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Das ist der beste Zeitpunkt, seine Hecken zu schneiden

Das ist der beste Zeitpunkt, seine Hecken zu schneiden

Das ist der beste Zeitpunkt, seine Hecken zu schneiden

kj
Apenrade/Aabenraa
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Es lohnt sich, mit dem Heckenschnitt noch zu warten, meint ein Biologe des dänischen Tierschutzvereins. Foto: Dyrenes Beskyttelse

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Gartenhecken und Sträucher im Frühsommer stark beschnitten werden müssen. Der dänische Tierschutzverein erklärt, wie Gärtnerinnen und Gärtner die Artenvielfalt fördern können und gibt Tipps für den richtigen Zeitpunkt bei der Gartenpflege.

Im Frühsommer holen viele Gärtnerinnen und Gärtner ihre Heckenschere heraus, um ihre Sträucher zu schneiden. Laut Angaben der Tierschutzorganisation Dyrens Beskyttelse haben viele Menschen das Sankt-Hans-Fest als Faustregel im Kalender notiert, damit die Hecken im Laufe des Sommers dicht wachsen. Dies ist jedoch ein Irrglaube, so die Organisation.

„Im Frühjahr wachsen die Pflanzen, das heißt sie investieren viel Energie in die Bildung neuer Triebe aus Zweigen und Blättern, die sowohl für Vögel als auch für Insekten von großem Nutzen sind. Wenn man Sträucher und Hecken im Sommer beschneidet, entfernt man alles, was die Pflanze angelegt hat, und oft auch einen Teil der Nahrung für die Tiere“, erklärt Michael Carlsen, Biologe beim dänischen Tierschutzverein, in einer Pressemitteilung.

Ein Versteck für Vogelnester

Neben den Schäden an Hecken und Sträuchern hat ein starker Rückschnitt im Sommer auch Auswirkungen auf die Artenvielfalt und die Tierwelt.

Drei Gründe für den Heckenschnitt im September

  • Artenvielfalt schützen: Die Insekten ernähren sich von den Trieben, die im Frühjahr und Sommer austreiben.
  • Vogelnester ermöglichen: Vögel nisten im Frühjahr und Sommer in Sträuchern und Hecken, wo sie nicht gestört werden.
  • Igeln Schutz bieten: Wenn die abgeschnittenen Äste im Herbst im Garten aufgetürmt werden, können Igel darin überwintern.

„Ein Strauch oder eine Hecke ist ein attraktiver Ort für Vogelnester, weil die Blätter so dicht sind, dass Feinde sie nicht entdecken. Wenn die Hecke zurückgeschnitten wird, könnte das Nest plötzlich im Freien liegen, und man riskiert, die Jungvögel zu gefährden, die zuvor verborgen waren“, sagt Michael Carlsen.

Abgeschnittene Äste im Garten lassen

Wenn die Hecken, Bäume oder Sträucher nach dem Sommer beschnitten werden, kann das Schnittgut im Garten als Unterschlupf für Igel und Insekten dienen. Auf diese Weise werden sie auch im Winter zu einer Speisekammer für die Vögel des Gartens.

„Igel halten ihren Winterschlaf in der Regel von Oktober bis Dezember. Sie nutzen herabgefallenes Laub zum Nestbau und bauen ihre Nester am liebsten im Verborgenen. Deshalb sollte man das abgeschnittene und gefallene Material nicht wegwerfen, sondern einen Platz dafür im Garten finden“, so der Biologe.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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