Deutsche Minderheit

Heimatkundler danken Kristel Thomsen

Heimatkundler danken Kristel Thomsen

Heimatkundler danken Kristel Thomsen

Tingleff/Tinglev
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Der HAG-Vorsitzende Lorenz P. Wree (l.) überreichte Kristel Thomsen (stehend rechts), die nach 26 Jahren im Vorstand der HAG aus diesem Gremium ausgeschieden ist, ein Geschenk. Neben Wree auf dem Foto die neue HAG-Vorsitzende Gisela Jepsen, Vorstandsmitglied Harals Søndergaard und ganz rechts Vereinsmitglied Renate Weber. Foto: Volker Heesch

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Für die stellvertretende Vorsitzende der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft für Nordschleswig (HAG), die dort 26 Jahre im Vorstand aktiv gewesen ist, ist Frank Lubowitz neu in die Vereinsspitze gewählt worden. Im März 2022 steht Christiansfeld im Mittelpunkt der Tagung in der Akademie Sankelmark.

Während der Generalversammlung erwartete die HAG-Mitglieder eine Kaffeetafel. Es wurde eifrig „geschnackt“, kommen bei den HAG-Aktivitäten doch traditionell Mitglieder aus allen Ecken des deutsch-dänischen Grenzlandes zusammen. Foto: Volker Heesch

Während der Generalversammlung der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft für Nordschleswig (HAG) am Sonnabend in der Deutschen Schule Tingleff stand nicht allein die Übergabe der Vereinsleitung von Lorenz Peter Wree an Gisela Jepsen im Mittelpunkt.

Personelle Neuerungen in der HAG

Nach der Rückschau Wrees auf das zurückliegende Vereinsjahr und dem Kassenbericht von Harald Søndergaard wurden weitere personelle Neuerungen vorgenommen. Auf eigenen Wunsch zog sich Kristel Thomsen nach 26 Jahren im Vorstand aus dem Gremium zurück. Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen votierten die anwesenden knapp 40 Vereinsmitglieder für Frank Lubowitz als ihren Nachfolger im Vorstand. Wiederwahl gab es für Harald Søndergaard, Gisela Jepsen und Claus Pörksen, ebenso für die Vereinsrevisoren Frederik Christensen und Walter Rohwedder.

Großer Einsatz im Redaktionsausschuss

Lorenz Peter Wree dankte Kristel Thomsen für ihre wichtigen Beiträge im HAG-Vorstand. „Sie war mir immer eine große Hilfe als entscheidungsfreudige Person“, so Wree und erinnerte an ihren wichtigen Einsatz im Redaktionsausschuss der jährlich erscheinenden Vereinschrift der HAG. „Du hast die Beiträge immer kritisch in Augenschein genommen, bei den Tagungen Referenten vorgestellt und Diskussionen geleitet und viele Exkursionen vorbereitet“, so der HAG-Vorsitzende, der Kristel Thomsen unter großem Beifall ein Geschenk überreichte.

Wree berichtete, dass die Jahrestagung der HAG im kommenden Jahr am 12. März in der Akademie Sankelmark stattfindet. Thema ist Christiansfeld. Versuchsweise wird die Jahrestagung nur eintägig sein. Es gab dazu Kommentare, dass sich regelmäßige Teilnehmer der Sankelmarktagung eine zweitägige Veranstaltung wünschten. Der HAG-Vorsitzende sagte dazu, dass man sehen werde, ob sich mehr Teilnehmer zu einer eintägigen Veranstaltung anmelden. Eine Rolle habe es auch gespielt, dass es schwieriger werde, Referenten für diese Art von Veranstaltungen zu gewinnen.

Frank Lubowitz neu im Vorstand

„Mir ist der Rückzug aus dem Vorstand nicht leichtgefallen, es war immer ein offenes und fröhliches Team“, erwiderte Kristel Thomsen und fügte hinzu: „Nach dem langjährigen Korrekturlesen kann ich kein Buch mehr lesen, ohne zu sehen, da fehlt ein Komma.“ Lorenz Peter Wree dankte Frank Lubowitz, den langjährigen Leiter des Archivs der deutschen Minderheit, für dessen Bereitschaft, weiter die HAG zu unterstützen.

„Mit Frank Lubowitz haben wir auch wieder ein Vorstandmitglied mit Wohnsitz südlich der Grenze, das die dort wohnhaften Mitglieder vertritt“, so Wree, der berichtete, dass im HAG-Vorstand bereits im Mai dieses Jahres die neue Verteilung der Aufgaben in der Vereinsspitze vorgenommen worden ist.

Kritik an Zuschusskürzung

In seinem Jahresbericht erwähnte Lorenz Peter Wree nicht nur die Absagen von Veranstaltungen der HAG aufgrund der Corona-Pandemie. Es sei gelungen, mit der Jahresschrift 2020 mit Beiträgen eigener HAG-Autoren und des Historikers Jan Schlürmann das Volksabstimmungs- und Grenzziehungsjubiläum angemessen zu feiern. Harald Søndergaard berichtete über gesunde Vereinsfinanzen. Allerdings musste angesichts der Kürzung des Zuschusses des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) um 10.000 Kronen im Jahre 2020, der zur Finanzierung der Jahresschrift verwendet wird, ein entsprechender Betrag den Rücklagen entnommen werden. Die sonstigen Vereinsaktivitäten, wie Tagesfahrten und die Sankelmark-Tagung, werden stets durch Beiträge der Teilnehmenden finanziert. Während der Aussprache wurde Kritik an der Kürzung des BDN-Zuschusses laut, da die HAG-Jahresschrift ein Aushängeschild der eigenen kulturellen Arbeit der deutschen Nordschleswiger darstelle.

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