Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Beschäftigungs- und Lohnanstieg im Herbst

Auch im dritten Quartal von 2018 stieg die Beschäftigungszahl. Diese liegt derzeit bei rund drei Millionen Personen, zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. Insgesamt verzeichnete die Beschäftigung einen Anstieg um 0,3 Prozent. „Der Zuwachs war in der Baubranche am größten“, berichtet Danmarks Statistik. Auch der Lohn ist auf dem Vormarsch. Dieser stieg um 0,9 Prozent im privaten Wirtschaftsbereich, während er im öffentlichen Sektor um 0,3 Prozent leicht rückgängig war.

Polizei bestätigt Leichenfund in Koldinger Hafen

Seit Oktober 2017 hat die Polizei nach dem Auto von Bent Ovesen, der verdächtigt wird, seine Frau ermordet zu haben, gefahndet. Am Donnerstag fanden Taucher der dänischen Marine bei einem Routinetauchgang im Koldinger Hafen höchstwahrscheinlich das Auto Ovesens, in dem sich auch eine Leiche befand. „Ich kann bestätigen, dass es sich hier um einen Ford Mondeo mit dem Kennzeichen Ovesens handelt“, erklärt Polizeioberrat der Polizei für Südostjütland, Frede Nissen. Die Polizei hofft, dass sich in der kommenden Woche anhand des Obduktionsberichtes klären wird, ob es sich bei der Leiche um Bent Ovesen handelt, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Volksschulen: Schüler und Eltern berichten über steigende Unruhe

Seit 2014, als die neue Volksschulreform eingeführt wurde, steigt der Lärmpegel in den dänischen Volksschulklassen. Das zeigt eine neue Rambøll-Analyse, berichtet die Tageszeitung Kristeligt-Dagblad. 2014 berichteten 43 Prozent der Eltern über Unruhe in den Klassen ihrer Kinder. Vier Jahre später ist dieser Prozentsatz auf 63 angestiegen – rund zwei Drittel der Eltern.

Trotz Abgabensenkungen: Staat verdient Milliarden an Autoverkauf

Obwohl die Abgaben auf Autos seit 2015 insgesamt drei Mal gesenkt wurden, verdient der dänische Staat immer mehr Geld am Autoverkauf. Das berichtet Jyllands-Posten. Seit 2012 sind die Einnahmen durch Autoabgaben um sieben Milliarden Kronen angestiegen, sodass sich im vergangenen Jahr die Gesamteinnahmen auf 52,4 Milliarden Kronen beliefen. Beim dänischen Verband der Autofahrer, FDM, ist der Chef, Torben Lund Kudsk, überrascht, dass die Bürger weiterhin so hohe Abgaben bezahlen. Er unterstreicht aber, dass niedrigere Abgaben auch zum Kauf größerer Autos führen. „Früher waren die Bürger aufgrund der hohen Steuern gezwungen, ein kleineres Auto zu kaufen. Jetzt fahren immer mehr größere Autos in Dänemark“, so Kudsk.

IS-Kampf: Regierung schickt Millionen nach Syrien und in den Irak

Im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) hat die dänische Regierung ein neues, regionales Friedens- und Stabilisierungsprogramm auf die Beine gestellt. Das Projekt, mit einer Laufzeit von 2019 bis 2021, trägt eine Gesamtsumme von 397 Millionen Kronen. Das berichtet das Außenministerium in einer Pressemitteilung. Ziel sei es, mit dem Geld den Terrorismus zu bekämpfen und die Migration sowie die Flüchtlingskrise einzudämmen. „Die Koalition gegen den IS hat die Terrororganisation aus vielen von ihnen kontrollierten Gebieten vertrieben. Auf den Einsatz der dänischen Streitkräfte können wir stolz sein. Aber der Einsatz ist noch nicht beendet“, erklärt Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz).

Öffentliche Schulden von 485.000 Bürgern werden gestrichen

In den kommenden Tagen werden 485.000 dänische Bürger einen gerngesehenen Brief von den Steuerbehörden bekommen. Denn ihre Schulden werden gestrichen. Das berichtet die Tageszeitung Politiken. Teile oder alle Schulden werden den Bürgern erlassen. „Die Schuldenbehörde hat extraordinär 6.147,94 Kronen deiner Schulden erlassen. Das bedeutet, dass du für diese Summe nicht zahlen musst“, heißt es im Brief, der vom Parlament abgesegnet wurde. Ein Großteil der 485.000 Bürger sind Personen mit wenig Einkommen, Frührentner und Arbeitslose, so Politiken.

Verkauf von Brennöfen stagniert

Die Aussicht auf eine Schrottprämie auf einen alten Brennofen hat den Markt für neue Öfen ins Stottern gebracht. Viele Käufer warten, bis der Haushalt für 2019 in Kraft tritt, der besagt, dass man beim Kauf eines neuen Ofens eine Prämie auf den Alten bekommt. Das berichtet DR.Weil der Haushalt noch nicht vom Parlament genehmigt wurde, stagniert der Markt. „Wir werden oft von Kunden gefragt, wann denn das neue Gesetz in Kraft trete. Sie wollen lieber warten und sehen, was passiert. Zur Zeit herrscht eine Pause auf dem Markt für neue Öfen“, erklärt Claus Brandenhoff, vom Kolding Pejsecenter.

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