Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

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DN
Kopenhagen/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
Die Beschäftigung in Dänemark wächst. Foto: Jonas Skovbjerg Fogh/Ritzau Scanpix

Wissen was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Börsenbericht

Am letzten Handelstag der Woche gab der dänische Eliteindex C25 um 0,9 Prozent nach und notierte bei 1.361,53 Punkten. Den höchsten Verlust des Tages musste ISS hinnehmen. Die Aktie des Dienstleistungskonzerns verlor 4,8 Prozent und war am Ende 157 Kronen wert. Die B-Aktie von Mærsk verlor 1,5 Prozent und schloss bei 8.106 Kronen. Anders erging es der Aktie von FLSmidth, sie legte um 1,6 Prozent zu auf 251,80 Kronen. Positiv verlief der Tag auch für den Energiekonzern Ørsted. Die Aktie verzeichnete ein Plus von 1,2 Prozent auf 769,80 Kronen, obwohl es keine spezifischen Neuigkeiten gab.

Weniger Kirchenaustritte

Die dänische Statistikbehörde hat neue Zahlen über die dänische evangelische Kirche, die Volkskirche (folkekirke) herausgegeben. Demnach sind im Jahr 2019 9.485 Personen aktiv aus der Kirche ausgetreten. Das sei die niedrigste Zahl seit 2007, schreibt die Zeitung „Kristeligt Dagblad“. Der Zeitung zufolge nahmen die Austritte im Jahr 2012 stark zu, als sich eine heftige Debatte um die Einführung einer Trauungszeremonie für homosexuelle Paare entzündet hatte. 2016 kehrten dann 24.700 Personen der Kirche den Rücken infolge einer Kampagne der „atheistischen Gesellschaft“ (Ateistisk Selskab), die es Kirchenmitgliedern einfacher machte, aus der Kirche auszutreten. Laut der Volkskirche sind nun 74,3 Prozent der Einwohner Dänemarks Mitglied der Volkskirche – 0,4 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

 

29.000 neue Arbeitsplätze

Der dänische Arbeitsmarkt ist 2019 um 29.000 Arbeitsplätze gewachsen. Das zeigen die Beschäftigungszahlen von Danmarks Statistik. Trotz der positiven Entwicklung, sind die Zahlen schwächer als in den drei Jahren zuvor. Im Durchschnitt haben jeden Monat 2.400 Arbeitnehmer einen Job gefunden – in den Jahren zuvor waren es monatlich 3.900. „Nach sieben Jahren Hochkonjunktur ist es üblich, dass sich die Zahlen normalisieren", sagt Erik Bjørsted von Arbejderbevægelsens Erhvervsråd, der Wirtschaftsrat der Arbeiterbewegung. Für 2020 erwarten Arbejdernes Landsbank und die Wirtschaftsorganisation Dansk Erhverv 20.000 neue Arbeitnehmer.

 

Giftstoffe im Trinkwasser

Das Trinkwasser aus jeder fünften Wasserbohrung enthält Giftstoffe. Das zeigt die bisher größte Studie der dänischen Umweltbehörde Miljøstyrelsen. 263 Wasserbohrungen wurden auf 415 Pestizide untersucht, wobei unter anderem auch drei in Dänemark verbotene Pflanzenschutzmittel entdeckt wurden, teilt die Behörde in einer Pressemitteilung mit. „Es ist völlig inakzeptabel, dass die illegale Benutzung von verbotenen Pestiziden in der Landwirtschaft unser Trinkwasser verunreinigt hat", sagt Umweltministerin Lea Wermelin (Soz.). Obwohl jede fünfte Bohrung Giftstoffe enthielt, kann das Wasser weiterhin getrunken werden, da die Menge unter den Grenzwerten liegt, so das Umweltministerium.

 

Wasser bereitet Landwirten Probleme

Nach lang anhaltendem Regen stehen überall im Land Felder unter Wasser und bereiten somit vielen Landwirten Schwierigkeiten. Daher lädt der Landwirtschaftsverband „Landbrug & Fødevarer" zu einem Protesttreffen ein. Nicht etwa gegen die Regenmengen, sondern gegen Kommunen und den Staat, die laut Landwirtschaft „ihrer Verantwortung nicht gerecht werden". Sie halten Auen., Bäche und Gräben nicht in Schuss, damit das Wasser ablaufen kann. Das Ergebnis sind überflutete Felder und Wohngebiete. Das Treffen findet am Sonnabend, 29. Februar zentral in Brædstrup bei Horsens statt, und Landbrug & Fødevarer hofft, dass viele Landwirte zum Treffen kommen.

 
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Gut aufgestellt“