Wort zum Sonntag

„Das Wort zum Sonntag, 15. August 2021“

Das Wort zum Sonntag, 15. August 2021

Das Wort zum Sonntag, 15. August 2021

Pastorin Dorothea Lindow
Dorothea Lindow
Nordschleswig
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Das Wort zum Sonntag, 15. August 2021 von Pastorin Dorothea Lindow, Kirche zu Tondern.

„Meine engen Grenzen“

Meine kurze Sicht bringe ich vor dich. Wandle sie in Weite. Herr, erbarme dich!

Ein Grenzlied: Es erzählt nicht davon, dass Grenzen abgeschafft werden, aber das Lied ermutigt, Grenzen zu sehen und sie zu weiten.

Grenzerfahrung eins: Sonntag, der 8. August, war Israelsonntag. Die Grenzen zwischen Christentum und Judentum anschauen und weiten, war das Thema des Sonntags. In Uberg haben wir mit israelischer gefeiert: Menschen aus Dänemark, aus Deutschland und aus den Niederlanden. Gemeinsam haben wir Kanons gesungen, auf deutsch, auf israelisch und auf lateinisch: Dona nobis pacem – Gib uns Frieden!. Auch beim Singen kommt es darauf an wahrzunehmen, was die anderen singen, genau hinzuhören und dann selbst einzustimmen. Das andere sehen und den eigenen Blick weiten.

Grenzerfahrung 2: Am Wochenende 14. und 15. August feierten wir 100 Jahre Volksabstimmung – 100 år folkeafstemmning. Am Samstag eher in Deutschland und an der Ostseite des Grenzlandes mit einer Fahrradtour von und nach Flensburg. Am Sonntag in Tondern mit einem deutsch-dänischen Festgottesdienst, mit Menschen beiderseits der Grenze, mit unserem gemeinsamen Glaubensbekenntnis, das jede und jeder in seiner Sprache beten kann. Als musikalische Unterstützung kommt eine Band aus dem Kirchenkreis Nordfriesland. Wir feiern den Frieden und wir feiern „gemeinsam über Grenzen“.

Grenzerfahrung 3: Vom 20.-22. August wird eine Männergruppe des Kirchenkreises Ostholstein zu Gast sein. Wir wollen einander im Rahmen eines Interreg-Projektes begegnen. Günter Barten wird am Freitag Abend einen Vortrag halten (bitte anmelden, dl@km.dk), Jørn Skov wird uns am Samstag Mittag über den Friedhof führen. Wie gestaltet sich „Frieden“ auf einem „Friedhof“? Wo sind Grenzen, was ist möglich? Wir essen miteinander, reden, begegnen uns, nehmen Grenzen und Unterschiede wahr und weiten sie. Seid herzlich willkommen“

Grenzerfahrung 4: Am 5. September wollen wir auf Rømø wieder das Inselmissionsfest feiern. Um 14.00 Uhr beginnen wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Sankt Clemens Kirche. Wir feiern miteinander und wenden uns den Menschen zu, die von der Breklumer Mission besonders in den Blick genommen werden. Wir sehen unsere eigenen Grenzen, nehmen wahr, wie andere leben, weiten unsere eigene Sicht.

Mit einem Wort aus dem 18. Psalm, das Grenzen weitet, grüße ich Euch:

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!

Lasst uns neugierig springen

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