Kommunalpolitik

SP setzt auf Rückhalt aller deutschen Nordschleswiger

SP setzt auf Rückhalt aller deutschen Nordschleswiger

SP setzt auf Rückhalt aller deutschen Nordschleswiger

Apenrade/Aabenraa
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SP-Wahlkampf in Sonderburg (Archivbild) Foto: Karin Riggelsen

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Die Schleswigsche Partei stimmt sich bei ihrer Hauptversammlung auf dem Knivsberg auf den Kommunalwahlkampf ein. Die Partei der deutschen Minderheit ruft auch Neubürger zur Stimmabgabe am 16. November auf.

Am Sonnabend, 19. Juni, startet um 13 Uhr die Hauptversammlung der Schleswigschen Partei (SP) in der Bildungsstätte Knivsberg nördlich von Apenrade. Nach Lockerung der Anti-Corona-Vorkehrungen werden erstmals wieder die SP-Aktiven aus allen Kommunen Nordschleswigs zusammenkommen, um den Kurs für die Kommunalwahlen am 16. November abzustecken. „Die SP setzt in diesem Jahr auf den Rückhalt aller deutschen Nordschleswiger“, so SP-Parteisekretärin Ruth Candussi unter Hinweis auf die einleitenden Grußworte der Spitzen des Sozialdienstes, Elke Lorenzen, des Jugendverbandsvorsitzenden Jasper Andresen und des Vorsitzenden des Deutschen Schul- und Sprachvereins, Welm Friedrichsen.

Mobilisierung der eigenen Reihen

„Es ist wichtig, dass in diesem Jahr die Menschen aus der Minderheit für die SP stimmen, damit wir die Mandate halten und möglichst Sitze in den Kommunalparlamenten hinzugewinnen können“, so Candussi und fährt fort: „Es ist so wichtig, dass die Minderheit politisch vertreten ist. Denn in den Stadträten werden die Entscheidungen getroffen, die für den Erhalt unserer Einrichtungen so wichtig sind.“ Sie denkt dabei an den Sozialdienst, aber auch an Nutzung von Sporthallen durch deutsche Kindergärten und Schulen. „Wer sonst als die SP-Vertreterinnen und -Vertreter setzen sich für die Einrichtungen und Anliegen der Minderheit in den Kommunen ein“, so der Appell der „SP-Managerin“. Ruth Candussi unterstreicht aber auch, dass die SP sich auch als Interessenvertreterin der inzwischen vielen Tausend deutschen Neubürger in den vier Kommunen nördlich der deutsch-dänischen Grenzen versteht, die sich aus Interesse an der interessanten Region oder aus beruflichen Gründen in den Kommunen Tondern (Tønder), Apenrade (Aabenraa), Hadersleben (Haderslev) oder Sonderburg (Sønderborg) niedergelassen haben.

Wir setzten uns als Minderheit auch für Neubürger anderer Nationalität in den Kommunen ein.

Ruth Candussi, Parteisekretärin der SP

„Wir setzten uns als Minderheit auch für Neubürger anderer Nationalität in den Kommunen ein“, so Ruth Candussi. Das sei für die deutschen Nordschleswiger, die stets auf den Erhalt der Vielfalt in der Grenzregion pochen, selbstverständlich. „Unsere Einrichtungen von Bildungsangeboten über Büchereien bis zum Sozialdienst können Neubürgerinnen und Bürgern beim Einleben in die dänische Gesellschaft behilflich sein“, so Ruth Candussi.

Kommunen sollten mit deutschen Angeboten werben

Vor diesem Hintergrund setzten sich die SP-Vertreterinnen und -Vertreter auch in den Kommunen dafür ein, dass diese, was teilweise auch schon geschieht, die deutschen Angebote bekannt machen, um den hierzulande erforderlichen Zuzug von Spezialistinnen und Spezialisten zu unterstützen. Unter dem Titel „Die SP auf dem Weg in den Wahlkampf“ spricht am Sonnabend ab 13.30 Uhr der SP-Vorsitzende Carsten Leth Schmidt auf dem Knivsberg, um die Schlüsselthemen – und Anliegen zu erläutern.

Bei der SP-Hauptversammlung stehen in diesem Jahr keine Wahlen wie beim Fotos aus dem Jahre 2017auf dem Programm. Foto: Volker Heesch

Kommunale Ziele im Blick

Anschließend stellen die Spitzenkandidaten der SP in den vier Kommunen sowie die Vorsitzende der JungenSpitzen, Katharina Kley, die am 16. November auch in Apenrade auf dem Stimmzettel zu finden ist, die Zielsetzungen in den einzelnen Kommunen vor. Zunächst der Apenrader SP-Spitzenkandidat Erwin Andresen und Carsten Leth Schmidt als Spitze in Hadersleben. Jørgen Popp Petersen, Tondern, wird ebenso wie Stephan Kleinschmidt, Sonderburg, darlegen, weshalb beide in ihren Heimatkommunen als Bürgermeisterkandidaten in den Kommunalwahlring steigen. Katharina Kley wird vor allem die Anliegen der jüngeren Generation auf kommunaler Ebene ansprechen. Nach den Reden stehen Diskussionen und die Behandlung von Anträgen auf der Tagesordnung, bevor der Vorsitzende des Dachverbandes der deutschen Minderheit, BDN, Hinrich Jürgensen, den politischen Teil der Hauptversammlung mit einem Grußwort schließt.

Fit für den Wahlkampf – auch sportlich

Es geht dann weiter unter dem Motto „Fit für den Wahlkampf – geistig und körperlich!“ weiter zum SP-Teambuilding. Bei einem Freiluftgottesdienst unter Mitwirkung der Musikvereinigung Nordschleswig wird in der „Mulde“ des Knivsbergs eine musikalische Liebeserklärung zum Besten gegeben. Nach Stärkung mit Kaffee und Kuchen folgt das Teambuilding auf den Sportfeldern mit den Sportlehrkräften des Jugendverbandes. Ab 18 Uhr wird zum Grillen eingeladen. Zu den Aktivitäten ab 15 Uhr hat die SP ausdrücklich auch Familienangehörige und Freunde der SP-Aktiven eingeladen. Für die Teilnahme ist es erforderlich, einen gültigen Coronapass vorweisen zu können, sowohl aufgrund der Veranstaltungsart, aber auch weil der Jugendhof als Einrichtung weiterhin von den bisher geltenden Coronapass-Regeln umfasst ist.

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