Erste Hilfe

Der Lebensretter mit dem öligen Gesicht

Der Lebensretter mit dem öligen Gesicht

Der Lebensretter mit dem öligen Gesicht

Apenrade/Aabenraa
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Thomas Strandbygaard zeigt die Stelle, wo der Defibrillator demnächst für alle zugänglich angebracht wird. Foto: Anke Haagensen

Thomas Strandbygaard verdient sein Geld mit Unterbodenversiegelung. In seiner Freizeit löscht er Brände und leistet Erste Hilfe.

In den nächsten Tagen wird an der Außenwand des Spezialisten für Unterbodenversiegelung „Sønderjysk Undervognsbehandling“ am Egevej ein Defibrillator angebracht.

Firmenchef Thomas Strandbygaard hat die Maschine selbst bezahlt. Sie allein kostet 13.000 Kronen. Hinzu kommen rund 8.000 Kronen für die wetterfeste Anbringung an der Hauswand. Die Kosten sind für Thomas Strandbygaard nebensächlich. Leben retten ist für ihn im wahrsten Sinne eine Herzensangelegenheit. Er ist in seiner Freizeit Feuerwehrmann und Mobiler Retter.

Kindheitstraum erfüllt

Vor elf Jahren hat er sich seinen Kindheitstraum erfüllt, als er sich in seinem Wohnort Toftlund der Freiwilligen Feuerwehr anschloss. Dort hat er es inzwischen zum stellvertretenden Feuerwehrhauptmann gebracht. Da er sich tagsüber in seiner Werkstatt in dem Gewerbegebiet an der Apenrader Autobahn befindet, fährt er in seiner Arbeitszeit bei Einsätzen der Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Rothenkrug mit. Nach Feierabend und am Wochenende fährt er dann mit seinen Toftlunder Feuerwehr-Kameraden los.

Als Mobiler Retter im Einsatz

Als die Region Süddänemark vor einigen Jahren die Feuerwehrleute aufforderte, sich als Mobiler Retter zur Verfügung zu stellen, meldete sich Strandbygaard.

Seitdem ist er achtmal in Rothenkrug, dreimal in Apenrade und dreimal in Toftlund als Erstretter angefordert worden. Aus diesem Grund hat er sich vor einiger Zeit privat auch einen Defibrillator angeschafft, den er jetzt immer bei sich im Auto hat.

„Es gibt zwar Defibrillatoren in der Umgebung. Abenas ist aber nur während der Öffnungszeit zugänglich“, sagt Strandbygaard. Er hat sich deshalb entschieden, einen zweiten Defibrillator anzuschaffen, der dann zu jeder Tages- und Nachtzeit zugänglich sein wird.

Seinen jüngsten Einsatz als Lebensretter hatte er auf dem Grünstreifen der benachbarten Circle-K-Tankstelle. Doch auch auf dem gegenüberliegenden Sammelparkplatz hat er schon einige Leben retten können.

Es geht im Ernstfall um Sekunden

Sobald der Alarm geht, springt er in sein Auto. Da kann es natürlich sein, dass sein Gesicht noch schwarz oder ölig ist, aber im Ernstfall geht es um Sekunden und nicht um Sauberkeit.

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