Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Vertreter der britischen Regierung sprechen mit Passagieren auf dem Flughafen von Palma de Mallorca am Montag, 23. September 2019. Foto: Jaime Reina/AFP/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Börsenbericht

Trotz der Kursgewinne der Schwergewichte im Kopenhagener Leitindex, Novo Nordisk und Chr. Hansen, erlebte der C 25 gestern ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Der Schlussstand lag bei 1.148,8. Novo Nordisk stieg um 0,5 Prozent, Chr. Hansen um 1,4 Prozent. Trotz eines Auftrags über den Bau von Windkraftanlagen mit 43 Megawatt Leistung in Griechenland verlor die Aktie von Vestas 1,8 Prozent.

 

110 Millionen Kronen Bußgeld: Deutsche Bank gesteht Dividendensteuerbetrug ein

Die deutsche „North Channel Bank“ hat zugegeben am großen Dividendensteuer-Fall in Dänemark beteiligt gewesen zu sein – und muss nun ein Bußgeld von 110 Millionen Kronen an den dänischen Staat zahlen. Die Bank war Teil eines Betruges, der die dänische Staatskasse um 1,1 Milliarden Kronen erleichtert hat. Die Bank soll dabei rund 55 Millionen Kronen an Gebühren verdient haben. Insgesamt wurden Dänemark rund 12,7 Milliarden Kronen an Steuergeldern durch den Schwindel gestohlen, bei dem sich die Betrüger unrechtmäßig Steuerrückzahlungen auf Aktiengeschäfte auszahlen ließen. Der Direktor der North Channel Bank, Gunnar Volkers, äußerte sich in einem schriftlichen Kommentar wie folgt: „Wir haben in den vergangenen 2,5 Jahren unsere gesamte Energie darauf verwendet, in der Bank aufzuräumen und ihr ein neues Geschäftsmodell zu geben. Gleichzeitig haben wir mit den Behörden in Deutschland, Dänemark und Belgien eng zusammengearbeitet. Ich bin zufrieden, dass wir mit der Entscheidung des Gerichts einen Schlusspunkt unter den Fall setzen können.“

 

Beschäftigung in Dänemark auf Rekordniveau – noch

Nach zweimonatigem Stillstand ist die Beschäftigungsquote in Dänemark zuletzt wieder gestiegen – und liegt nun so hoch wie nie zuvor. Experten sehen trotzdem dunkle Wolken am Horizont. „Es werden weiter neue Jobs geschaffen und sie sind gut über die verschiedenen Branchen verteilt. Ab es sieht danach aus, dass der Aufschwung sich verlangsamen wird. Wenige Tausend neue Arbeitsplätze werden nicht ausreichen, um mit dem Zuwachs der Arbeitskraft schrittzuhalten. Es deutet also auf einen Anstieg der Arbeitslosigkeit hin“, sagt Las Olsen von der Danske Bank zu Ritzau.

 

Wolfsabschuss: Revisionsverhandlung beginnt

Weil er am 16. April 2018 einen Wolf erschossen hatte, wurde Mourits Troldtoft zu 40 Tagen auf Bewährung verurteilt, der Jagdschein wurde nicht entzogen. Am Montag begann die Revision, die sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft einforderten. Die Staatsanwaltschaft will eine Verschärfung der Strafe erreichen, die Verteidigung einen Freispruch. Der Verurteilte gab in der ersten Verhandlung an, er sei davon ausgegangen, einen Mischling zwischen Wolf und Hund erschossen zu haben. Dieser These widerspricht eine DNA-Analyse des Senckenberg-Instituts in Deutschland. Ein Urteil wird laut Nachrichtenagentur Ritzau am Mittwoch erwartet.

 

Insolvent von Thomas Cook betrifft 1.400 dänische Urlauber

Nachdem die Rettung des Reiseunternehmens Thomas Cook gescheitert ist, hat Thomas Cook Insolvenz angemeldet. Der skandinavische Teil des Unternehmens stellt ab Montagmorgen den Flugverkehr ein. Dies teilte Thomas Cook Airlines Scandinavia mit. Einer Unternehmenssprecherin zufolge werden 1.400 Passagiere, die nach oder von Dänemark reisen wollten, am Montag vom Einstellen der Flüge betroffen sein. Die meisten seien Spies-Reisende, so die Sprecherin. Spies ist eine Tochtergesellschaft von Thomas Cook. Diese Reisenden, die im Ausland festsitzen, sollen dem Unternehmen nach darauf warten, dass sie von Spies kontaktiert werden.

 

Mikroplastik an dänischen Stränden

Eine Stichprobenuntersuchung des Weltnaturfond WWF hat ergeben, dass an fünf von sechs untersuchten Stränden Dänemarks nicht nur Sand liegt, sondern auch Mikroplastik, das gerade noch mit dem Auge zu erkennen ist. Für den dänischen WWF-Generalsekretär Bo Øksnebjerg ist das ein großes Problem – aus zwei Gründen. Man wisse, dass Mikroplastik gefährlich werden könne, man wisse aber nicht, wie gefährlich, so Øksnebjerg. Laut WWF ist es das erste Mal, dass an dänischen Stränden nach Mikroplastik gesucht wurde.

 

Tote Frau im Hafenbecken

Am Sonntagmorgen wurde eine tote Frau im Hafenbecken von Holbæk entdeckt, deren Identität zunächst unklar war. Am Sonntagabend konnte die Polizei sie identifizieren. Es handelt sich um eine 41-jährige Touristin aus Uganda, die zu Besuch bei Bekannten war. Der Polizei zufolge gibt es kein unmittelbares Zeichen dafür, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer fiel. Der Leichnam der 41-Jährigen soll am Montag obduziert werden. In unmittelbarer Nähe des Hafenbeckens liegt ein Nachtclub, die Polizei untersucht, ob die Frau den Club besucht hat und wertet Videomaterial aus.

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