über einen persönlichen Ansprechpartner.

„Man merkt schon, dass die Besucher eine direkte Beratung vorziehen. Und man kann im persönlichen Gespräch einfach besser herausfinden, was wirklich zu den Leuten passt.“ Wichtig sei auch, so Østergaard, dass man die Urlauber auf die gesamte Region Nordschleswig hinweist. „An einem Tag kann man das Wattenmeer auf Röm genießen und am anderen die Ostseeküste bei Sonderburg. Wir zeigen, wie viele Möglichkeiten man hier hat!“ Und auch an kleinen Seen, das weiß Helle Østergaard jetzt, soll es Urlaubern hierzulande nicht mangeln…

Tüten für Touristen: Die gute Tat im Urlaub

Das Tourismusbüro der Apenrader Kommune hilft mit, die Verschmutzung der Küsten zu bekämpfen. „Müll verschmutzt die Meere weltweit, Apenrade ist da leider keine Ausnahme. Und wir wissen alle, wo der Plastikmüll landet: An Stränden und in den Bäuchen der Fische“, sagt Helle Østergaard.

Um dagegen anzugehen, beteiligt sich die Kommune seit gestern an der landesweiten Aktion „Gemeinsam für ein Meer ohne Müll“, die vom Umweltministerium initiiert wurde. „Wir bitten unsere Besucher, eine Aktionstüte mitzunehmen und bei Gelegenheit den Müll einzusammeln, den sie am Strand und an der Küste finden. Gemeinsam können wir etwas dagegen tun!“ Auch Akteure entlang der Küste, beispielsweise Segelklubs und Restaurants, sollen einbezogen werden. Wer demnächst eine der grün-weißen Tüten ausliegen sieht: Bitte zugreifen – und gefüllt in den Mülleimer werfen.

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